Anhang zum Konzernabschluss der Salzgitter AGErläuterungen zur Konzernbilanz(15) Unterschiedsbeträge aus KapitalkonsolidierungDer Ausweis der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge erfolgt saldiert unter den immateriellen Vermögenswerten. Der Zugang des negativen Unterschiedsbetrags bezieht sich auf die Erwerbe der restlichen Anteile an Röhrenwerk Gebr. Fuchs GmbH, Siegen, Mannesmannröhren-Werke GmbH (Eintragung als GmbH erfolgte am 3. Januar 2005), Mülheim an der Ruhr, und Eupec PipeCoatings GmbH, Mülheim an der Ruhr. Die Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags, der bereits vor dem 31. März 2004 bestand, erfolgte in diesem Jahr noch planmäßig entsprechend der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer vorhandener nicht-monetärer abnutzbarer Vermögenswerte zwischen ursprünglich 5 und 7 Jahren. Der entstandene negative Unterschiedsbetrag aus den Erwerben der restlichen Anteile an Röhrenwerk Gebr. Fuchs, Mannesmannröhren-Werke und Eupec PipeCoatings wird nach den neuen Vorschriften des IFRS 3 sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Ab 2005 wird der aktive Unterschiedsbetrag nicht mehr planmäßig aufgelöst, sondern mindestens jährlich einem Impairment Test unterzogen. Der Restbuchwert des negativen Unterschiedsbetrags wird zum 1. Januar 2005 erfolgsneutral gegen das Eigenkapital gebucht. Die Entwicklung der Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierung stellt sich wie folgt dar:
(16) Sonstige immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Zum 31. Dezember 2004 beträgt der Buchwert der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte – diese betreffen ausschließlich EDV-Software – insgesamt 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €). Es erfolgte, wie bereits im Vorjahr, keine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 57,4 Mio. € (Vorjahr 57,5 Mio. €). Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden über maximal 5 Jahre abgeschrieben. Wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. (17) SachanlagenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der Sachanlagen zu Buchwerten:
Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden:
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
Der Betrag der außerplanmäßigen Abschreibung ist unter Ziffer (6) dargestellt. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen betragen zum Bilanzstichtag 35,8 Mio. € (Vorjahr 38,7 Mio. €). Historische Anschaffungskosten des vollständig abgeschriebenen, aber noch genutzten Sachanlagevermögens:
(18) FinanzanlagenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der Finanzanlagen:
Die Zunahme der Anteile an verbundenen Unternehmen (+2,2 Mio. €) steht vor allem mit der Entkonsolidierung der Universal Ocel spol. s.r.o., Prag/Tschechische Republik, im Zusammenhang. Die Veränderung bei den Beteiligungen (-16,1 Mio. €) betreffen im Wesentlichen mit -9,6 Mio. € den Verkauf von Anteilen an der Steel Dynamics Holding Inc., Butler/USA. Im Übrigen steht dieser Rückgang mit Abschreibungen auf Beteiligungen im Zusammenhang. Der Anstieg der Wertpapiere des Anlagevermögens betrifft das im Zusammenhang mit Entgeltumwandlungen bei einer Kapitalanlagegesellschaft gehaltene Fondsvermögen. Von den sonstigen Ausleihungen in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr 4,7 Mio. €) entfallen 0,4 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €) auf die Finanzierung von Optionsschuldverschreibungen, die von der Salzgitter AG an Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter des Konzerns im Rahmen des "Long-Term Incentive Plan" ausgegeben wurden. Diese mit 5,0% p.a. zu verzinsenden Kredite dienen ausschließlich der Finanzierung des Erwerbs von Optionsschuldverschreibungen der Salzgitter AG und sind spätestens im Jahr 2005 zur Rückzahlung fällig. Die übrigen Ausleihungen entfallen fast ausschließlich auf Wohnungsbaudarlehen an Mitarbeiter. (19) Assoziierte Unternehmen
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen "at equity" hat sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 83.714 T€ erhöht. Hauptursache hierfür sind die positiven Jahresergebnisse der assoziierten Unternehmen. Gegenläufig wirkten Ausschüttungen sowie die Entwicklung des US-Dollars, die zu erfolgsneutralen Eigenkapitalverlusten führten. (20) Vorräte
Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus ihrem Verkauf oder ihrer Verwendung voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungserlöse werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Dies führte im Berichtszeitraum zu einer Zuschreibung von 7,0 Mio. € (Vorjahr 8,6 Mio. €). Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Segment Stahl und Waren im Segment Handel wird grundsätzlich die Lifo-Methode angewandt. Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurde im Geschäftsjahr 2004 im Segment Stahl statt der Lifo-Methode erstmals die Durchschnittsmethode angewandt. Hieraus ergab sich ein um 35,0 Mio. € höherer Wertansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse. Der Wertansatz der nach der Lifo-Methode angesetzten Vorräte liegt um 51,3 Mio. € (Vorjahr 10,3 Mio. €) unter dem niedrigeren Wert aus Wiederbeschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr 214,1 Mio. € (Vorjahr 262,9 Mio. €). Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen 10,5 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €) wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. (21) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 5,5 Mio. € eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Angemessene Wertabschläge wurden für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte gestützte Kreditrisiko und für besondere Länderrisiken vorgenommen. (22) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten 4,6 Mio. € (Vorjahr 6,1 Mio. €) mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr. In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 9,8 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht. Für die ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen 173,2 Mio. € (Vorjahr 79,5 Mio. €) wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Davon entfallen 165,8 Mio. € (Vorjahr 73,9 Mio. €) auf die Forfaitierung von Forderungen und Asset-backed-securitisation-Programmen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (34) "Verbindlichkeiten". Die unter den sonstigen Forderungen ausgewiesenen Forderungen aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle:
Die Forderungen betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Anlagen der Kommunikationstechnik an fremde Dritte. Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. (23) Finanzmittel
(24) Aktive latente SteuernSofern die Realisierung von Steuervorteilen als wahrscheinlich gilt, besteht eine Aktivierungspflicht. Eine Verrechnung latenter Steuern ist nur möglich, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Im Geschäftsjahr 2004 werden latente Steueransprüche im Umfang von 163,6 Mio. € (Vorjahr 125,6 Mio. €) saldiert. Die Entwicklung der Verlustvorträge, sowohl aktivisch als auch passivisch ausgewiesen, ist unter Ziffer (12) erläutert. (25) RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor allem abgegrenzte Aufwendungen für Beiträge, Grundbesitzabgaben und Kraftfahrzeugsteuern. (26) EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals des Salzgitter-Konzerns ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. (27) Gezeichnetes KapitalIm Geschäftsjahr 2004 erhöhte sich das gezeichnete Kapital (Grundkapital) auf 160.899.464,67 € durch die Ausgabe von 538.400 Aktien aus dem bedingten Kapital zur Bedienung des Salzgitter- Aktienoptionsplans. Für die insgesamt 62.938.400 Stückaktien ergibt sich ein rechnerischer Nennwert von je 2,56 €. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 1998 wurde für die Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen ein bedingtes Kapital von bis zu 5,1 Mio. € geschaffen. Diese Optionsschuldverschreibungen bestehen aus einer mit 5% zu verzinsenden Anleihe der Salzgitter AG (Laufzeit 1998 bis 2005) sowie Optionsrechten, die bei Eintritt definierter Bedingungen zum Bezug von Aktien der Salzgitter AG berechtigen. Im Geschäftsjahr 2004 waren die Kriterien zu verschiedenen Tagen erfüllt, und entsprechend wurden Optionsrechte zum Bezug von 538.400 Aktien von dem Kreis der Berechtigten genutzt. Die Ausübung führte zu einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals um 1.376.397,74 € sowie der Kapitalrücklage um 5.139.469,21 € bei gleichzeitiger Rückführung der Anleihe um 1.455.647,93 € auf 715.808,69 €. Die am Bilanzstichtag mit 715.808,69 € gezeichnete Anleihe ist eingeteilt in 1.400 Teilschuldverschreibungen zu umgerechnet je 511,30 € mit je 200 Optionsscheinen. Der Bezug ist auf Führungskräfte des Salzgitter-Konzerns beschränkt. Das Optionsrecht kann bis 30. September 2005, nach Eintritt definierter Bedingungen, ausgeübt werden. