Anhang zum Konzernabschluss der Salzgitter AGErläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse enthält eine zusätzliche Darstellung nach Produktgruppen, die nicht der Segmentberichterstattung entspricht. (2) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
(3) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 51 Mio. € (Vorjahr 46 Mio. €), im Wesentlichen durch Auflösungen von Rückstellungen für einmalige Verpflichtungen, Erträge aus Anlagenabgängen, Versicherungsentschädigungen und Kostenerstattungen für Vorjahre. In den Erträgen aus Anlagenverkäufen ist mit 9,6 Mio. € (Vorjahr 16,6 Mio. €) ein Buchgewinn aus der Veräußerung von Anteilen an einer börsennotierten Gesellschaft mit Sitz in den USA enthalten. (4) Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten vorwiegend Aufwendungen für Einsatzstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, Reserveteile und Werksgeräte. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Energien, umsatzbezogene Lohnarbeiten und innerbetriebliche Transportkosten. Der Beschaffungsmarkt für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe war im Geschäftsjahr 2004 durch erhebliche Preiserhöhungen geprägt, insbesondere bei Schrott und Seefrachten waren deutlich höhere Preise festzustellen. (5) Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2004 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen im Salzgitter-Konzern 68,4 Mio. € (Vorjahr 70,3 Mio. €). Als Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen werden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 10,4 Mio. € (Vorjahr 13,6 Mio. €) ausgewiesen. Die Rückstellungszuführungen enthalten ausschließlich laufenden Versorgungsaufwand für im Geschäftsjahr erdiente Anwartschaften der Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, die im Zinsergebnis ausgewiesen werden. Im Vorjahr waren im Personalaufwand periodenfremde Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 11,9 Mio. € enthalten. Im Geschäftsjahr 2004 sind keine periodenfremden Aufwendungen angefallen.
Bei gleicher Konzernstruktur hätte sich im Vorjahr eine leicht geringere Mitarbeiterzahl ergeben. (6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr planmäßig verrechnet und sind im Anlagespiegel dargestellt. Darüber hinaus wurden folgende Wertminderungsaufwendungen (außerplanmäßige Abschreibungen) berücksichtigt:
Die Wertminderungsaufwendungen wurden nach den Vorschriften des IAS 36 ermittelt. Die Abschreibung erfolgte dabei auf den höheren Betrag von Nutzungswert oder Nettoveräußerungspreis. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde dabei die gesellschaftsrechtliche Einheit definiert. Die Ermittlung des Nutzwertes erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung einer Zinsspanne von 6,6 bis 8,0% p.a. Dies führte zu Wertminderungsaufwendungen in Höhe von T € 108.396. Die Wertminderungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Gesellschaften, die von der Baukonjunktur abhängig sind. In der Berechnung des Nutzwertes sind die aktuellen Planungen der Gesellschaften sowie die Erwartungen einer ewigen Rente eingeflossen. Maßgeblich für die Bewertung ist die Erwartung einer unverändert verhaltenen Baukonjunktur. (7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 51,9 Mio. € (Vorjahr 27,1 Mio. €). (8) Beteiligungsergebnis
(9) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
Im Wesentlichen stammt das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von Vallourec & Mannesmann Tubes S.A., Boulogne-Billancourt, und Vallourec S.A., Boulogne-Billancourt. Die Ergebnisse Vallourec & Mannesmann Tubes S.A. und Vallourec S.A. basieren auf vorläufigen French-GAAP-Abschlüssen. Im Bereich der Rückstellungen wurden Anpassungen an IFRS vorgenommen. (10) Abschreibungen auf Finanzanlagen
Von den Abschreibungen auf Finanzanlagen entfallen im Geschäftsjahr 8,1 Mio. € auf Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert von Beteiligungen. Im Geschäftsjahr entfielen 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) auf Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert von Anteilen an verbundenen Unternehmen. (11) Zinsergebnis
