Wirtschaftliche LageUnternehmensbereicheDie Salzgitter AG steuert als Management-Holding die fünf Unternehmensbereiche Stahl, Handel, Dienstleistungen, Verarbeitung und Röhren. Die wirtschaftliche Entwicklung dieser Bereiche wird im Folgenden auf Basis der Abschlüsse gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) umrissen.
Unternehmensbereich StahlIm Unternehmensbereich Stahl sind unter der Zwischenholding Salzgitter Stahl GmbH (SZS) die operativen Stahlgesellschaften Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG), Peiner Träger GmbH (PTG) und Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) zusammengefasst. Zusätzlich ist die Salzgitter Großrohre GmbH (SZGR) in diesen Bereich einbezogen. Vor dem Hintergrund eines weltweiten wirtschaftlichen Aufschwungs vollzog sich ein sehr prononcierter Anstieg des Stahlbedarfs, sodass bei Flachstahl und Grobblech die Nachfrage das Angebot übertroffen hat. Insgesamt bewegte sich der Auftragseingang für Walzstahlprodukte und Weiterverarbeitungserzeugnisse trotz rückläufiger Nachfrage im Trägermarkt mit 4.870 Tt auf dem Niveau des Vorjahres (4.894 Tt). Der Auftragsbestand hat sich am Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahreswert (1.446 Tt) um 17% auf 1.205 Tt reduziert. Die Rohstahlproduktion lag mit insgesamt 5.059 Tt geringfügig unter dem hohen Vorjahresniveau (5.167 Tt). Das LD-Stahlwerk der SZFG erreichte aufgrund der Teilzustellung von Hochofen B nicht die Erzeugung des Jahres 2003, während das Elektrostahlwerk der PTG nahezu die gleiche Rohstahlmenge wie im Vorjahr produzieren konnte. Rohstahlproduktion
1) Anpassung an Statistik IISI
2) vorläufige Werte (Stand Februar 2005) Der hohe Auftragseingang führte bei SZFG und ILG zu einer anhaltend guten Beschäftigungslage, sodass die Produktion von Walzstahl insgesamt auf 5.051 Tt (+5 %) stieg. Wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatten die Produkte Warmbreitband, oberflächenveredeltes Feinblech und Grobblech. Produktion Unternehmensbereich Stahl
1) einschl. Bandblech
Der Walzstahlversand an Dritte sowie an Konzernfirmen außerhalb des Stahlbereiches belief sich auf 5.000 Tt, womit das Vorjahresniveau von 4.584 Tt um 9% übertroffen wurde. Dabei konnten SZFG und ILG die Liefermengen steigern, während PTG Absatzrückgänge verzeichnete. Der Versand von Weiterverarbeitungserzeugnissen unterschritt mit 160 Tt den Vorjahreswert, da insbesondere SZGR Absatzeinbußen hinnehmen musste. Aufgrund der drastischen Kostensteigerungen für Rohstoffe, Energie und Schiffsfrachten wurden Erhöhungen der Absatzpreise im kurzfristigen Geschäft mit Flachstahlprodukten und Grobblech sukzessive im Markt durchgesetzt. Im Profilbereich wirkte in den meisten EU-Märkten - trotz anhaltender Rezession in der Bauindustrie - die spekulative Nachfrage des Handels zunächst positiv auf die Absatzmöglichkeiten und die Preisgestaltung. Ein merklicher Nachfragerückgang trat jedoch wieder im 4. Quartal des Geschäftsjahres ein. Über den in EU-Kernmärkten erfolgreich etablierten Schrottanhänger konnten die gravierenden Kostensteigerungen bei Schrott größtenteils an die Abnehmer weitergereicht werden. Die zusätzliche beträchtliche Teuerung, beispielsweise von Legierungsmitteln und Energien, wurde durch schrittweise Anhebung der Basispreise in etwa kompensiert. Zusätzlich wurden mit der Strategie "Preis vor Menge" Erlösverbesserungen und Portfoliooptimierungen realisiert. Infolge der signifikanten Preiserhöhungen übertrafen die Nettoerlöse für Walzstahlprodukte im Jahresdurchschnitt das Vorjahresniveau erheblich. Bei der SZFG führten im Jahresverlauf bessere Erlöse sowohl für Warmbreitband, Feinblech als auch oberflächenveredelte Erzeugnisse zu einem Durchschnittserlös, der den Vorjahreswert übersteigt. Der relativ geringe Erlösanstieg in diesem Produktbereich ist auch dadurch bedingt, dass bei SZFG wesentliche Absatzanteile durch längerfristige Verträge preislich fixiert sind und dementsprechend Preiserhöhungen für diese Volumina nur verzögert umgesetzt werden können. PTG hat im Jahresmittel eine nennenswerte Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt, die zu mehr als der Hälfte auf den Schrottanhänger entfällt. Auch ILG übertraf den Vorjahreswert erheblich. Dagegen konnte SZGR die erhöhten Vormaterialpreise nur in geringem Umfang an die Kunden weitergeben. Umsatz Unternehmensbereich Stahl
