Wirtschaftliche LageErgebnisverbesserungsprogrammDie strategische Ausrichtung auf Eigenständigkeit, Wachstum und Profitabilität führt in den einzelnen Unternehmensbereichen zur Nutzung sämtlicher Optimierungspotenziale. Dazu gehört das zielgerichtete Anpassen an sich verändernde Rahmenbedingungen, das Mitgestalten von Entwicklungen auf der Marktseite sowie eine permanente Verbesserung innerhalb des Konzerns und seiner Gesellschaften. Fit zu sein für die Zukunft - das bedeutet nachhaltige Disziplin bei der Erschließung der Erfolgspotenziale durch gezieltes Maßnahmencontrolling. Unter enger Einbeziehung der wichtigsten Ressource, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verfolgen wir die Potenziale systematisch im Ergebnisverbesserungsprogramm 2 (EVP 2) auf ihren Beitrag zur Steigerung der Profitabilität. Das EVP wurde im Geschäftsjahr 1995/96 ins Leben gerufen. Es hat sich, als EVP 2 seit dem Geschäftsjahr 2001 fortgeführt, in den vergangenen Jahren als ein kontinuierlich erfolgreich arbeitendes Instrument bewiesen. Im Zuge der Integration der Mannesmannröhren-Werke GmbH wurden diverse standort- beziehungsweise gesellschaftsspezifische Programme in das EVP integriert. Die im Jahre 2003 definierte konzernumfassende Basisstrategie vermittelte dem EVP neue Impulse. Dabei sind die konzernweit erarbeiteten gesellschaftsspezifischen Zielvorgaben als Maßnahmen formuliert und - soweit sie den straffen Kriterien des EVP 2 entsprachen - in dieses Programm aufgenommen worden. Im Rahmen der Aktualisierung wurden alle Maßnahmen nochmals auf den "Prüfstand" gestellt. Mit dem EVP 2 verfügt die Salzgitter AG nunmehr über ein konzernweit einheitliches Managementinstrument. Für die Maßnahmen des EVP 2 ist zum Jahresabschluss der anvisierte jährliche, nachhaltig wirkende Verbesserungsbeitrag - der so genannte Full-Year-Effekt (FYE) - in Höhe von netto 166 Mio. € fixiert worden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte somit eine signifikante Steigerung des FYE um 28 Mio. € erreicht werden.
Die derzeit 297 Maßnahmen definieren sich über Umsatz- und Kosteneffekte. Die Aktivitäten im Absatzmarkt mit Produkten höherer Wertschöpfung und Expansion der Vertriebskanäle zur Umsatzausweitung ergeben einen jährlichen Beitrag von 141 Mio. €. Im Zuge der Optimierung von Prozessabläufen in Produktion und Verwaltung sowie eines reduzierten Material- und Fremdleistungseinsatzes sehen wir ein Kostensenkungspotenzial von 97 Mio. €. Zur Erreichung dieser Ziele ist - in Verbindung mit der Implementierung von Maßnahmen, wie beispielsweise notwendigen Investitionen - ein jährlicher Aufwand für Abschreibungen, Zinsen sowie Materialeinsatz in Höhe von 72 Mio. € berücksichtigt. Das hervorragende Engagement aller Beteiligten ist die entscheidende Basis für den Erfolg des EVP. Es zeigt sich eine große Bereitschaft bei unseren Mitarbeitern, die Institutionen und Strukturen dieses Programms zu nutzen, um eigene Ideen und Vorschläge zur kontinuierlichen Ergebnisverbesserung einzubringen. Die dezentralen Konzernstrukturen erlauben es uns, das im Unternehmen vorhandene Wissen direkt nutzbar zu machen und so die Wettbewerbsfähigkeit der Salzgitter AG auch in Zukunft zu stärken. Das EVP ist in unserem Konzern ein fester Bestandteil der Unternehmensführung; wir werden das Programm auch im folgenden Geschäftsjahr zielgerichtet ergänzen und fortführen. |
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