KonzernabschlussUmsatz und ErgebnisIm Geschäftsjahr 2004 übertraf der Umsatz des Salzgitter-Konzerns mit 5.942 Mio. € den Vorjahreswert (4.842 Mio. €) um 23%. Bis auf den Unternehmensbereich Verarbeitung, der gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte Erlöse verzeichnete, profitierten die übrigen Unternehmensbereiche von dem durch teilweise drastische Kostensteigerungen für Rohstoffe und Energieträger bedingten Anstieg des Preisniveaus für Walzstahl- und Stahlrohrprodukte. Wie bereits im Vorjahr erreichte der Unternehmensbereich Handel mit 44% (2003: 42%) den größten Anteil. Sein Umsatz überstieg mit 2.642 Mio. € den Vorjahreswert um etwa 30%. Mit Erlösen von 1.759 Mio. € (+23%) konnte der Unternehmensbereich Stahl seinen Anteil am Konzern-Außenumsatz auf 30% leicht erhöhen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vom Unternehmensbereich Stahl zusätzlich Lieferungen von 732 Mio. € an andere Segmente, insbesondere an den Handel, erfolgten. Bei nennenswert gewachsenen Fremdumsätzen (+30%) entfiel auf den Unternehmensbereich Dienstleistungen ein im Vergleich zum Vorjahr nahezu unveränderter Anteil von 5%. Mit nur leicht gestiegenen Umsatzerlösen (+1%) erreichte der Unternehmensbereich Verarbeitung einen auf 4% verminderten Anteil am Konzernumsatz. Der Unternehmensbereich Röhren setzte 1.005 Mio. € (+9%) um; dies entsprach einem Anteil von 17% (Vj. 19%). Konzernumsatz nach Unternehmensbereichen
Der Schwerpunkt des Absatzes lag unverändert im Bereich der EU mit einem Umsatzanteil von 72% (Vj. 70%). Im Inland konnten 2,8 Mrd. € Umsatzerlöse erzielt werden. Der Auslandsumsatz betrug 3,1 Mrd. € und erreichte gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert 53% am Gesamtumsatz. Konzernumsatz nach Regionen
Der Salzgitter-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2004 mit 322,8 Mio. € Gewinn vor Steuern ab. Im Vorjahr betrug der Gewinn 42,5 Mio. €. Zum deutlichen Anstieg des Vorsteuerergebnisses trugen insbesondere die weltweit lebhafte Nachfrage nach Walzstahlprodukten und eine spürbare Erholung des Röhrengeschäfts bei. Dank erfreulicher Ergebnisse, primär von Flachstahl und Grobblech, sowie Verbesserungen im Trägergeschäft konnte der Unternehmensbereich Stahl sein Ergebnis um 117,1 Mio. € steigern und mit 164,0 Mio. € den größten Beitrag zum Konzernergebnis leisten. In den genannten Produktbereichen ist es gelungen, den – trotz verbesserter Währungsrelation USD/EUR – teilweise drastischen Kostensteigerungen für Rohstoffe und Energieträger mit der sukzessiven Durchsetzung höherer Stahlabsatzpreise erfolgreich zu begegnen. Im Hinblick auf die zum 1. Januar 2005 geltende Neuregelung des IAS 2 (Vorräte) wurde im Unternehmensbereich Stahl die Lifo-Methode im Rahmen der Bewertung von Halb- und Fertigfabrikaten nicht mehr angewendet. Hieraus entstand ein positiver Ergebnisbeitrag. Gegenläufig wirkten sich außerplanmäßige Abschreibungen im Profilbereich in nahezu entsprechender Höhe aus. Diese Maßnahme wurde mit Blick auf die schwache Nachfrage im Bausektor vorgenommen. Das Ergebnis beinhaltet 8,7 Mio. € Gewinn aus der Veräußerung von Aktien des US-amerikanischen Stahlunternehmens Steel Dynamics (SDI), aber auch vergleichbare Belastungen aus der Teilzustellung des Hochofens B. Der Lager haltende Handel von SHD und UES konnte von dem ansteigenden Preisniveau profitieren und trug maßgeblich dazu bei, den Vorsteuergewinn des Unternehmensbereiches Handel auf 98,9 Mio. € (Vj. 13,1 Mio. €) zu erhöhen. Der Unternehmensbereich Dienstleistungen übertraf mit 20,4 Mio. € Gewinn vor Steuern das Vorjahresergebnis (13,7 Mio. €) – im Wesentlichen wegen verbesserter Resultate im Stahlschrottbereich der DMU, infolge der nochmaligen Ausweitung des Kohlenumschlags für Drittkunden bei Hansaport sowie der veränderten SZMF-Zuordnung – nennenswert. Im Geschäftsfeld Bau des Unternehmensbereiches Verarbeitung ist es insgesamt noch nicht gelungen, die Effekte gestiegener Vormaterialpreise zu kompensieren. Darüber hinaus verzeichnete die SZAE im Geschäftsfeld Automotive einen drastischen Nachfragerückgang seitens der Automobilindustrie. Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen haben die drei Gesellschaften außerplanmäßige Wertberichtigungen des Anlagevermögens vorgenommen, denen Forderungsverzichte der Obergesellschaft in nahezu gleicher Höhe gegenüberstanden. Ferner sind gegenüber diesen drei Gesellschaften weitere ergebniswirksame Forderungsverzichte zur Eigenkapitalwiederherstellung erklärt worden. Mit einem sehr guten Vorsteuerergebnis in Höhe von 120,5 Mio. € übertraf der Unternehmensbereich Röhren signifikant das Vorjahresergebnis (2,6 Mio. €), wobei alle Produktbereiche, insbesondere der Nahtlosrohrbereich, aufgrund der verbesserten Beschäftigungs- und Erlössituation zu der positiven Entwicklung beitrugen. Die in Deutschland ab 1. Januar 2004 geltende "Mindestbesteuerung" führte zu einer eingeschränkten Verrechnung körperschaft- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge insbesondere bei der SZAG. Darüber hinaus enthält der Steueraufwand von 76,1 Mio. € im Rahmen der Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften auch latente Steuern. Nach Abzug der Steuern verblieben 246,7 Mio. € Konzernjahresüberschuss. Ergebnis der Unternehmensbereiche und Konzernjahresüberschuss
1) einschl. Anteile fremder Gesellschafter
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