Der Umsatz von Walzstahl und Weiterverarbeitungserzeugnissen mit Dritten und anderen Unternehmensbereichen des Konzerns konnte gegenüber dem Vorjahr (2.004 Mio. €) um 24% auf 2.491 Mio. € gesteigert werden. Im Einzelnen führten bei SZFG steigende Walzstahlerlöse einhergehend mit einem 14%igen Anstieg des Versandes zu einer Umsatzausweitung um 25% auf 1.513 Mio. €. PTG erzielte mit nahezu konstantem Absatz als Folge der ansteigenden Erlöse eine positive Umsatzentwicklung (+31%) auf 532 Mio. €. ILG konnte bei deutlich verbesserten Erlösen sowie einer erhöhten Versandleistung den Vorjahresumsatz um 23% übertreffen und erreichte in 2004 402 Mio. € Umsatz. Bei der SZGR hingegen kam es, hauptsächlich wegen des rückläufigen Versandes, zu 29% Umsatzeinbuße auf nunmehr 44 Mio. €. Mit 164,0 Mio. € Gewinn vor Steuern erreichte der Unternehmensbereich Stahl einen historischen Höchstwert. Das Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr (46,9 Mio. €) um 117,1 Mio. €, wozu allein SZFG 110,9 Mio. € beigetragen hat. SZFG erzielte 152,6 Mio. € Gewinn nach 41,7 Mio. € im Vorjahr. Diese Verbesserung resultiert maßgeblich aus gestiegenen Absatzmengen und höheren Erlösen. Gegenläufig wirkten höhere Beschaffungspreise insbesondere für Einsatz- und Brennstoffe. Die erstmalige Anwendung einer anderen Methode der Bestandsbewertung gemäß IFRS-Vorschrift (vgl. Anhang) führte zusätzlich zu einem positiven Ergebniseinfluss (25,7 Mio. €). PTG verbesserte - vor Sondermaßnahmen - das Ergebnis vor Steuern auf 2,6 Mio. €. Die weitgehende Durchsetzung des Schrottanhängers verbunden mit marktbedingten Erlösanhebungen konnte Kostensteigerungen als Folge insbesondere von höheren Schrottpreisen kompensieren. 38,5 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen, denen als positiver Effekt 1,7 Mio. € aus der Änderung der Bestandsbewertung (siehe oben) gegenüberstehen, führten zu 34,2 Mio. € Verlust. Somit verschlechterte sich das Ergebnis der PTG gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Mio. €. Bei der ILG nahm der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr (16,1 Mio. €) infolge der besseren Erlöse für Fertigprodukte um 22,7 Mio. € auf 38,8 Mio. € zu. Permanent gestiegene Kosten für Vormaterial konnten verkraftet werden. In dem ausgewiesenen Ergebnis ist allerdings auch ein positiver Effekt (6,8 Mio. €) aus der Umstellung der Bewertungsmethode (siehe oben) für die Bestände enthalten. EBT Unternehmensbereich Stahl
SZGR schließt das Geschäftsjahr 2004 aufgrund der geringeren Versandmengen und der erhöhten Vormaterialkosten mit 3,4 Mio. € Verlust (Vj. 2,3 Mio. € Gewinn) ab. Dieser Wert enthält 0,8 Mio. € als Resultat aus der oben genannten Methodenumstellung. Die Stammbelegschaft des Unternehmensbereiches Stahl verringerte sich per 31. Dezember 2004 auf insgesamt 6.655 Blm. (Vj. 7.041 Blm.). Ursachen für den Rückgang der Belegschaftszahl waren insbesondere die Überführung von Mitarbeitern in Altersteilzeitverhältnisse bei der SZST sowie die Umgruppierung von 86 Mitarbeitern des Werkstoffzentrums der SZFG zur SZMF im Unternehmensbereich Dienstleistungen. Die Eckdaten des Unternehmensbereiches Stahl sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1) Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen im Konzern
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns 3) Ergebnis vor Steuern zzgl. Zinsaufwand (ohne Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen) 4) EBIT zzgl. Abschreibungen (inkl. auf Finanzanlagen) 5) ohne Finanzanlagen 6) inkl. +35,0 Mio. € Ergebniseffekt aus Änderung Vorratsbewertung 7) inkl. 38,5 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen Unternehmensbereich HandelDer Unternehmensbereich Handel bietet mit einem dichten Vertriebsnetz in Europa und weltweit positionierten Handelsgesellschaften und Vertriebsbüros die Basis für eine international erfolgreiche Präsenz des Salzgitter-Konzerns und die bestmögliche Vermarktung seiner Produkte und Leistungen. In diesem Bereich sind die Gesellschaften der Salzgitter-Handel-Gruppe (SHD-Gruppe), Hövelmann & Lueg GmbH (HLG), Universal Eisen und Stahl GmbH (UES) sowie die mit 50% quotal