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 wurde das Grundkapital um bis zu 15.952.306,69 € durch Ausgabe von bis zu 6.240.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Options- bzw. Wandlungsrechten nach Maßgabe der Options- und Wandelanleihebedingungen an die Inhaber der aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 26. Mai 2004 ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen. Damit gilt die Ermächtigung für den Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2009 einmalig oder mehrmals verzinsliche, auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 90.000.000 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und den Inhabern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen, Options- bzw. Wandlungsrechte auf neue Aktien der Salzgitter AG in einer Gesamtzahl von bis zu 6.240.000 Stück (entspricht 10% des Grundkapitals vor Kapitalerhöhung) zu gewähren. Daneben wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Mai 2009 um bis zu nominal 55.833.073,42 € (entspricht 35% des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 21.840.000 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien gegen Geld- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2004). (28) KapitalrücklageVon der Kapitalrücklage (292,7 Mio. €) entfallen 115,2 Mio. € auf ein anlässlich einer Kapitalerhöhung am 1. Oktober 1970 eingebrachtes Agio. Weitere Beträge von zusammen 111,2 Mio. € betreffen aus der Zeit vor der Fusion der Ilseder Hütte mit der Salzgitter Hüttenwerke AG vorhandene und in die ehemalige Preussag Stahl AG eingebrachte Rücklagen sowie eine sonstige Zuzahlung des damaligen Hauptaktionärs aus 1971/72. Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Ausübung von Optionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm führte zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 5,1 Mio. €. (29) GewinnrücklagenBei den Gewinnrücklagen handelt es sich im Sinne handelsrechtlicher Ausweisvorschriften um andere Gewinnrücklagen. Sie enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre und Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, denen insbesondere Verrechnungen aktiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Tochterunternehmen gegenüberstehen. Bei der Salzgitter AG bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen. In den Gewinnrücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von -144,4 Mio. € (Vorjahr -128,7 Mio. €) enthalten. Die Veränderungen beruhen auf dem schwächeren Kurs des US-Dollars und betreffen weitestgehend die Vallourec-Gruppe, die "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen wird. Die Salzgitter AG hält 1.129.497 (Vorjahr 1.134.317) eigene Aktien im rechnerischen Gesamtnennwert von 2.887.513,23 € = 1,79% des gezeichneten Kapitals (Vorjahr 2.899.835,36 € = 1,82%). Von den 1.129.497 Aktien, die auf den Erwerb gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG entfallen, sind 513.112 Aktien der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. März 1999, 462.924 Aktien der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. Juni 2002 sowie 153.461 Aktien der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2003 zuzuordnen. Von den zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen 517.917 eigenen Aktien, die aufgrund der Ermächtigung vom 16. März 1999 erworben wurden, hat die Gesellschaft 4.805 Aktien im rechnerischen Gesamtnennwert von 12.283,79 € zu einem Durchschnittskurs von 10,21 € an Dritte veräußert. Die Aktienveräußerung diente als Zahlungsmitteläquivalent für Marketingaktivitäten. Zur Prämierung von Verbesserungsvorschlägen wurden 15 Aktien im Gesamtnennwert von 38,35 € an Mitarbeiter und Konzernangehörige kostenlos abgegeben. Der Effekt, der sich aus veränderten versicherungsmathematischen Annahmen bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von 128,8 Mio. € ergibt, wurde im Berichtsjahr entsprechend der Neuregelung in IAS 19 erfolgsneutral dem Eigenkapital (Gewinnrücklagen) - abzüglich der hierauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 50,2 Mio. € - entnommen und in den Pensionsrückstellungen bzw. in der latenten Steuerrückstellung erfasst. Nach Abzug der latenten Steuern vermindert sich das Eigenkapital um 78,6 Mio. €. Aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 hätte sich der Eigenkapitalspiegel folgendermaßen entwickelt:
