Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse enthält eine zusätzliche Darstellung nach Produktgruppen, die nicht der Segmentberichterstattung entspricht. (2) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
In den Bestandsveränderungen sind Effekte aus dem Wegfall der Lifo-Methode gemäß IAS 2 von (3) Sonstige betriebliche Erträge
Im Laufe des vierten Quartals 2005 wurden sukzessive 575.000 Aktien der Vallourec S.A., Boulogne-Billancourt, veräußert, wodurch sich die Beteiligung von 22,65% auf 17,17% verminderte. Aus der Veräußerung ergab sich ein Buchgewinn von 163 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 53 Mio. € (Vorjahr 51 Mio. €), im Wesentlichen durch Erträge aus Anlagenabgängen, Auflösungen von Rückstellungen für einmalige Verpflichtungen, Versicherungsentschädigungen und Kostenerstattungen für Vorjahre. (4) Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten vorwiegend Aufwendungen für Einsatzstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, Reserveteile und Werksgeräte. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um umsatzbezogene Lohnarbeiten und innerbetriebliche Transportkosten. Im Materialaufwand wirkte sich der Wegfall der Lifo-Methode nach IAS 2 insgesamt mit 46,1 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) positiv aus. Der Anstieg ist des Weiteren im Wesentlichen auf die Kostensteigerungen für Rohstoffe und Energieträger zurückzuführen. (5) Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2005 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen im Salzgitter-Konzern 72,8 Mio. € (Vorjahr 68,4 Mio. €). Als Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen werden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 12,5 Mio. € (Vorjahr 10,4 Mio. €) ausgewiesen. Die Rückstellungszuführungen enthalten ausschließlich laufenden Versorgungsaufwand für im Geschäftsjahr erdiente Anwartschaften der Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, die unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen werden.
(6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr planmäßig verrechnet und sind im Anlagespiegel dargestellt. Darüber hinaus wurden folgende Wertminderungsaufwendungen berücksichtigt:
Die Wertminderungsaufwendungen werden nach den Vorschriften des IAS 36 ermittelt. Die Abschreibung erfolgte dabei auf den höheren Betrag von Nutzungswert oder Nettoveräußerungspreis. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Goodwills und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im Salzgitter-Konzern grundsätzlich der Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die Jahre 2006 bis 2008. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Die Ermittlung des Nutzwertes erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung einer Zinsspanne von 6,6 bis 8,0% p.a. Dies führte zu Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 9,1 Mio. € (Vorjahr 110,0 Mio. €). (7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Von den Verlusten aus Anlagenverkäufen entfallen 24,4 Mio. € auf die Veräußerung der Anteile an der Vallourec & Mannesmann Tubes S.A., Boulogne-Billancourt, der Vallourec & Mannesmann Tubes Corporation, Houston, und der V&M Deutschland GmbH an die Vallourec S.A. und deren Tochtergesellschaften. In diesem Buchverlust sind bis dahin erfolgsneutral verrechnete und bereits im Konzerneigenkapital berücksichtigte Währungsdifferenzen in Höhe von 103,4 Mio. € enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 15,3 Mio. € (Vorjahr 51,9 Mio. €). (8) Beteiligungsergebnis
(9) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
Im Wesentlichen stammt das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von Vallourec & Mannesmann Tubes S.A., Boulogne-Billancourt, und Vallourec S.A., Boulogne-Billancourt. Die Anteile an der Vallourec & Mannesmann Tubes S.A., Boulogne-Billancourt, wurden Ende Juni 2005 veräußert. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält das anteilige Halbjahresergebnis dieser Gesellschaft. (10) Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte
Die Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte entfallen im Geschäftsjahr ausschließlich auf Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert von Anteilen an verbundenen Unternehmen (Vorjahr 0,1 Mio. € auf verbundene Unternehmen sowie 8,1 Mio. € auf Beteiligungen). (11) Finanzierungserträge/Finanzierungsaufwendungen