konsolidierte Ets. Robert et Cie S.A.S. (RSA) tätig. Zu der SHD-Gruppe gehören die Salzgitter Mannesmann Handel GmbH (SHD) als Zwischenholding, die Salzgitter Stahlhandel GmbH (SSH), die Stahl-Center Baunatal GmbH (SCB), die Salzgitter Mannesmann International GmbH (SID), die Salzgitter Handel B.V., Oosterhout (SHN), mit zwei Tochterunternehmen, die Salzgitter Mannesmann International Inc., Houston (SIH), die Salzgitter Trade Inc., Vancouver (STV), sowie weitere Tochtergesellschaften, die nicht dem Konsolidierungskreis angehören. Vor dem Hintergrund der bereits skizzierten Entwicklung der Weltwirtschaft verursachte insbesondere der wachsende Vormaterial- und Stahlbedarf Chinas weltweite Angebotsengpässe und erhebliche Preissteigerungen bei Rohstoffen, Frachten und Stahlerzeugnissen. Der globale Stahlsektor war von nahezu explodierenden Erzeugerpreisen geprägt. Auf den internationalen Stahlmärkten zeigten sich jedoch teilweise unterschiedliche Entwicklungen. Aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage waren in Nordamerika die größten Preissteigerungen feststellbar. Aber auch in Westeuropa verursachte ein nicht ausreichendes Angebot ein stark ansteigendes Preisniveau. Dagegen war, trotz eines hohen Bedarfs auf den asiatischen Märkten, angeführt von China, ab dem Frühjahr eine nahezu stagnierende Preisentwicklung festzustellen. Damit verstärkten sich zunehmend die regionalen Preisdifferenzen zwischen Nordamerika, Westeuropa und Asien. Die sich nur langsam verbessernde konjunkturelle Lage in Deutschland bewirkte im Geschäftsjahr 2004 keine substanziell steigende Stahlnachfrage. Insbesondere die andauernd schlechte Situation in der für den Stahlhandel wichtigen Bauwirtschaft schlug sich negativ nieder. Angesichts eines begrenzten inländischen Angebots konnten die hohen Preissteigerungen und Schrottkostenzuschläge auf der Einkaufsseite jedoch an die Kunden weitergegeben werden. Dies gilt im Prinzip nicht nur für den deutschen, sondern auch für den gesamten westeuropäischen Stahlhandel. Die Inlandsgesellschaften der SHD-Gruppe erreichten mit 1.378 Tt Absatz nur knapp das Vorjahresniveau (1.391 Tt), was die vorherrschende Marktsituation widerspiegelt. Preisbedingt erhöhte sich der Umsatz (SSH und SCB) jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (654 Mio. €) deutlich um 34% auf 876 Mio. €. Das Stahl-Center Baunatal setzte die seit 10 Jahren durchgeführte Just-in-time-Belieferung des VW-Werkes in Kassel auch im Geschäftsjahr 2004 fort. Bei stagnierenden konjunkturellen Rahmenbedingungen in den Benelux-Ländern stellte sich für die niederländischen Stahlhandelsgesellschaften eine ähnliche Lage wie in Deutschland dar. Der Absatz blieb mit 213 Tt unter der Menge des Vorjahres (236 Tt), während der Umsatzerlös wegen der Hochpreissituation mit 130 Mio. € deutlich den Vorjahreswert (98 Mio. €) übertraf. Das internationale Tradinggeschäft der Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, verfehlte mit 2.213 Tt die Absatzmenge des Vorjahres (2.308 Tt) um 4%. Der Umsatz konnte jedoch von 955 Mio. € um 13% auf 1.081 Mio. € gesteigert werden. Der trotz des geringeren Absatzes höhere Umsatz reflektiert den Anstieg des allgemeinen Stahlpreisniveaus. Die Salzgitter Mannesmann International Inc., Houston, hat bei sich sukzessive verbessernden Nachfrageverhältnissen und Importmöglichkeiten (Aufhebung von Section 201) ihre Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich ausgebaut. Hier stieg das Geschäftsvolumen erst in der zweiten Jahreshälfte deutlich. Der Absatz konnte von 452 Tt um 80% auf 815 Tt und der Umsatz von 135 Mio. € um 149% auf 336 Mio. € im Geschäftsjahr 2004 erhöht werden. Auch die gleichfalls im internationalen Trading tätige Salzgitter Trade Inc., Vancouver, verzeichnete erst in der zweiten Jahreshälfte eine erhebliche Verbesserung der Nachfrageverhältnisse auf dem kanadischen Markt. Insgesamt übertraf der Absatz mit 102 Tt die Menge des Vorjahres (54 Tt) um 89%, während die Umsatzerlöse (55 Mio. €) das geringe Niveau des Vorjahres (21 Mio. €) sogar um 162% überschritten. Der Absatz sämtlicher konsolidierter Gesellschaften der Handelsgruppe stieg von insgesamt 4.441 Tt im Vorjahr um 6% auf 4.720 Tt im Jahr 2004. Der Umsatz konnte in diesem Zeitraum