(30) BilanzgewinnFür Ausschüttungen an die Aktionäre der Salzgitter AG ist gemäß deutschem Handelsrecht das Ergebnis des deutschen handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Salzgitter AG maßgeblich. Im Salzgitter-Konzernjahresabschluss wird der Bilanzgewinn in gleicher Höhe wie im Abschluss der Salzgitter AG ausgewiesen. Die Überleitung vom Konzernjahresüberschuss zum Bilanzgewinn der Salzgitter AG ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2004 eine Dividende von 0,40 € je Aktie (= 25,2 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 160,9 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG zu entnehmen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 30. Dezember 2004 von 14,25 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 2,8% (Vorjahr 2,8%). Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind. (31) Anteile fremder Gesellschafter am KapitalDer Ausgleichsposten enthält die Anteile fremder Gesellschafter am Kapital, an den offenen Rücklagen sowie an den Gewinnen und Verlusten der einbezogenen Konzernunternehmen. Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital entfallen hauptsächlich auf die Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, die Salzgitter Automotive Engineering Beteiligungsgesellschaft mbH, Wolfsburg (einschließlich der Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG, Osnabrück, und Salzgitter Automotive Engineering Immobilien GmbH & Co. KG, Osnabrück). Daneben entfällt noch ein Anteil auf Hövelmann & Lueg GmbH, Schwerte, und auf die Salzgitter Beteiligungsgesellschaft mbH, Braunschweig. Die verbliebenen Anteile an der Mannesmannröhren-Werke GmbH und an der Eupec-Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2004 erworben, sodass kein Anteil Fremder in der Bilanz passiviert wurde. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde noch anteilsmäßig das Ergebnis unter der Position "Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss" ausgewiesen. (32) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Daneben besteht im Salzgitter-Konzern eine betriebliche Altersversorgung auf Basis leistungsorientierter Versorgungszusagen, die durch Rückstellungen gedeckt sind. Es bestehen unwesentliche fondsfinanzierte Pensionszusagen. Der sich aus veränderten versicherungsmathematischen Annahmen ergebende Unterschiedsbetrag von 128,8 Mio. € wurde im Berichtsjahr entsprechend den vorzeitig angewandten Neuregelungen in IAS 19 erfolgsneutral dem Eigenkapital (Gewinnrücklagen) nach Berücksichtigung latenter Steuern entnommen und in den Pensionsrückstellungen erfasst. Die Pensionsrückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Versorgungszusagen deutscher Gesellschaften. Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen:
Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Überbrückungszahlungen in Sterbefällen. Innerhalb der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen bestehen Rückstellungen in Höhe von 121 Mio. € (Vorjahr 122 Mio. €) mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich wie folgt entwickelt:
Überleitung vom Anwartschaftsbarwert zu bilanzierten Rückstellungen für Pensionszusagen:
33) Steuer- und sonstige Rückstellungen
In der Zeile "davon latente Steuern" ist in der Spalte "Auflösung" ein Betrag von 50.251 T € enthalten, der sich aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19 ergibt. Dieser Betrag wurde erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Die Steuerrückstellungen enthalten Vorsorgen für laufende und latente Ertragsteuern sowie für sonstige Steuern. Ertragsteuerrückstellungen werden – vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig – mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Veränderung der latenten Steuerrückstellung wird unter Ziffer (12) erläutert. Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere gebildet für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten im Wesentlichen Sozialplanverpflichtungen, Jubiläumszuwendungen sowie Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen. Der bei der Bewertung der im Personalbereich ausgewiesenen Rückstellungen zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß beträgt 5% p.a. Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 9,8 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Prozessrisiken, Umweltrisiken und Preisnachlässe/Reklamationen. Fristigkeiten der Steuer- und sonstigen Rückstellungen:
