Integration internationaler Führungskräfte
Die internationalen Führungskräfte mit Trainern und Organisatoren
Der Salzgitter Konzern etabliert mit dem „Salzgitter International Management Development Program“ einen neuen Baustein in der Führungskräfteentwicklung. Die 13 Premieren-Teilnehmer starteten Anfang Februar mit dem Programm. Fünf Tage dauerte der erste „Baustein“. Treffpunkt war ein Seminarhotel bei Hannover; besucht wurde auch der Konzernsitz in Salzgitter, wo es eine kurze Besichtigung des Hüttenwerks gab. Die Teilnehmer kamen aus den USA, China, Frankreich, Italien, Mexiko, Brasilien und Deutschland. Zielgruppe sind Führungskräfte von internationalen Tochtergesellschaften und inländischen Gesellschaften, die im weltweiten Geschäft arbeiten. Wie nötig das neue Programm ist, verdeutlicht ein Zahlenvergleich: 1998 hatte der Konzern bei etwa 12 000 Mitarbeitern rund 120 Beschäftigte im Ausland. Dies hat sich nun sehr geändert. Die Salzgitter AG ist durch die Übernahmen der Mannesmannröhren- Werke und der Klöckner- Werke mit der KHS AG sowie im Präzisrohrbereich stark gewachsen. Nunmehr gibt es bei mehr als 23 000 Beschäftigten rund 4500 außerhalb Deutschlands. „Das neue Programm spiegelt die veränderte Situation des Salzgitter Konzerns wider und ist ein qualitativer Sprung in unserer Personalarbeit“, sagt Personalvorstand Peter-Jürgen Schneider. „Wir möchten die nicht-deutschsprachigen Mitarbeiter besser einbinden, sie vernetzen und noch besser in den Konzern integrieren. Dadurch steigern wir das Bewusstsein, im Salzgitter Konzern zu arbeiten.“ Es gibt in zehn Monaten drei fünftägige Seminarblöcke. „Diese Straffung sorgt für ein besseres Kennenlernen und vermindert den Reiseaufwand“, erklärt Linda Witte von der Personalabteilung Führungskräfte der Salzgitter AG, die das Programm inhaltlich und organisatorisch betreut. Dazu kommt die Arbeit an Projekten, die zwischen den Modulen von Kleingruppen bewerkstelligt wird. Für die einzelnen Bausteine wurden interkulturell erfahrene Trainer verpflichtet, unter anderem aus England, den USA, Peru und Frankreich. Welche Inhalte sollen vermittelt werden? „Neben dem interkulturellen Aspekt mit der Arbeit in internationalen Gruppen spielt Projektmanagement eine große Rolle. Dazu kommen Führung, Strategie und Wertschöpfung sowie ein Unternehmensplanspiel, Feedbackgespräche und ein Kamingespräch mit Vorständen“, sagt Linda Witte. Wie hat den Teilnehmern der Auftakt gefallen? Drei Meinungen: Sébastian Leclerc, Production Manager Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes France: „Das Programm ist interessant und gut organisiert. Ich hoffe, dass ich viele Kontakte knüpfen kann.“ Kai Hartge, Senior Vice President Salzgitter Mannesmann International, Houston (USA): „Der unterschiedliche kulturelle Hintergrund der Teilnehmer ist spannend. Jeder bringt andere Erfahrungen mit.“ Renato Zanotti, Projekt-Manager KHS China: „Wir sind neu im Konzern, über den ich hier viel erfahren kann.“ |
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