aufgrund des beachtlich höheren Preisniveaus von 1.863 Mio. € in 2003 um 33% auf 2.478 Mio. € gesteigert werden. Die Salzgitter Handel-Gruppe erzielte 65,5 Mio. € Vorsteuergewinn (Vj. 14,4 Mio. €). Hövelmann & Lueg GmbH hat den Gesamtabsatz 2004 um 11% auf 212 Tt erhöht. Mengenverluste im Handelsgeschäft wegen des knappen deklassierten Materials konnten durch zusätzliche Aktivitäten mit Spaltband und der neuen Multi-Blanking-Line überkompensiert werden. Infolge deutlich gestiegener Verkaufspreise ist der Umsatz überproportional von 76 Mio. € um 47% auf 112 Mio. € angewachsen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 4,2 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €). Der Universal Eisen und Stahl GmbH gelang es 2004, den Absatz um 19% auf 253 Tt zu erhöhen, wobei vor allem der Export sowie Projektgeschäfte im Schiff- und Brückenbau entscheidende Beiträge leisteten. Demgegenüber blieb die Nachfrage aus der deutschen Industrie weiterhin schwach. Wegen der erheblich verbesserten Erlöse stieg der Umsatz überproportional zum Absatz um 53% auf 208 Mio. €. Dies führte zu einem wieder sehr zufriedenstellenden Ergebnis vor Steuern von 24,3 Mio. € nach -2,6 Mio. € im Vorjahr. Die Robert-Gruppe (100%-Darstellung) profitierte mit ihren vier Stahl-Service-Centern von der guten Nachfrage des französischen Marktes. Mit 184 Tt Absatz in 2004 konnten die Gesellschaften ihren Versand noch einmal deutlich ausweiten. Die stark steigenden Vormaterialpreise wurden, außer bei Automobilkunden mit langlaufenden Verträgen, zeitnah an die Abnehmer weitergegeben. Bei einem Umsatz von 103 Mio. € (Vj. 74 Mio. €) erzielte die Gruppe mit nahezu 10 Mio. € (Vj. 2,2 Mio. €) ein hervorragendes Vorsteuerergebnis. Der anteilige Ergebnisbeitrag der RSA, an der Salzgitter mit 50 % beteiligt ist, belief sich für den Unternehmensbereich Handel auf 4,9 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €). Insgesamt haben die Gesellschaften des Unternehmensbereiches Handel im Geschäftsjahr 2004 5.252 Tt Stahlprodukte abgesetzt und damit die Menge des Vorjahres (4.910 Tt) um 7% übertroffen. Der Bruttoumsatz war jedoch mit 2.834 Mio. € - infolge der Erlösentwicklung - um 35% höher als im Vorjahr (2.102 Mio. €). Umsatz Unternehmensbereich Handel
Der Handelsbereich erwirtschaftete 98,9 Mio. € Gewinn vor Steuern und übertraf damit den Vorjahreswert (13,1 Mio. €) in erheblichem Umfang. Die wesentliche Ergebnisverbesserung hat die SHD-Gruppe mit 51,1 Mio. € erzielt, wovon zwei Drittel auf den Lager haltenden Inlandshandel (inkl. Holding) entfallen. Einen mit 26,9 Mio. € signifikanten Ergebnissprung hat auch der Grobblechspezialist UES vollzogen. EBT Unternehmensbereich Handel
Am 31. Dezember 2004 waren in diesem Unternehmensbereich 1.733 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2003: 1.827 Mitarbeiter), daneben bestanden 128 (Vj. 117) Ausbildungsverhältnisse. Der Rückgang der Stammbelegschaft um 94 Blm. ist mit 61 Blm. überwiegend in der SHD-Gruppe erfolgt und hier im Wesentlichen auf Restrukturierungsmaßnahmen im inländischen Lager haltenden Handel der SHD-Gruppe zurückzuführen. Die Eckdaten des Unternehmensbereiches Handel sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1) Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss, sowie Universal Ocel, Prag, 2004: ohne Universal Ocel, Prag
2) quotal (50%) berücksichtigt 3) Umsatz im eigenen Segment sowie mit anderen Unternehmensbereichen im Konzern 4) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns 5) einschließlich Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen 6) Ergebnis vor Steuern zzgl. Zinsaufwand (ohne Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen) 7) EBIT zzgl. Abschreibungen (inkl. auf Finanzanlagen) Unternehmensbereich DienstleistungenDer Unternehmensbereich Dienstleistungen umfasst die Gesellschaften SZST Salzgitter Service und Technik GmbH (SZST, vormals PPS), Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF, vormals MFI), GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mbH (GES), TELCAT multicom GmbH (TMG) mit ihrer Tochtergesellschaft TELCAT Kommunikationstechnik GmbH (TCG), DEUMU Deutsche Erz- und Metall- Union GmbH (DMU), Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS), Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH (HAN, 51%-Beteiligung) sowie die "Glückauf" Wohnungsgesellschaft mbH (GWG). Des Weiteren sind verschiedene nicht konsolidierte Minderheitsbeteiligungen diesem Unternehmensbereich zugeordnet. Die Gesellschaften dieses Bereiches bieten ein differenziertes Leistungsspektrum an. Dabei erbringen sie überwiegend Servicefunktionen für den Konzern mit Schwerpunkt im Stahlbereich. Darüber hinaus bieten sie die vorhandene Infrastruktur und ihr Know-how auch Drittkunden an, um zusätzliche Erträge zu erwirtschaften und das Konzernergebnis zu verbessern. Im Geschäftsjahr 2004 erwirtschaftete der Unternehmensbereich Dienstleistungen 871 Mio. € Umsatz und übertraf damit das Vorjahresvolumen (659 Mio. €) um 212 Mio. € (+32%). Umsatz Unternehmensbereich Dienstleistungen
Dies resultiert überwiegend aus Umsatzausweitungen der DMU (+157 Mio. €; hauptsächlich aufgrund der gestiegenen Schrottpreise), der GES (+25 Mio. €; infolge von höheren Projektabrechnungen, insbesondere der Migration von SAP R/2 nach R/3 in den Stahlgesellschaften) sowie der erstmaligen Einbeziehung der SZMF (+24 Mio. €) in diesen Unternehmensbereich. Etwa 80% des Umsatzes dieses Bereiches entfallen auf drei Gesellschaften. Dabei dominiert die DMU die Umsatzstruktur mit einem 59%-Anteil, gefolgt von der SZST (13%) und VPS (8%). Der Umsatzanteil mit Gesellschaften außerhalb des Konzerns beläuft sich auf 36% und entspricht dem Vorjahresniveau. EBT Unternehmensbereich Dienstleistungen
Der Gewinn vor Steuern des Unternehmensbereiches übertrifft mit 20,4 Mio. € den des Vorjahres (13,7 Mio. €) um 6,7 Mio. €. Alle Gesellschaften haben einen positiven Beitrag zum Bereichsergebnis geleistet, wobei die Verbesserung um 6,7 Mio. € im Wesentlichen von der DMU (+2,4 Mio. €), der TELCAT-Gruppe (+1,7 Mio. €) und HAN (+1,3 Mio. €) erwirtschaftet worden ist. Aus der Zuordnung der SZMF zu diesem Bereich resultieren 1,6 Mio. €. Die DMU profitierte von dem extremen Schrottpreisanstieg und zusätzlich von höheren Absatzmengen sowie insbesondere gestiegenen Erlösen im Handel mit deklassierten Walzstahlerzeugnissen. Der TELCAT gelang die Gewinnsteigerung mit der Ausweitung des "teleNet-Geschäftes" sowie zusätzlichen Projekten für Fremdkunden, und HAN erzielte ein neues Rekordergebnis, das schwerpunktmäßig auf den nochmals erweiterten Kohleumschlag für Drittkunden zurückzuführen ist. Am 31. Dezember 2004 sind in dem Unternehmensbereich Dienstleistungen als Stammbelegschaft 3.979 (Vj. 3.513) Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Daneben bestanden 685 (Vj. 657) Ausbildungsverhältnisse. Ursächlich für die im Vergleich zum Vorjahr um 466 Blm. höhere Stammbelegschaft sind im Wesentlichen die Zuordnung der SZMF (+253 Blm.) zu diesem Bereich sowie die Entwicklung (+197 Blm.) bei der SZST, deren Zuwachs hauptsächlich auf die Personalübernahme von Gesellschaften des Stahlbereiches im Rahmen der Altersteilzeitregelung zurückgeht. Die Eckdaten des Unternehmensbereiches Dienstleistungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1) ab 01.01.04 Unternehmensbereich Dienstleistungen zugeordnet, Geschäftsjahr 2003 ohne SZMF (als MFI im Unternehmensbereich Röhren enthalten)
2) Umsatz im eigenen Segment sowie mit anderen Unternehmensbereichen im Konzern 3) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns 4) Ergebnis vor Steuern zzgl. Zinsaufwand (ohne Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen) 5) EBIT zzgl. Abschreibungen (inkl. auf Finanzanlagen) Unternehmensbereich VerarbeitungDer Unternehmensbereich Verarbeitung setzt sich aus Gesellschaften zusammen, die auf die Sektoren Bau und Automotive fokussiert sind. Produkte für die Bauindustrie stellt neben der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) die Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) her. Zu den auf den Automotive-Bereich ausgerichteten Gesellschaften des Unternehmensbereiches Verarbeitung zählen Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP), Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG (SZAE), Salzgitter Magnesium-Technologie GmbH (SZMT) und Oswald Hydroforming GmbH Co. KG (OHC). Die kleinen Gesellschaften SZMT und OHC gehören nicht dem Konsolidierungskreis an. Der Verarbeitungsbereich hat das