Unternehmensporträt und Struktur des KonzernsDer Salzgitter-Konzern umfasst eine Gruppe von mehr als 80 nationalen und internationalen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften unter dem Dach der Salzgitter AG als Holding. Die Salzgitter-Gruppe zählt mit über 7 Mrd. € Außenumsatz, mehr als 7 Mio. t jährlicher Rohstahlproduktion und über 17.000 Mitarbeitern zu den führenden Stahltechnologie-Konzernen Europas. Der Bereich Röhren nimmt in Teilsegmenten eine weltweit führende Position ein, und in den Sektoren Flach- und Profilstahl rangiert das Unternehmen unter den Top 5 in Europa. Die Salzgitter AG ist Mitglied des MDAX und gehört auf Basis ihrer Index-Platzierung zu den Top 50 der deutschen Aktiengesellschaften. Als Management-Holding steuert die Salzgitter AG die vier Unternehmensbereiche Stahl, Röhren, Handel und Dienstleistungen. Diesen Bereichen sind operativ selbstständige Gesellschaften zugeordnet, die dezentral mit hoher Entscheidungsfreiheit handeln und eigenverantwortlich markt-, standort- und produktbezogene Geschäftsaktivitäten realisieren. Im Zuge der Weiterentwicklung der Unternehmensstruktur wurde der Bereich „Verarbeitung” zum 1. April dieses Geschäftsjahres − mit wirtschaftlicher Wirkung für das gesamte Geschäftsjahr − aufgelöst und die bisher hier geführten Gesellschaften wurden den Unternehmensbereichen Stahl (HSP Hoesch Spundwand GmbH [HSP], Salzgitter Bauelemente GmbH [SZBE], Salzgitter Europlatinen GmbH [SZEP]) und Dienstleistungen (Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG [SZAE], Salzgitter Magnesium-Technologie GmbH [SZMT], Oswald Hydroforming GmbH & Co. KG [OHC]) zugeordnet. Im Rahmen dieser Umstrukturierung ist die bislang zum Unternehmensbereich Stahl gehörende Salzgitter Großrohre GmbH (SZGR) in den Bereich Röhren integriert worden. Dementsprechend wird im Geschäftsjahr 2005 über die Segmente nach der neuen Struktur − mit vier Unternehmensbereichen − berichtet. Dazu sind auch die Vergleichszahlen des Vorjahres angepasst worden und reflektieren gleichermaßen die veränderte Konzernstruktur. Darüber hinaus hat eine außerordentliche Hauptversammlung auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat am 17. November 2005 beschlossen, die gesellschaftsrechtliche Struktur des Konzerns aus internen finanztechnischen Gründen neu zu ordnen. Infolge der Bündelung aller wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe unter der Zwischenholding Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) wird es möglich, bestehende steuerliche Verlustvorträge zu nutzen und ein uneingeschränktes zentrales Finanzmanagement für den Konzern umzusetzen. Die Steuerung dieser Gesellschaft sowie der gesamten Beteiligungen wird von der Salzgitter AG als Holding wahrgenommen. Hierbei ist die Geschäftsführung der SMG mit dem Vorstand der Salzgitter AG personenidentisch. Die Führung des Konzerns wird unverändert von den verantwortlichen Gremien der Salzgitter AG (Vorstand, Aufsichtsrat) wahrgenommen. Die Zustimmung der Hauptversammlung am 17. November 2005 zu dem entsprechenden Ausgliederungs- und Übernahmevertrag zwischen der Salzgitter AG und der Salzgitter Mannesmann GmbH hat ein Aktionär gerichtlich angefochten; das Verfahren ist noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Bis dahin ist die neue gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur nicht wirksam. Im Unternehmensbereich Stahl sind nunmehr sowohl die unter der Zwischenholding Salzgitter Stahl GmbH (SZS) geführten operativen Stahlgesellschaften Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG), Peiner Träger GmbH (PTG) und Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) als auch zusätzlich Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE), Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) und HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) zusammengefasst. Mit ihren hochwertigen Marken- und Spezialstählen stehen diese Gesellschaften in besonderem Maße für den Erfolg des Werkstoffs Stahl. Entsprechend unserem