In den Zinsaufwendungen wird mit 78,4 Mio. € (Vorjahr 81,4 Mio. €) der in den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen enthaltene Zinsanteil erfasst. (12) Steuern
Ertragsteuern in Höhe von 85,3 Mio. € betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Abzug der sonstigen Steuern. Die periodenfremden Ertragsteuern betreffen vor allem latente Steuererträge für Vorjahre. Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen in- und ausländische Grundsteueraufwendungen sowie die deutsche Grunderwerbsteuer. Ergebnisbedingt, aber unter Berücksichtigung der auf inländische Gewinne anzuwendenden „Mindestbesteuerung”, ist der laufende Ertragsteueraufwand auf 143,5 Mio. € angestiegen. Davon entfallen 129,0 Mio. € auf inländische Ertragsteuern. Der latente Steuerertrag von 58,2 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von erstmals als werthaltig eingeschätzten Verlustvorträgen und sonstigen aktiven latenten Steuerersparnissen. Zukünftige Dividendenzahlungen führen zu keinen ertragsteuerlichen Konsequenzen. Für Geschäftsvorfälle, die direkt das Eigenkapital beeinflusst haben, wurden im Geschäftsjahr latente Steuern in Höhe von 30,7 Mio. € (Vorjahr 51,9 Mio. €) erfasst. Insgesamt ergab sich zum Geschäftsjahresende im Eigenkapital ein Bestand an latenten Steuern auf erfolgsneutrale Veränderungen in Höhe von 82,1 Mio. € (Vorjahr 51,4 Mio. €). Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:
Zusammensetzung der Vorteile aus Verlustvorträgen:
Entwicklung der aktivierten Steuerersparnis aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen:
Durch die ab 2004 in Deutschland eingeführte „Mindestbesteuerung” werden die steuerlichen Verlustvorträge bis zu einem Betrag von 1 Mio. € unbeschränkt, darüber hinaus nur noch zu 60% mit dem laufenden steuerlichen Ergebnis verrechnet. Die Veränderung der aktivierten Steuerersparnisse auf steuerliche Verlustvorträge von 55,3 Mio. € ergab sich im Wesentlichen aus den bei einer inländischen Gesellschaft erstmalig als werthaltig eingeschätzten steuerlichen Verlustvorträgen. Darauf entfiel zu Beginn des Geschäftsjahres ein latenter Steuerertrag von 136,7 Mio. €, dem ein latenter Steueraufwand für die gleichzeitige Nutzung dieser Verlustvorträge in Höhe von 79,6 Mio. € gegenüberstand. In diesem Zusammenhang sind in den Vorjahren als nicht nutzbar eingeschätzte Steuerersparnisse auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 43,3 Mio. € erstmalig angesetzt worden. Darüber hinaus wurden für die bei mehreren Gesellschaften zum 31.12.2004 bestehenden und im Geschäftsjahr neu entstandenen steuerlichen Verlustvorträge die potenziellen Steuerersparnisse in Höhe von 122,8 Mio. € bilanziell nicht berücksichtigt, da die Möglichkeit der Nutzung aus heutiger Sicht als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Aufgrund fehlender Werthaltigkeit wurde ebenso auf die Aktivierung latenter Steuern für temporäre Differenzen in Höhe von 3,7 Mio. € verzichtet. Bisher nicht berücksichtigte steuerliche Verlustvorträge führten im Geschäftsjahr zu einer Minderung des tatsächlichen Steueraufwandes von 1,0 Mio. €. Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand:
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 85,3 Mio. € weicht gegenüber dem erwarteten Ertragsteueraufwand von 361,6 Mio. € um insgesamt 276,3 Mio. € ab. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Effekten steuerfreier Erträge sowie aus der Aktivierung erstmals als werthaltig eingeschätzter Verlustvorträge (136,7 Mio. €) und temporärer Differenzen (43,3 Mio. €). (13) Anteil fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss
Der Anteil fremder Gesellschafter am Jahresergebnis entfällt auf folgende Gesellschaften:
(14) Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der Salzgitter AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Es errechnet sich gemäß IAS 33 mit 14,09 € je Aktie. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie würde dann eintreten, wenn die durchschnittliche Aktienzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten erhöht wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag jedoch nicht vorhanden. Daher beträgt das verwässerte Ergebnis ebenfalls 14,09 € je Aktie.
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