Geschäftsbericht 2005

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Konzerns wuchs mit 5.414 Mio. € erheblich (+1.178 Mio. €; +28%) gegenüber dem Wert zum Abschluss des Geschäftsjahres 2004 (4.236 Mio. €).

Höhere liquide Mittel sowohl aus laufender Geschäftstätigkeit als auch aus dem Verkauf der V&MAnteile und Vallourec-Aktien sowie gestiegene Vorratswerte, unter anderem als nachlaufende Auswirkung der Zustellung des Hochofens A, des Entfalls der Lifo-Methode sowie abrechnungsbedingt erhöhte Vorräte im Großrohrbereich, waren maßgeblich für diese Entwicklung.

Vermögens- und Kapitalstruktur

in Mio. € 31.12.2005 % 31.12.2004 %
Langfristige Vermögenswerte 1.900 35,1 1.918 45,3
Kurzfristige Vermögenswerte 3.514 64,9 2.318 54,7
Aktiva 5.414 100,0 4.236 100,0
Eigenkapital 2.012 37,2 1.121 26,5
Langfristige Schulden 2.079 38,4 1.902 44,9
Kurzfristige Schulden 1.323 24,4 1.213 28,6
Passiva 5.414 100,0 4.236 100,0

Bei den langfristigen Vermögenswerten standen Erhöhungen durch die erfolgsneutrale Verrechnung des Badwills mit den Gewinnrücklagen, Anlagenzugänge, die Aktivierung von latenten Ertragsteueransprüchen aus bislang nicht nutzbaren Verlustvorträgen sowie das at equity gebuchte anteilige Vallourec-Ergebnis dem Abgang aus dem Verkauf der bis dato at equity konsolidierten V&M-Anteile gegenüber.

Die Sachanlagen erhöhten sich infolge der über die Abschreibungen (206 Mio. €) hinausgehenden Investitionen (262 Mio. €).

Das kurzfristig gebundene Nettovermögen (Working Capital: Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [L+L] − Verbindlichkeiten aus L+L) stieg gegenüber dem Vorjahreswert (1.479 Mio. €) nochmals spürbar (+330 Mio. €, +22%) auf 1.809 Mio. €. Dies ist bei leicht rückläufigen Lieferforderungen hauptsächlich auf den bereits erläuterten Anstieg der Vorräte zurückzuführen.

Die Entwicklung der sonstigen Forderungen ergibt sich durch die Bilanzierung von strukturierten Investments im Rahmen der Geldanlagen.

Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital dank der exzellenten Geschäftsentwicklung, der Umgliederung des Badwills sowie des Wegfalls der Lifo-Methode trotz des Rückkaufs eigener Aktien um 891 Mio. € (+79%) auf 2.012 Mio. € zu. Auch bei verlängerter Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote nennenswert auf 37,2% (Vorjahr 26,5%) verbessert werden. Die sich aus der Anpassung des Rechnungszinssatzes (von 5% auf 4,25%) für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen ergebenden versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von 117 Mio. € wurden entsprechend der Handhabung im Vorjahr erfolgsneutral, unter Abzug latenter Steuern, dem Eigenkapital (Gewinnrücklagen) entnommen und in den Pensionsrückstellungen erfasst. Damit sind die Verpflichtungen aus Versorgungszusagen unverändert vollständig bilanziert.

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Mehrperiodenübersicht zur Vermögenslage

  GJ 2005 GJ 2004 GJ 2003 GJ 2002 GJ 2001
Anlagenintensität (%)1) 35,1 45,3 51,3 52,1 48,4
Vorratsintensität (%)2) 26,6 25,5 25,0 22,8 23,1
Abschreibungsquote (%)3) 14,5 22,6 16,8 14,3 14,3
Debitorenlaufzeit (Tage)4) 44,9 55,4 47,4 53,3 54,9
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