Geschäftsbericht 2005

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Wir haben im vorigen Geschäftsbericht für das Jahr 2005 einen − gegenüber dem Vorjahr (Ist 2004: 323 Mio. €) verminderten − dreistelligen Millionengewinn vor Steuern für den Konzern prognostiziert, dabei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die aus Chancen und Risiken der seinerzeit noch nicht absehbaren Kosten-, Erlös-, Beschäftigungs- und Währungsentwicklungen resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses ebenfalls im dreistelligen Millionenbereich liegt.

Die für uns insgesamt ausgesprochen positive Entwicklung hat nunmehr dazu geführt, dass wir mit 941 Mio. € Konzernergebnis vor Steuern einen dreistelligen Millionenbetrag im oberen Bereich erwirtschafteten. Die im Verlauf des Jahres erkennbare Entwicklung haben wir mit angepassten Vorschauwerten in den jeweiligen Quartalsberichterstattungen kommuniziert.

Vom Ausgangspunkt her betrachtet fällt die positive Abweichung zum Planergebnis erheblich aus. Ursächlich dafür sind primär signifikante Planüberschreitungen in den Unternehmensbereichen Stahl, Röhren und Handel. Hier zeigte sich auch in 2005 anstelle einer zeitversetzten Zyklizität − mit den aus der Vergangenheit bekannten großen Ausschlägen − eine insgesamt gute Marktsituation sowohl im Flachstahl- und Grobblech- als auch im Röhrensegment.

Der Stahlbereich hat − insbesondere aufgrund der exzellenten Entwicklung im ersten Halbjahr − ein weit über dem Plan auskommendes Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet. Insgesamt konnten die gegenüber der Planung eingetretenen Rohstoff- und Energiepreissteigerungen durch Erlösanhebungen mehr als kompensiert werden.

Dies gilt auch für den Unternehmensbereich Röhren. Verstärkt von nennenswerten Mengensteigerungen war es möglich, die Planvorgabe in hohem Maße zu übertreffen.

Der Vorsteuergewinn des Unternehmensbereiches Handel wird trotz eines Mengenrückganges − überwiegend im Inlandsmarkt − von höheren als geplanten spezifischen Roherträgen geprägt und übersteigt das geplante Resultat ebenfalls klar.

Der Bereich Dienstleistungen hat wegen der ungünstigen Geschäftsentwicklung der neu zugeordneten SZAE mit einem ansonsten durchaus zufrieden stellenden Ergebnis den Planwert nicht ganz eingestellt.

Einen beachtlichen Einfluss auf das Konzernergebnis hatten dabei auch einmalige Erträge, wie beispielsweise aus dem Verkauf von Vallourec-Aktien und veränderten Wertansätzen bei der Vorratsbewertung, die nicht oder − wie im letztgenannten Fall − nicht in vollem Umfang in der Planung enthalten waren.


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