KonzernabschlussVermögens- und KapitalstrukturDie Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich mit 4.236 Mio. € deutlich gegenüber dem Abschluss des Geschäftsjahres 2003 (3.673 Mio. €; +15,3%). Auf der Aktivseite stieg das Anlagevermögen auf 1.912 Mio. € und erreichte einen Anteil von 45,1% (Vj. 51,2%) an der gestiegenen Bilanzsumme. Die Sachanlagen nahmen insbesondere durch außerplanmäßige Abschreibungen (110 Mio. €) auch bei über dem Vorjahreswert liegenden Investitionen (228 Mio. €) um 93 Mio. € ab. Gegenläufig wirkten die Auflösung des Badwills sowie die Anpassung der "at equity" bewerteten Beteiligungsansätze. Der im Hinblick auf die angespannte Lage auf wichtigen Rohstoffmärkten, aber auch die Hochofenzustellung A in 2005 erfolgte Aufbau der Vorräte sowie umsatzbedingt der Lieferforderungen und die zum Stichtag gestiegenen Finanzmittel ergaben ein um 29,5% auf 2.324 Mio. € erhöhtes Umlaufvermögen. Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital um 129 Mio. € (+13,2%) auf 1.109 Mio. € zu und erreichte damit einen leicht verringerten Anteil an der verlängerten Bilanzsumme von 26,2% (Vj. 26,7%). Lang- und kurzfristige Fremdmittel wurden in Höhe von 3.127 Mio. € (Vj. 2.693 Mio. €; +16,1%) zur Finanzierung des gebundenen Vermögens herangezogen. Im Berichtsjahr wurde der sich aus veränderten versicherungsmathematischen Annahmen ergebende bisher nicht bilanzierte Unterschiedsbetrag von 128,8 Mio. € entsprechend den Neuregelungen in IAS 19 erfolgsneutral unter Abzug latenter Steuern dem Eigenkapital (Gewinnrücklagen) entnommen und in den Pensionsrückstellungen erfasst. Damit sind die Verpflichtungen aus Versorgungszusagen vollständig bilanziert. Vermögens- und Kapitalstruktur (nach IFRS)
Die spürbar verbesserte Ergebnisentwicklung führte – trotz der Erhöhung des zu finanzierenden working capitals – dazu, dass sich anstelle der im Vorjahr ausgewiesenen Nettoverschuldung (56 Mio. €) eine Nettogeldanlage (71 Mio. €) bei Kreditinstituten ergab. Die Salzgitter AG führt das Cash- und Zinsmanagement für die Konzerngesellschaften ganz überwiegend zentral durch. Dies geschieht insbesondere über die Mittelbereitstellung im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs oder in Einzelfällen über Garantiezusagen für Kredite. Zur Deckung des Finanzbedarfs ausländischer Konzernunternehmen nutzt die Gesellschaft selektiv lokale Kredit- und Kapitalmärkte. Dabei zieht sie auch die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung heran. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen werden über konzerninterne Finanzkonten abgewickelt. Die zentrale Finanzierung ermöglicht die kostengünstige Beschaffung von Fremdkapital, positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis durch die Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens sowie eine Optimierung der Geldanlagen. Zur Sicherstellung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs sowie zur Absicherung von Liefer- und Fremdwährungsgeschäften bestehen ausreichende Kreditlinien bei Kreditinstituten. Die Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten führt auch zu Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Um das dabei entstehende Währungsrisiko abzusichern, besteht für alle Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns im Rahmen der Konzernrichtlinien die Verpflichtung zur Sicherung von Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt der Entstehung. Zur Überwachung der Einhaltung dieser Konzernvorgaben erfolgen regelmäßig Prüfungen durch die Konzernrevision. Währungsgeschäfte in US-Dollar werden zunächst konzernintern durch Aufrechnung von Verkaufs- und Einkaufspositionen (Netting), die sich darüber hinaus ergebenden Spitzenbeträge durch Devisentermin- und Optionsgeschäfte gesichert. Das kurzfristig gebundene Nettovermögen (working capital) im Konzernkreis erhöhte sich mit 1.479 Mio. € (+21,1%) erheblich gegenüber dem Vorjahreswert (1.222 Mio. €). Die Pensionsrückstellungen betrugen nach erstmaliger Erfassung versicherungsmathematischer Verluste (129 Mio. €) 1.628 Mio. € (Vj. 1.508 Mio. €) und waren damit unverändert wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung. Die übrigen Rückstellungen waren mit 427 Mio. € um 43 Mio. € höher als im Vorjahr (384 Mio. €) bilanziert. Abweichend zu der nach IFRS-Vorschriften aufgestellten Konzernbilanz haben wir bei der folgenden wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens- und Kapitalstruktur unseres Konzerns den negativen Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung (Badwill) von 133 Mio. € nicht von den immateriellen Vermögenswerten gekürzt, sondern den Eigenmitteln zugerechnet, da dieser Posten aufgrund der IFRS-Neuregelungen im Folgejahr unversteuert dem Eigenkapital zuwächst. Ebenfalls den Eigenmitteln zugerechnet wurden 12 Mio. € Anteile Fremder. Vermögens- und Kapitalstruktur (wirtschaftliche Betrachtungsweise)
1) einschl. Badwill und Anteile Fremder
Die Eigenmittel erreichten damit einen leicht unter dem Vorjahreswert (30,7%) liegenden Anteil von 28,7% an der dargestellten Bilanzsumme von 4.369 Mio. €. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|