Geschäftsbericht 2004

Nachtragsbericht

Im Folgenden weisen wir auf zwei Vorgänge von besonderer Bedeutung hin, die nach Schluss des Berichtsjahres eingetreten sind.

Beteiligungsbereich

Am 20. Januar 2005 unterschrieben die Salzgitter AG und die Vallourec S.A. eine unverbindliche Absichtserklärung zur Neuordnung der Gesellschaftsstruktur ihrer Nahtlosrohr-Aktivitäten. Das Memorandum of Understanding sieht den Verkauf der bisher von der Mannesmannröhren-Werke GmbH (MRW) gehaltenen 45%-Beteiligung an der V&M Tubes S.A. (V&M) an den französischen Joint-Venture- Partner Vallourec S.A. zu einem Kaufpreis von 545 Mio. € vor.

Mit der vollständigen Zusammenfassung der V&M-Anteile unter dem Dach der Vallourec verfolgen die Verhandlungsparteien das Ziel, die derzeit sehr komplexen gesellschaftsrechtlichen Strukturen wie auch die Entscheidungsprozesse innerhalb der Vallourec-Gruppe zu straffen. Damit kann das Unternehmen auf künftige Herausforderungen im globalen Wettbewerb unmittelbarer und effizienter reagieren.

Die Salzgitter AG, die gegenwärtig rund 23% der Vallourec-Aktien besitzt, beabsichtigt, weiterhin Großaktionär bei Vallourec zu bleiben und sich daher an einer geplanten Kapitalerhöhung pro rata zu beteiligen.

Im Rahmen dieser Transaktion wird MRW ihre derzeitige 20%-Beteiligung an dem Stahlproduzenten Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) in Duisburg durch den Kauf von 10% der seitens V&M gehaltenen HKM-Anteile auf 30% ausbauen. Damit stärkt die Salzgitter-Gruppe ihre Position bei diesem bedeutenden deutschen Stahlhersteller.

Derzeit werden die endgültigen Verträge verhandelt und die Anmeldungen bei den zuständigen Kartellbehörden vorbereitet. Der Abschluss der Transaktion ist bis spätestens zum 31. Juli 2005 vorgesehen.

Mit dem Verkaufserlös für die V&M-Anteile erweitert die Salzgitter AG ihren finanziellen Spielraum für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns erheblich.

Aktionärsstruktur

Die Norddeutsche Landesbank/Girozentrale, nach dem Börsengang des Jahres 1998 zeitweilig größter Aktionär der Salzgitter AG, hat am 18. Januar 2005 die Schwelle von 5% der Stimmrechtsanteile unterschritten. Die gemäß Veröffentlichung in der Börsen-Zeitung vom 26. Januar 2005 verbleibenden Anteile von 4,96% werden nunmehr im Einklang mit den entsprechenden Definitionen der Deutsche Börse AG dem Streubesitz zugerechnet.

Die NORD/LB hatte bereits in den vergangenen Jahren ihren Anteilsbesitz in markt- und kursschonender Weise abgebaut. Nach diesem Schritt errechnete sich im Januar für die Salzgitter-Aktie nunmehr ein Free Float von 74,7%. Der Anteilsbesitz des Landes Niedersachsen beträgt 25,3%.


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