MitarbeiterDie Personalstatistik ist zum 1. Januar 2005 umgestellt worden. Seitdem werden Mitarbeiter während der passiven Altersteilzeit-Phase nur noch in der Zahl „Gesamtbelegschaft”, aber nicht mehr als Mitglied der „Stammbelegschaft” erfasst. Damit soll ein präziserer Überblick über die tatsächlich tätigen Mitarbeiter geschaffen werden. Aus Gründen der Vergleichbarkeit sind die Angaben per 31. Dezember 2004 ebenfalls um die passiven Altersteilzeitfälle bereinigt worden. Im Geschäftsjahr 2005 verringerte sich die Stammbelegschaft von 17.261 um 225 (−1,3%) auf 17.036 Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2005 setzte sie sich aus 66,1% Lohnempfängern, 26,5% Tarifangestellten und 7,4% AT-Angestellten zusammen. Aufgeteilt nach Unternehmensbereichen ergaben sich folgende Veränderungen: Unternehmensbereich Stahl − 85, Röhren −32, Handel +22 und Dienstleistungen −126 Mitarbeiter. In der Holding verringerte sich die Personalzahl um 4. Zu berücksichtigen ist dabei die Neuordnung der Unternehmensbereiche, die zu Verschiebungen der Mitarbeiterzahlen zwischen den Unternehmensbereichen geführt hat; die Angaben für das Vorjahr reflektieren ebenfalls die neue Struktur. Der Belegschaftsrückgang im Stahlbereich ist hauptsächlich durch Aufhebungsverträge sowie Abkehr in die aktive Altersteilzeit bei der SZST bedingt. Der Abgangssaldo des Unternehmensbereiches Dienstleistungen resultiert überwiegend daraus, dass dem Austritt von 51 Mitarbeitern per Sozialplan und 240 Mitarbeitern in die passive Altersteilzeit eine Übernahme von 165 Ausgebildeten gegenüberstand. Die Stammbelegschaft entwickelte sich in den Unternehmensbereichen wie folgt:
1) gemäß neuer Ausweismethodik (siehe oben) angepasst
Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse zum 31. Dezember 2005 betrug 1.022 (Vorjahr 983). Insgesamt wurden 18 Auszubildende im Anschluss an die Ausbildung konzernweit in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen, 215 erhielten gemäß den tariflichen Bestimmungen 12-monatige Zeitverträge. Im Vergleich zu den Vorjahren, bei denen bis zu 1,1% der Stammbelegschaft auf eigenen Wunsch aus dem Konzern ausschieden, lag diese Rate im Jahr 2005 bei nur noch 0,5%. Hier spiegelt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt insgesamt wider. Das klassische Instrument der Personalanpassung mittels Verzicht auf Fluktuationsersatz ist damit weitgehend entfallen. Daher hat der Vorstand beschlossen, verstärkt Mittel für Altersteilzeitverträge bereitzustellen, um die notwendigen Personalanpassungen sicherzustellen. So war es möglich, insgesamt 343 Altersteilzeitverträge abzuschließen. Veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen erschweren es, dieses Instrument der sozialverträglichen Personalanpassung auch in Zukunft zu nutzen. Mit den zusätzlich bereitgestellten Mitteln ist jedoch das Erreichen der mittelfristigen Personalziele gesichert. Die Salzgitter AG hat das Projekt „Personal 2025” im April 2005 gestartet, um rechtzeitig auf die mit der demografischen Entwicklung verbundenen betrieblichen Konsequenzen reagieren zu können und damit langfristig die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns zu sichern. Das Projekt ist als ein kollektiver Lern- und Entwicklungsprozess angelegt. Mitarbeiter aus allen Konzernbereichen entwickeln in verschiedenen Handlungsfeldern „Werkzeuge” zur Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben im Rahmen des demografischen Wandels. Dabei wurden sechs Handlungsfelder (Unternehmenskultur und Führung, Personalmarketing und -recruiting, Personalentwicklung und -qualifizierung, Arbeitsorganisation, -zeit und -entgelt, Gesundheit, Fitness und Ergonomie sowie Integrationsmanagement) definiert und entsprechend Projektgruppen dazu gebildet. Der Zeitrahmen für das Projekt „Personal 2025” wurde auf drei Jahre festgelegt, wobei die Gestaltung des demografischen Wandels nicht mit dem Projektende abgeschlossen sein kann, sondern nach Implementierung der verschiedenen, gemeinsam entwickelten Maßnahmen einen fortlaufenden Prozess darstellen wird. Umgestaltungsprozesse der angesichts der demografischen Entwicklung notwendigen Dimensionen erfordern einen Dialog aller beteiligten Kräfte und sind mit zentralen Anordnungen nicht erfolgreich zu steuern. Diesem Gedanken folgt das Projekt und trägt damit der heterogenen Struktur des Konzerns Rechnung. Mit verschiedenen Bonusmodellen haben die Betriebskrankenkassen im Salzgitter-Konzern Programme gestartet, die Mitarbeitern und Unternehmen Vorteile bringen. Die 20 Trägerunternehmen