FinanzlageIm Salzgitter-Konzern wird das Cash- und Devisenmanagement für die Konzerngesellschaften ganz überwiegend zentral durchgeführt. Nicht einbezogen werden Joint-Venture-Gesellschaften. Mit Wirkung vom 1. Dezember 2005 hat die SMG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der SZAG, diese Aufgabe übernommen. Die Abwicklung erfolgt insbesondere im Zuge der Bereitstellung von Konzernkreditlinien im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs oder in Einzelfällen über Garantiezusagen für Kredite. Zur Deckung des Finanzbedarfs ausländischer Konzernunternehmen nutzt die Gesellschaft selektiv lokale Kredit- und Kapitalmärkte. Es werden auch die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung herangezogen. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen werden über konzerninterne Finanzkonten abgewickelt. Das zentrale Finanzmanagement ermöglicht die kostengünstige Beschaffung von Fremdkapital, positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis durch die Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens sowie eine Optimierung der Geldanlagen. Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs im Konzern erfolgt neben der Finanzplanung mit einem mehrjährigen Planungshorizont eine monatlich rollierende 4-Monats-Planung. In Verbindung mit den vorhandenen Geldanlagen sowie ausreichenden Kreditlinien bei Banken ist der Liquiditätsbedarf sichergestellt. Unsere internationalen Geschäftsaktivitäten führen auch zu Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Um das dabei entstehende Währungsrisiko abzusichern, besteht für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns im Rahmen der Konzernrichtlinien die Verpflichtung zur Sicherung von Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt der Entstehung. Die Einhaltung dieser Konzernvorgaben überwacht die Konzernrevision mit regelmäßigen Prüfungen. Währungsgeschäfte in US-Dollar − die einen maßgeblichen Anteil unserer Fremdwährungsgeschäfte bilden − werden zunächst konzernintern durch Aufrechnung von Verkaufs- und Einkaufspositionen (Netting), die sich darüber hinaus ergebenden Spitzenbeträge mit Devisentermin- und Optionsgeschäften gesichert. Wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung sind unverändert die Pensionsrückstellungen. Sie betrugen nach Erfassung weiterer versicherungsmathematischer Verluste (117 Mio. €), insbesondere wegen der Anpassung des Rechnungszinssatzes von 5% auf 4,25%, 1.725 Mio. €. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung (ausführliche Darstellung im Konzernabschluss/Anhang enthalten) zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand entspricht dem Bilanzposten „Finanzmittel”. Aus laufender Geschäftstätigkeit erzielte der Konzern mit 468 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Ergebnisses, einen nochmals deutlich verbesserten Cashflow. Gegenläufig wirkte das Finanzierungserfordernis des höheren Working Capitals. Finanzmittel
Ein positiver Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 386 Mio. € ergab sich wegen der Mittelzuflüsse aus der V&M-Veräußerung sowie des Verkaufs von Vallourec-Aktien. Für Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermögen haben wir 228 Mio. € ausgegeben. Diese liegen über dem Vorjahreswert (218 Mio. €) und übersteigen die Abschreibungen. Akquisitionen betrafen insbesondere die Teilnahme an der Kapitalerhöhung der Vallourec S.A., den Erwerb weiterer Anteile an HKM und die Übernahme des ausstehenden 50%-Anteils an RGF. Auszahlungen für kurzfristige Geldanlagen in Höhe von 115,5 Mio. €, die diese Position enthält, sind wirtschaftlich dem Finanzmittelbestand zuzurechnen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2005 bei − 215 Mio. €. Für den Rückkauf von 5,4 Millionen Aktien zum Preis von durchschnittlich 28,33 € je Stück haben wir insgesamt 152 Mio. € ausgegeben. An die Aktionäre der Salzgitter AG schütteten wir 25 Mio. € oder 0,40 €/Aktie für das Geschäftsjahr 2004 aus. Die außerordentlich gute Ergebnisentwicklung sowie der Verkauf der V&M-Anteile und Vallourec-Aktien führten trotz der Erhöhung des zu finanzierenden Working Capitals dazu, dass die bereits zum Vorjahresstichtag gegebene Nettogeldanlage bei Kreditinstituten (71 Mio. €) auf 822 Mio. € stieg. Geldanlagen einschließlich Wertpapiere sowie strukturierte Investments von 1.000 Mio. € Ende 2005 standen stichtagsbedingt leicht gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 178 Mio. € (Vorjahr 175 Mio. €) gegenüber. Mehrperiodenübersicht zur Finanzlage
Die Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen haben sich im Geschäftsjahr 2005 deutlich verbessert. |
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