Anspruch „Stahl und Technologie” entwickeln und produzieren sie eine breite Palette von Stahlprodukten (Flach- und Profilerzeugnisse, Grobbleche, Spundwände, Bauelemente, Platinen sowie Tailored Blanks) für immer neue Einsatzgebiete. Als Resultat intensiver Forschung und Entwicklung sowie einer starken Kundenorientierung wird das Potenzial von Stahl auch in Zukunft mit kreativen, neuartigen Produktentwicklungen erschlossen. Die Unternehmen, die unter der Führung der Mannesmannröhren-Werke GmbH zusammengefasst sind, bieten − im Geschäftsjahr 2005 ergänzt um die nunmehr hier zugeordnete Salzgitter Großrohre GmbH (SZGR) − als Unternehmensbereich Röhren ihren Kunden ein nahezu lückenloses Sortiment an Stahlrohren. Das Programm enthält insbesondere Großrohre (Europipe GmbH [EP], Salzgitter Großrohre GmbH [SZGR]), HFI-geschweißte Leitungsrohre (Mannesmann Line Pipe GmbH [MLP], Röhrenwerk Gebr. Fuchs GmbH [RGF]), kaltgefertigte Rohre (MHP Mannesmann Präzisrohr GmbH [MHP], Mannesmann Robur B.V. [ROB]) sowie nahtlose Edelstahlrohre (DMV Stainless B.V. [DMV]) und wird mit nahtlosen Rohren (Vallourec S.A. [VLR]) abgerundet. Mit ihren hochwertigen Produkten von international anerkannter Qualität besetzen diese Unternehmen überwiegend Spitzenpositionen auf dem Markt und sind in einigen Segmenten Weltmarktführer. Der Unternehmensbereich Handel sorgt sowohl über ein dichtes europäisches Vertriebsnetz als auch mit weltweit angesiedelten Handelsgesellschaften und Vertriebsbüros für die flächendeckend erfolgreiche Präsenz des Salzgitter-Konzerns sowie die bestmögliche Vermarktung seiner Produkte und Leistungen. Auf diese Weise werden nicht nur Großverbraucher, sondern auch kleinere und mittelgroße Endkunden erreicht. Diesem Bereich sind sowohl die unter der Führungsgesellschaft Salzgitter Mannesmann Handel GmbH (SMHD) agierenden Gesellschaften der Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe als auch der Grobblechspezialist Universal Eisen und Stahl GmbH (UES) und die beiden Stahl-Service-Center Hövelmann & Lueg GmbH (HLG) und Ets. Robert et Cie S.A.S. (RSA) zugeordnet. Die SMHD-Gruppe operiert im Lager haltenden Stahlhandel Deutschland mit 14, im Stahlhandel Europa ebenfalls mit 14 und im internationalen Trading mit 9 Gesellschaften. Die Angebote des Unternehmensbereiches Dienstleistungen sind vor allem auf den Bedarf innerhalb des Konzerns fokussiert. Darüber hinaus werden die Leistungen der in diesem Bereich agierenden Gesellschaften auch Drittkunden angeboten, um einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag für den Konzern zu erwirtschaften. Dazu werden die Leistungen und das Know-how der Gesellschaften stets an den Anforderungen des Marktes gemessen und weiterentwickelt. Auf dieser Basis konzipieren und realisieren sie attraktive Serviceangebote in einem breiten Spektrum von der Rohstoffversorgung und Materialentwicklung über Logistik und Anlagetechnik bis hin zu kompletten Informationstechniklösungen. Hinzu kommen Dienstleistungen und Produkte für die Automobilentwicklung und -produktion. Die Konzernstruktur hat sich sowohl im Managementprozess als auch im Marktwettbewerb bewährt. Neben einer verbesserten operativen, marktnahen Handlungsfähigkeit der einzelnen Bereiche fördert sie infolge dezentraler Kompetenzen und Verantwortlichkeiten die Entwicklung der jeweiligen Unternehmen. Außerdem ist die Führungsstruktur flexibel hinsichtlich Veränderungs- und Anpassungserfordernissen und kompatibel zu der Wachstumsstrategie des Unternehmens, da neue Wertschöpfungsstufen oder Unternehmensbereiche relativ problemlos in diese Struktur integriert werden können. UnternehmensbereicheDie neue gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur ist zur Zeit noch nicht wirksam (siehe oben).
Wenn nicht anders angegeben, Beteiligungsanteil = 100% Stand: 31.12.2005
1) restliche Anteile von Salzgitter AG gehalten 2) restliche Anteile von Salzgitter AG/Externen gehalten Grafik Download (.pdf, 24 kb) |
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