Geschäftsjahr 2004 mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern (- 0,2 Mio. €) abgeschlossen. Der geringe Verlust ist dabei in hohem Maße von Sondermaßnahmen beeinflusst. Diese umfassten einerseits außerplanmäßige Abschreibungen im Gesamtumfang von 52 Mio. €, von denen HSP 39,7 Mio. €, SZBE 10 Mio. € und SZAE 2,3 Mio. € vorgenommen haben. Andererseits hat die SZAG als Gesellschafterin der aufgrund der ungünstigen Marktverhältnisse negativen Ertragslage durch Forderungsverzichte entgegengewirkt. Diese Maßnahmen hatten insgesamt ein Volumen von 80,5 Mio. €. Davon entfielen auf HSP 60 Mio. €, SZBE 16 Mio. € und SZAE 4,5 Mio. €. Auch das Vorjahresergebnis des Unternehmensbereiches Verarbeitung enthielt - wenn auch im geringeren Umfang - Sondermaßnahmen, sodass ein direkter Vergleich der in der folgenden Eckdaten- Tabelle ausgewiesenen Ergebniswerte die Entwicklung im operativen Geschäft nicht wiedergibt. Nach Eliminierung der Sondermaßnahmen in beiden Jahren ergibt sich, dass 2004 im Verarbeitungsbereich eine leichte Verminderung der Verluste eingetreten ist. Außerdem verbesserten sich die operativen Resultate im Jahresverlauf. Im Geschäftsfeld Bau war die Lage der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH und der Salzgitter Bauelemente GmbH aufgrund der anhaltend schwachen Baukonjunktur in den meisten westeuropäischen Ländern weiterhin angespannt. Die gegenüber dem Vorjahr nochmals verschlechterte Marktsituation im Geschäftsfeld Automotive und der daraus resultierende verschärfte Preis- und Mengenwettbewerb belasteten den Unternehmensbereich Verarbeitung zusätzlich. Umsatz Unternehmensbereich Verarbeitung
Der gesamte Unternehmensbereich erwirtschaftete 2004 249 Mio. € Umsatz, die den des Vorjahres (239 Mio. €) um 10 Mio. € übertrafen. Neben Zuwächsen bei SZBE und SZEP ist der Mehrumsatz mit 15 Mio. € auf HSP zurückzuführen. HSP konnte den Umsatz aufgrund der gegenüber dem Vorjahr angestiegenen Absatzmenge und der in der zweiten Jahreshälfte verbesserten Preissituation steigern. Infolge der eklatanten Nachfrageschwäche seitens der Automobilindustrie erreichte SZAE dagegen einen um 11 Mio. € niedrigeren Umsatz. EBT Unternehmensbereich Verarbeitung
Ohne Sondermaßnahmen fiel das Ergebnis der HSP trotz der in den letzten Monaten des Geschäftsjahres merklich verbesserten Preissituation deutlich negativ aus. Dies ist auf die seit Jahresbeginn 2004 drastisch gestiegenen Vormaterialpreise zurückzuführen. Dennoch gelang es, den Verlust im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Mio. € zu verringern. Auch SZBE konnte das um die Sondermaßnahmen bereinigte negative Ergebnis gegenüber der Vorperiode um 6,5 Mio. € reduzieren. Dagegen führte das im Geschäftsjahr 2004 stark abgesunkene Auftragsniveau bei SZAE zu einem um 8 Mio. € höheren Verlust. Erfreulich entwickelte sich SZEP mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mio. € größeren Gewinn. Unter Einbeziehung der Sondermaßnahmen (siehe vorn) bewegt sich der Ergebnisausweis (-0,2 Mio. €) für den gesamten Unternehmensbereich auf dem Niveau des Vorjahres (0,1 Mio. €). Mit den getroffenen Vorsorgemaßnahmen sollen über die Stützung der Ertragslage hinaus sowohl die Basis für eine stabilere Entwicklung in der Zukunft als auch erweiterter Spielraum für strategische Handlungsoptionen geschaffen werden. Der Unternehmensbereich Verarbeitung weist per 31. Dezember 2004 eine Stammbelegschaft von 969 Blm. aus, die gegenüber dem Stichtag des Vorjahres (1.045 Blm.) um 76 Blm. geringer ist. Allein bei der SZAE erfolgte in Anpassung an die Marktentwicklung ein Abbau von 65 Blm. Die Eckdaten des Unternehmensbereiches Verarbeitung sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1) Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen im Konzern