der BKK Salzgitter mit ca. 8.800 Versicherten haben sich im Rahmen des Modells „BKK BonusPlus” verpflichtet, die betriebliche Gesundheitsförderung weiter zu verankern, die Gesundheitslage regelmäßig zu bewerten und gesundheitsfördernde Aktivitäten durchzuführen. Dazu zählen beispielsweise Kampagnen zur Raucherentwöhnung, Kurse zur Rückenschule, Suchthilfen und die Einrichtung von Lauftreffs. Die hier gewonnenen Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung werden auch in das Projekt „Personal 2025” einfließen. Im Mai wurde in der Holding eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat zur variablen Vergütung von AT-Angestellten abgeschlossen. Dabei erhalten nun, neben den leitenden Angestellten und den Geschäftsführern, auch die AT-Angestellten eine Vergütung, die leistungs- und erfolgsabhängige Entlohnungsbestandteile enthält. Diese Vereinbarung hat Pilotcharakter für den gesamten Konzern und wird auch in zahlreichen weiteren Gesellschaften des Konzerns umgesetzt. Die im Jahr 2004 in nahezu allen Konzerngesellschaften abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen zur Erfolgsbeteiligung für tariflich Beschäftigte kamen im Jahr 2005 erstmals zur Anwendung. In Verbindung mit den guten Geschäftsergebnissen haben 14.200 Mitarbeiter des Konzerns eine Erfolgsbeteiligung erhalten. Die Spannweite lag je nach Gesellschaftsergebnis zwischen 100 € und 300 € plus 16 Gratisaktien für Mitarbeiter von Konzerngesellschaften. 3.000 Konzernmitarbeiter wurden nicht einbezogen, weil die sie beschäftigenden Gesellschaften keine ausreichenden Ergebnisse erzielt haben. Dem Ziel, im Salzgitter-Konzern eine durchgängige Systematik für erfolgs- und zielvorgabenabhängige Entlohnungsbestandteile, die von den Vorständen, Geschäftsführern, über leitende und AT-Angestellte bis zu den Tarifangestellten und Lohnempfängern Wirkung entfaltet, zu etablieren, sind wir somit wesentlich näher gekommen. Im Konzern fallen Verwaltungs- und Abrechnungsaufgaben für insgesamt etwa 36.000 Werksrentner von 13 Konzernunternehmen an. Davon wurden bisher rund 22.000 Mannesmann-Werksrentner zentral von der Salzgitter Mannesmann Altersversorgung Service GmbH (SZMA) verwaltet. Zur Verbesserung der Effizienz und Senkung der Kosten wird eine Konzentration aller Rentenzahlungen bei der SZMA angestrebt. Daher wurden mit Wirkung vom 1. Juli 2005 die Verwaltungs- und Abrechnungsaufgaben für 10.000 Rentner von der Salzgitter AG auf die SZMA übertragen. Die Abrechnung der verbliebenen 4.000 Werksrentner wird innerhalb des Jahres 2006 ebenfalls der SZMA übergeben. Mit Wirkung vom 1. September 2005 wurden in der Eisen- und Stahlindustrie die tariflichen Löhne und Gehälter der Beschäftigten um 3,5% erhöht. Für den Zeitraum vom 1. April 2005 bis zum 31. August 2005 wurde eine Pauschale von 500 € gewährt. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages beträgt 17 Monate und endet am 31. August 2006. Die Beschäftigten der SZST erhalten vom 1. Dezember 2005 an ebenfalls um 3,5% erhöhte Tarifentgelte. Für den Zeitraum 1. Juli 2005 bis zum 30. November 2005 wurde eine Pauschale von 500 € gewährt, Altersteilzeit-Beschäftigte erhielten 425 € als Pauschalzahlung. Dieser Entgelttarifvertrag ist erstmals zum 30. November 2006 kündbar. Ende August wurde für die Handelsgruppe (SMHD) des Konzerns eine Erhöhung der Entgelte um 2,2% mit einer Laufzeit vom 1. August 2005 bis zum 31. Juli 2007 vereinbart. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 230 € zur Hälfte der Laufzeit im August 2006. Im Januar und September fanden Führungskräftetagungen statt. Teilgenommen haben jeweils 125 Geschäftsführer und leitende Angestellte der Salzgitter-Gruppe. Im Mittelpunkt standen aktuelle Informationen zur Lage des Konzerns sowie Berichte zu Projekten aus den Gesellschaften. Das Konzernforum 2005, das am 17. und 18. Mai durchgeführt wurde, stand unter dem Motto „Unser Kurs bewegt”. Es haben 486 Führungskräfte aus allen Gesellschaften teilgenommen. Neben den Vorträgen von Herrn Leese, Herrn Dr. Fuhrmann und Herrn Schneider zur Situation im Konzern konnten sich die Teilnehmer in den Foren Stahl, Handel und Röhren über aktuelle Themen aus den Gesellschaften informieren. Der Vortrag von Herrn Prof. Ameling, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, zu dem Thema „Harte oder sanfte Landung? China wird weiter fliegen!” hat den Bezug zur aktuellen wirtschaftlichen Situation der Stahlbranche weltweit hergestellt und damit das Konzernforum thematisch abgerundet. |
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