(34) Verbindlichkeiten
Zur Erläuterung der Anleihen verweisen wir auf Ziffer (27). Soweit die in den Anleihebedingungen festgelegten, erfolgsorientierten Voraussetzungen erfüllt werden, kann die Anleihe bis zum 23. September 2005 in Aktien der Salzgitter AG gewandelt werden. Da diese Voraussetzungen im Geschäftsjahr 2004 an einigen Tagen erfüllt waren, wurde das Wandlungsrecht in Höhe von 1.455 T€ ausgeübt. Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 229,3 Mio. € (Vorjahr 125,3 Mio. €) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. Die Zunahme steht mit dem Anstieg von Verpflichtungen aus Forfaitierungen und Asset-backed-securitisation-Programmen im Zusammenhang. Die übrigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 167,9 Mio. € betreffen mit 165,8 Mio. € (Vorjahr 73,9 Mio. €) Schulden, die im Rahmen von Forfaitierungs- und Asset-backed-securitisation-Programmen entstanden sind. Die Salzgitter Stahlhandel GmbH, Düsseldorf, und die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, verkaufen revolvierend aufgrund eines Asset-backed-securitisation-Vertrages kurzfristige Inlandsforderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Forderungsverkauf ist auf einen Betrag (Kaufpreis) von 80,0 Mio. € begrenzt. Der Kaufpreis ergibt sich aus dem Nominalwert der Forderungen abzüglich eines Delkredereabschlages bezogen auf die Ausfallrate der letzten zwölf Monate, eines Veritätsabschlages und eines Abschlages für Refinanzierungs-, Versicherungs- und Verwaltungskosten. Da die Salzgitter Stahlhandel GmbH, Düsseldorf, und die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, wirtschaftlich betrachtet die Risiken aus den Forderungen tragen, bilanzieren sie die verkauften Forderungen zutreffend wie eigene Forderungen und weisen die erhaltenen Mittel als Verbindlichkeiten aus Forderungsverkäufen aus. Mit Unterstützung der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, weitere konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen, dazu hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, per 31. Dezember 2004 Forderungen von umgerechnet 40,9 Mio. € (Vorjahr 32,9 Mio. €) verkauft. Nach den Rahmenverträgen verkauft die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, revolvierend bestimmte gegen Ausfall versicherte Exportforderungen bis zu Höchstbeträgen von 65,0 Mio. €. Darüber hinaus hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, – bei Höchstbeträgen von 16,0 Mio. USD beziehungsweise 4,0 Mio. USD – durch Bankgarantien gesicherte Exportforderungen von umgerechnet 9,3 Mio. € verkauft. Weiterhin hat die Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston, per 31. Dezember 2004 Forderungen sowie Vorräte von umgerechnet 35,4 Mio. € beziehungsweise 2,1 Mio. € verkauft und die erhaltenen Mittel als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen:
Die Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von Bauten, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. (35) RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen zeitanteilig vereinnahmte Erstattungen. HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der Inanspruchnahme am Bilanzstichtag ausgewiesen werden. Die gesamte Höhe beträgt 80,5 Mio. € (Vorjahr 93,5 Mio. €). Innerhalb der Haftungsverhältnisse bestehen Bürgschaften von 64,7 Mio. € (Vorjahr 74,0 Mio. €) und Wechselobligo mit insgesamt 2,5 Mio. € (Vorjahr 14,4 Mio. €). Die Salzgitter AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Daneben sind für finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 74,7 Mio. € (Vorjahr 72,9 Mio. €), Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen in Höhe von 162,0 Mio. € (Vorjahr 169,1 Mio. €) und übrige Verpflichtungen in Höhe von 46,5 Mio. € (Vorjahr 65,1 Mio. €). Die übrigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen die Verpflichtungen aus zukünftigen An- und Verkäufen bei Devisentermingeschäften und Verpflichtungen zum Bezug von Vormaterial. Bis auf einen Betrag von 149,4 Mio. € (Vorjahr 55,6 Mio. €) haben die sonstigen finanziellen Verpflichtungen eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr. Erstmalig werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Unternehmensbereich Stahl auch langfristige Abnahmeverpflichtungen für die Sicherstellung des Vormaterialbezugs für Rohstoffe und Seefrachten angegeben, die aufgrund der derzeitigen Marktsituation für die Beurteilung der Finanzlage relevant sind. Diese betragen im Geschäftsjahr 2004 569,4 Mio. € (davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr 212,0 Mio. €). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Pachtverträgen stellen sich wie folgt dar:
FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind zweiseitige Verträge zwischen Unternehmen, bei deren Durchführung einem Unternehmen ein finanzieller Vermögenswert und dem anderen Unternehmen eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument zugeführt wird. Gemäß IAS 32 und IAS 39 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente. Der Standard IAS 39 ist auch auf die bilanzielle Erfassung von Beteiligungen gerichtet, die nicht bereits nach konkurrierenden Standards (unter anderem IAS 27, IAS 28, IAS 31) erfasst werden. Zum Bilanzstichtag bestanden im Salzgitter-Konzern die folgenden Gruppen von Finanzinstrumenten:
Die Ersterfassung der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 erfolgt zu Anschaffungskosten, die den beizulegenden Zeitwerten bei Zugang entsprechen. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurden öffentliche Börsennotierungen, Berechnungen von Kreditinstituten und eigene Berechnungen herangezogen. Die eigenen Berechnungen beziehen sich auf die taggenaue Bewertung der Devisentermingeschäfte. Basierend auf den EZB-Referenzkursen der jeweiligen Währungspaare und den Zinsdifferenzen der jeweiligen Laufzeiten der Devisenterminkontrakte wurden die Outrightkurse ermittelt. Dabei wurden ausgehend von standardisierten Laufzeiten die Zinsdifferenzen der tatsächlichen Laufzeiten durch Interpolation ermittelt. Die Informationen zu den standardisierten Laufzeiten wurden einem handelsüblichen Marktinformationssystem entnommen. Die ermittelte Differenz des vertraglich vereinbarten Fremdwährungsbetrages zum Kontraktterminkurs und zum Stichtagsterminkurs wird auf den Bilanzstichtag mit dem Euro-Zinssatz entsprechend der Restlaufzeit abgezinst. Die Berechnungen erfolgten mit einer standardisierten Treasurysoftware. Fortgeführte Anschaffungskosten entsprechen dem Wertansatz der Erstbilanzierung abzüglich Tilgungen und außerplanmäßigen Abschreibungen unter Berücksichtigung von Differenzen zwischen Nominalbetrag und Rückzahlungsbetrag. Grundlage für den Wertansatz der finanziellen Vermögenswerte in der Folgebewertung ist die Zuordnung aller Positionen zu folgenden Kategorien: Die "Vom Unternehmen ausgereichten Kredite und Forderungen" werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" und "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Folgebewertung finanzieller Schulden mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen Schulden und der derivativen Schuldposten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum Bilanzstichtag ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr die folgende Einteilung der Finanzinstrumente:
Die unter "Zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte" in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €) betreffen die Hedge-ineffektiven Sicherungsgeschäfte. Im Berichtsjahr wurden im Salzgitter-Konzern für die Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" Wertminderungen in Höhe von 28,6 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €) und Wertaufholungen in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr 3,0 Mio. €) erfasst. Die Vertragslaufzeiten der Finanzinstrumente betrugen im Berichtsjahr:
Die Wertänderungen der zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zum Ende des Berichtsjahres ergibt sich insgesamt ein Wert von -4,4 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €) innerhalb des Eigenkapitals aus erfolgsneutralen Wertänderungen der Sicherungsgeschäfte. Aus der erfolgsneutralen Bewertung von Beteiligungen und Wertpapieren wurden im Berichtsjahr 7,3 Mio. € als Abgänge und 3,3 Mio. € als Zugänge/Zuschreibungen im Eigenkapital verbucht (Vorjahr Abgänge von 9,1 Mio. € und Zuschreibungen von 6,1 Mio. €). Dabei handelt es sich ganz wesentlich um die Beteiligung SDI; hier liegt der beizulegende Zeitwert der Beteiligung um 5,1 Mio. € (Vorjahr 10,0 Mio. €) über den historischen Anschaffungskosten. Im Berichtsjahr wurden Gewinne in Höhe von 10,1 Mio. € (Vorjahr Gewinne: 16,9 