In den Zinsaufwendungen wird mit 81,4 Mio. € (Vorjahr 85,7 Mio. €) der in den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen enthaltene Zinsanteil erfasst. (12) Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Abzug der sonstigen Steuern. Die periodenfremden Ertragsteuern betreffen vor allem Steuernachzahlungen für Vorjahre. Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen in- und ausländische Grundsteueraufwendungen sowie die deutsche Grunderwerbsteuer. Zukünftige Dividendenzahlungen führen zu keinen ertragsteuerlichen Konsequenzen. Für Geschäftsvorfälle, die direkt das Eigenkapital beeinflusst haben, wurden latente Steuern in Höhe von 51,4 Mio. € (Vorjahr 2,6 Mio. €) erfasst. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf die vorzeitige Anwendung des geänderten IAS 19 zurückzuführen. Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:
Im Vorjahr hätten sich aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 aktivische latente Steuern aus Pensionsrückstellungen in Höhe von 84.745 T€ ergeben. Insgesamt hätten sich aktivische latente Steuern in Höhe von 127.638 T€ ergeben. Zusammensetzung der Steuervorteile aus Verlustvorträgen:
Entwicklung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen:
Durch die ab 2004 in Deutschland eingeführte "Mindestbesteuerung" werden die steuerlichen Verlustvorträge bis zu einem Betrag von 1 Mio. € unbeschränkt, darüber hinaus nur noch zu 60% mit dem laufenden steuerlichen Ergebnis verrechnet. Durch die Nutzung von Verlustvorträgen entstanden im Geschäftsjahr latente Steueraufwendungen von 42,9 Mio. €, denen aus der Aktivierung und Wertberichtigung von Verlustvorträgen latente Steuererträge von 27,1 Mio. € gegenüberstanden. Für zukünftig realisierbare Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2004 insgesamt 20,2 Mio. € ausgewiesen. Für die bei mehreren Gesellschaften zum 31. Dezember 2004 bestehenden Verlustvorträge (mittlerer dreistelliger Mio.-€-Betrag) wurde auf die Aktivierung potenzieller Steuerersparnisse verzichtet, da die Möglichkeit der Nutzung dieser Verlustvorträge aus heutiger Sicht als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Ebenso wurde auf die Aktivierung latenter Steuern für temporäre Differenzen (zweistelliger Mio.-€-Betrag) verzichtet. Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand:
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 64,8 Mio. € weicht gegenüber dem erwarteten Ertragsteueraufwand von 121,5 Mio. € um insgesamt 56,7 Mio. € ab. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Effekten steuerfreier Erträge, der nicht steuerwirksamen Badwillauflösung und der Nutzung von bisher nicht aktivierten Verlustvorträgen, denen vor allem temporäre Differenzen ohne Bildung von latenten Steuern gegenüberstehen. (13) Anteil fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss
(14) Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der Salzgitter AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus den von der Salzgitter AG begebenen Options- und Wandelrechten erhöht wird. Options- und Wandelrechte wirken ergebnisverwässernd, wenn die Voraussetzungen für das Wandlungsrecht eingetreten sind. Der Verwässerungseffekt nicht ausgeübter Optionsrechte würde auf der Grundlage eines Bezugspreises von 12,10 € je Aktie erfolgen. Im Berichtsjahr lag der durchschnittliche Aktienkurs unterhalb des Bezugspreises von 12,10 €, sodass im Ausweis gemäß IAS 35 das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis von 3,99 € je Aktie entspricht.
Ergebnis der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitDer Gewinn vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2004 322,8 Mio. €. Das Ergebnis des Geschäftsjahres beinhaltet Ertrags- und Aufwandsposten, die nach den Vorschriften des IAS 8 gesondert erläutert werden müssen. So fielen im Zusammenhang mit der Durchführung des Impairment Tests 108 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen an. Durch die Umstellung der Bewertung der Erzeugnisse im Bereich Stahl auf die gleitende Durchschnittsmethode entstand ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von 35 Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 wurden aus weiteren Verkäufen von Anteilen an dem US-amerikanischen Stahlunternehmen Steel Dynamics 9,6 Mio. € Gewinn erzielt. |
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