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns 3) inkl. 31,3 Mio. € Forderungsverzicht der Salzgitter AG und 20 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 4) inkl. 24 Mio. € Forderungsverzicht der Salzgitter AG und 5 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 5) inkl. 60 Mio. € Forderungsverzicht der Salzgitter AG und 39,7 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 6) inkl. 16 Mio. € Forderungsverzicht der Salzgitter AG und 10 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 7) inkl. 4,5 Mio. € Forderungsverzicht der Salzgitter AG und 2,3 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 8) Ergebnis vor Steuern zzgl. Zinsaufwand (ohne Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen) 9) EBIT zzgl. Abschreibungen (inkl. auf Finanzanlagen) Unternehmensbereich RöhrenDer Unternehmensbereich Röhren bietet ein breit gefächertes Sortiment an nahtlosen und geschweißten Stahlrohren - vor allem für anspruchsvolle Anwendungen - an. Mit ihren hochwertigen Produkten belegen die Gesellschaften dieses Bereiches überwiegend Spitzenpositionen und sind in einigen Marktsegmenten Weltmarktführer. Die Aktivitäten des Unternehmensbereiches Röhren sind in vier Produktbereichen gebündelt:
Die Gesellschaften des Röhrenbereiches konnten 2004 in großem Maße an der guten Entwicklung des Stahlrohrmarktes partizipieren. Dabei profitierten sie von dem infolge der hohen Energiepreise gestiegenen Bedarf an Öl- und Gasleitungsrohren, von der durch die erheblichen Kraftwerksinvestitionen in China verursachten Nachfrage nach Wärmetauscher- und Kesselrohren sowie von vermehrten Aufträgen für Rohre im Maschinen- und Anlagenbau. Als Folge zahlreicher neuer Modelle mit höherem Stahlrohranteil stieg auch der Rohrbedarf der Automobilindustrie. Der konsolidierte Auftragseingang des Unternehmensbereiches Röhren ist 2004 gegenüber dem Vorjahr um 39% auf 1.554 Mio. € gestiegen. Von dem Zuwachs entfällt etwa ein Drittel auf einen seitens MRM gebuchten Großauftrag für Bleche. Der übrige Anstieg ist nur zum geringeren Teil auf Mengensteigerungen zurückzuführen; hauptsächlich resultiert er aus der starken Erhöhung der Rohrerlöse, die in allen Bereichen aufgrund der starken Nachfrage durchgesetzt werden konnten. Im Wesentlichen wegen des erlösbedingt hohen Auftragseingangs ist der konsolidierte Auftragsbestand des Unternehmensbereiches zum 31. Dezember 2004 auf 971 Mio. € angewachsen, was mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Stichtag des Vorjahres (452 Mio. €) bedeutet. Von der Erhöhung entfallen 15 Mio. € auf die Ende 2004 100%ige Einbeziehung von RGF, die im Vorjahr noch mit 50% berücksichtigt war. Umsatz Unternehmensbereich Röhren
Der Umsatz des Röhrenbereiches hat im Geschäftsjahr 2004 gegenüber 2003 um 7% auf 1.258 Mio. € zugenommen. Steigerungen haben dabei alle Produktbereiche insbesondere aufgrund der höheren Erlöse zu verzeichnen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Unternehmensbereiches Röhren erreichte 2004 120,5 Mio. € und liegt erheblich über dem Gewinn (2,6 Mio. €) des Vorjahres. Alle Gesellschaften weisen deutliche Ergebnisverbesserungen auf. Nach der uneinheitlichen Entwicklung im Vorjahr konnte die "at equity" konsolidierte V&M einen beträchtlichen Auftragseingang für warmgefertigte nahtlose Rohre sowie Öl- und Gasfeldrohre verbuchen. Der Gesamtversand von V&M lag in 2004 mit 2,7 Mio. t um 21% über dem Vorjahresniveau. Neben der Mengenerhöhung ergaben die durch die Vormaterialpreissteigerungen ausgelösten Erlösanhebungen vor allem im zweiten Halbjahr einen höheren Umsatz, der 2004 gegenüber dem Vorjahr um 32% auf 2.475 Mio. € stieg. V&M profitierte dabei von der günstigen Lage im energieabhängigen und in weiten Teilen auch im nicht-energieabhängigen Bereich. Trotz enormer Vormaterialpreissteigerungen führten neben der Mengenerhöhung die insbesondere im zweiten Halbjahr durchgesetzten Erlösanhebungen dazu, dass der Ergebnisbeitrag mit 93,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden konnte. Der Markt für nahtlose und geschweißte Präzisionsstahlrohre 2004 hat sich in Deutschland ebenso wie in der EU weiter positiv entwickelt. Die Präzisrohr-Gruppe - aus MHP und ROB bestehend - verzeichnete mit 170 Tt gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg des Versands um 9%. Die Umsatzerlöse lagen mit 214 Mio. € um 15% über dem Vorjahreswert, und das Ergebnis vor Steuern stieg auf 5,9 Mio. €. Es hat sich damit auch als Folge des erfolgreich laufenden Kostensenkungs- und Ertragssteigerungsprogramms sowie der guten Beschäftigung aller Werksbereiche gegenüber dem Vorjahr deutlich positiv entwickelt. Als Folge des Ende 2003 noch schwachen Auftragseingangs erreichte der Versand der