Mio. €, Verluste: 3,2 Mio. €) aus dem Verkauf von "Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten" erzielt. Für die zum Bilanzstichtag erfassten Vermögenswerte dieser Kategorie wurden im Berichtsjahr ergebniswirksame Wertberichtigungen von 8,2 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) erfasst. Die Verzinsung der Termingeldanlagen in Euro erfolgte mit Zinssätzen von 1,76 bis 2,70% p.a. bei einer maximalen Laufzeit von 5 Tagen. Die Verzinsung der Termingeldanlagen in anderen Währungen als Euro erfolgte mit Zinssätzen von 0,89 bis 3,97% p.a. bei einer Laufzeit von bis zu einem Monat. Termingeldaufnahmen erfolgten zu einer Verzinsung von 0,93 bis 2,65% p.a. mit einer maximalen Laufzeit von 2 Monaten. Die Verzinsung kurzfristiger Kapitalmarktpapiere erfolgte mit Zinssätzen von 2,09 bis 2,63% p.a. bei einer Anlagedauer von bis zu 2 Monaten. Die Verzinsung von ausgereichten Darlehen erfolgte mit Zinssätzen von 2,3 bis 6,0% p.a. bei einer maximalen Restlaufzeit von 10 Monaten bis zu 15 Jahren. Die Verzinsung von empfangenen Darlehen erfolgte mit Zinssätzen von 2,6 bis 5,5% p.a. bei einer maximalen Restlaufzeit von bis zu 42 Monaten. Der Salzgitter-Konzern ist wesentlichen Zinsrisiken nicht ausgesetzt. Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko ergibt sich aus der Gefahr, dass Vertragspartner bei einem Geschäft über ein Finanzinstrument ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und dadurch Vermögensverluste verursacht werden. Zur Abdeckung wesentlicher Teile des Risikos von Forderungsausfällen und zur Nutzung eines besonderen Auskunftsdienstes bestehen Kreditversicherungen bei den einzelnen Konzerngesellschaften. Die Kreditversicherung erstreckt sich bei den Unternehmen des Unternehmensbereichs Stahl nicht auf die Umsatztätigkeit mit Direkthändlern und Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie, für die Globalsicherheiten über die Delkrederestelle Stahl bestellt sind. Das Ausfallrisiko der Finanzinstrumente am Bilanzstichtag stellt sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen dar:
Währungsrisiken, d.h. potenzielle Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Wechselkurses, bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der Hauswährung der Gesellschaft bestehen beziehungsweise bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Instrumente sichern ausschließlich Währungsrisiken aus bestehenden und schwebenden Grundgeschäften ab. Die Absicherung erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr ganz wesentlich durch Devisentermingeschäfte. Die derivativen Finanzgeschäfte sind laufenden Risikokontrollen unterworfen und werden unter strikter Funktionstrennung in Handel, Abwicklung, Dokumentation und Kontrolle durchgeführt. Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte beziehen sich auf einen Zeitraum von ein bis 11 Monaten. Am Bilanzstichtag waren Devisenoptionen mit Vertragslaufzeiten von bis zu 35 Monaten bilanziert. Zinsoptionsgeschäfte wurden mit einer Vertragslaufzeit von 13 Monaten zur Zinssatzabsicherung eines endfälligen fünfjährigen Finanzbedarfs abgeschlossen. Für Fremdwährungsforderungen bestehen Kurssicherungen über verschiedene Banken durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Die betreffenden Ansprüche sind zum jeweils vereinbarten Kurs angesetzt. Das Nominalvolumen der derivativen Sicherungsgeschäfte ist die unsaldierte Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge, bewertet zum jeweiligen Erfüllungskurs. Die Marktwerte wurden grundsätzlich auf Basis der Verhältnisse am Bilanzstichtag ermittelt, und zwar zu den Werten, zu denen die betreffenden derivativen Finanzgeschäfte gehandelt beziehungsweise notiert wurden, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der zu bilanzierende Zeitwert der Derivate ergibt sich aus der Bewertung des gesicherten Fremdwährungsbetrages mit der Kursdifferenz zwischen dem Kurs bei Abschluss des Termingeschäftes und dem Terminkurs am Bilanzstichtag; dieser Betrag wird mit dem Euro-Zinssatz entsprechend der Restlaufzeit auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Die Geschäfte werden ausschließlich mit Banken einwandfreier Bonität abgeschlossen. Die Ergebnisse aus der Abrechnung der Devisenkontrakte werden mit ihrer Fälligkeit unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen ausgewiesen. |
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