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Vorwort des Vorstandes

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Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,

das Jahr 2003 war von gravierenden Unterschieden in der ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung relevanter Regionen gekennzeichnet. Während der Boom in China nicht nur die dortige Wirtschaft beflügelte, sondern positive Impulse bis hinein in die exportorientierte deutsche Industrie trug, kam die europäische Konjunktur kaum in Fahrt. Die Auswirkungen volkswirtschaftlicher Lasten wie der investitionshemmende Verschuldungsgrad öffentlicher Haushalte und die hohe Arbeitslosigkeit sind nachhaltig. Trotzdem zeigt die Tatsache, dass sich gerade der deutsche Aktienmarkt nach dem Tiefststand im März 2003 vergleichsweise stark erholt hat, von Wertschätzung und Zuversicht in- und ausländischer Anleger.

Dies erfuhr auch die Salzgitter AG, sodass sich der Kurs unserer Aktie um nahezu fünfzig Prozent steigerte, was die schon sehr beachtliche Entwicklung des DAX noch übertrifft. Darüber hinaus partizipierten die Salzgitter-Aktionäre an der Performance ihres Unternehmens nicht nur per Kursentwicklung, sondern – wie in den Jahren zuvor – indem sie eine überdurchschnittliche Dividende vereinnahmen konnten.

Dennoch wollen wir nicht verhehlen, dass die 42,5 Mio. € Vorsteuergewinn des Geschäftsjahres 2003 nicht unseren eigentlichen Zielsetzungen für den Konzern entsprechen. Wenn wir das Resultat als „insgesamt noch zufrieden stellend“ qualifizieren, geschieht dies insbesondere deshalb, weil die Salzgitter AG auch im dritten Jahr wirtschaftlicher Stagnation unserer europäischen Hauptmärkte schwarze Zahlen geschrieben hat. Außerdem beinhaltet der Jahresabschluss 2003 erhebliche Einmalaufwendungen sowohl für die Stilllegung eines defizitären Europipe-Standortes in Frankreich als auch in Form von Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen zweier Verarbeitungsgesellschaften, die unter der desolaten Situation des inländischen Bausektors gelitten haben. Diese Maßnahmen stärken die gegenwärtige und zukünftige operative Ertragskraft des Konzerns und erleichtern es uns, bei Bedarf strategische Optionen für dauerhaft problematische Aktivitäten wahrzunehmen.

Gegenüber 2003 hat sich das laufende Jahr besser angelassen. Trotz mancherlei administrativer Erschwernisse für unternehmerisches Handeln nicht nur in Deutschland gewinnt der zaghafte Aufschwung hierzulande und im europäischen Kontext an Kraft. Allerdings begünstigt die beträchtliche Stärke des Euros gegenüber praktisch allen relevanten Auslandswährungen die Ertragslage des Salzgitter-Konzerns wie auch vieler unserer im Euro-Raum produzierender Kunden nicht.

Während die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen somit ein gemischtes Bild vermitteln, hat sich die Lage auf den spezifischen Absatzmärkten des Salzgitter-Konzerns in den letzten Monaten fast durchweg positiv entwickelt. Einige Stahlprodukte sind geradezu Mangelware geworden, was aber auch für Rohstoffe, Energieträger und Seefrachtkapazitäten gilt. Dies beschreibt eine Situation, der wir in den letzten Jahrzehnten nicht begegnet sind. Wir sind – nicht zuletzt wegen des breiten Produkt- und Aktivitätenportfolios des Salzgitter-Konzerns – zuversichtlich, sich bietende Chancen nutzen und Risiken begrenzen zu können.

Die konsequente Realisierung der Maßnahmen des konzernweiten Ergebnisverbesserungsprogramms begreifen wir als unternehmerische Daueraufgabe. Kostendisziplin und finanzielle Stabilität gewährleisten auch in Zeiten wirtschaftlicher Erholung den notwendigen Handlungsspielraum.

Die Welt braucht Stahl! Das ist das Motto der Bildstory des vor Ihnen liegenden Geschäftsberichtes – und die gegenwärtige Marktverfassung unterstreicht die Richtigkeit dieser These. Mit wiederum dezentem Einsatz optischer Effekte eröffnen sich dem Betrachter die Breite des Einsatzes von Stahl und – ausgehend vom Produkt rückwärts – die Abfolge des Herstellungsprozesses.

Ihnen, unseren Aktionären und Geschäftspartnern, danken wir – auch im Namen unserer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – für das Vertrauen, das Sie unserem Unternehmen entgegenbringen.



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