DMV mit 27 Tt nur das Niveau des Vorjahres. Aufgrund der stark erhöhten Erlöse übertraf dagegen der konsolidierte Umsatz der DMV-Gesellschaften mit 218 Mio. € den Vorjahreswert um 27%. DMV weist wegen der Erholung des Edelstahlrohrmarktes und der positiven Effekte des Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramms nach dem Verlust des Vorjahres mit 5,2 Mio. € erstmals wieder einen Gewinn aus. Dabei wurde die Gesellschaft von 5,8 Mio. € außerplanmäßigen Abschreibungen belastet, denen allerdings Forderungsverzichte in Höhe von insgesamt 5,0 Mio. € gegenüberstanden. Die positive Entwicklung der Nachfrage im Bereich der Mittleren Leitungsrohre 2004 führte bei MLP zu einem Versand von 160 Tt, der um 2% über dem des Vorjahres lag. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu 2003 um 17% auf 108 Mio. € angestiegen. Das Geschäftsvolumen von RGF erreichte 2004 mit 134 Tt Versand und 103 Mio. € Umsatz ein gutes Niveau. MLP und RGF konnten trotz einer eingeschränkten Vormaterialverfügbarkeit das Geschäftsjahr 2004 mit einem über dem Vorjahrswert auskommenden Ergebnis abschließen. MLP erzielte 6,0 Mio. € Gewinn, und RGF leistete einen (anteiligen) Ergebnisbeitrag von 3,7 Mio. €. Obwohl das Ende 2003 gebuchte Großprojekt Ormen-Lange der Europipe eine gute Basisauslastung für 2004 sicherte und im Laufe des Jahres weitere Projekte gebucht werden konnten, lag die Beschäftigung wegen der begrenzten Blechmengen unter der normalen zweischichtigen Fahrweise. Dennoch erreichte der Versand von rohschwarzen Großrohren 883 Tt, was einem Anstieg von 22% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Strukturbedingt überschritten die Umsatzerlöse der EP in 2004 mit 606 Mio. € den Wert des vorigen Geschäftsjahres nur um 6%. EP unterlag auch im Jahr 2004 - insbesondere bei Großprojekten - einem scharfen Wettbewerb. Dabei spielte das für EP ungünstige Wechselkursverhältnis von US-Dollar zu Euro weiterhin eine wesentliche Rolle. Konsequente Optimierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen sorgten dafür, dass nach dem hohen Verlust im Vorjahr in 2004 ein geringer Gewinn (anteilig 0,5 Mio. €) erzielt werden konnte. Hierin sind Sondereffekte insbesondere aus Wertberichtigungsbedarf im Beteiligungsbereich der Eupec enthalten. Bei MRM konnte das Ergebnis in 2004 aufgrund der höheren Beschäftigung und einer guten Performance des Blechwalzwerkes verbessert werden. Der ausgewiesene Verlust, der mit 11,3 Mio. € in der Größenordnung des Vorjahres rangiert, ist durch außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen bedingt. EBT Unternehmensbereich Röhren
Die Gesellschaften des Röhrenbereiches konnten die deutlich gestiegenen Vormaterialkosten erst mit Zeitversatz und teilweise noch nicht vollständig an die Kunden weitergeben. Dennoch führten die höheren Erlöse in Verbindung mit dem gestiegenen Versandvolumen und konsequent fortgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen dazu, dass der Unternehmensbereich Röhren mit 120,5 Mio. € wieder einen erheblichen Beitrag zum Konzernergebnis leisten konnte. Der Unternehmensbereich beschäftigte Ende Dezember 2004 insgesamt 4.208 Mitarbeiter, davon 75% im Inland und 25% im Ausland. Die Stammbelegschaft belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 4.122 Blm., die gegenüber dem Vorjahr (4.284 Blm.) um 162 Blm. zurückging, was insbesondere durch die Schließung des Standortes Joeuf im Großrohrbereich bedingt ist. Daneben entfielen 165 Blm. wegen der zum 1. Januar 2004 erfolgten Umgliederung der SZMF in den Unternehmensbereich Dienstleistungen. Gegenteilig wirkte sich die 100%ige Einbeziehung von RGF zum 31. Dezember 2004 mit einem Anstieg um 148 Blm. aus. Die Eckdaten des Unternehmensbereiches Röhren sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1) ohne Innenumsätze innerhalb der DMV-Gruppe und EP-Gruppe (Vorjahr angepasst)
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns 3) Ergebnisbeitrag nach Steuern gemäß Konsolidierung "at equity" 4) Ergebnis vor Steuern zzgl. Zinsaufwand (ohne Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen) 5) EBIT zuzüglich Abschreibungen (inkl. auf Finanzanlagen) 6) Inkl. 17,9 Mio € außerplanmäßige Abschreibungen |
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