Erläuterungen zur BilanzLangfristige Vermögenswerte(15) FirmenwertDer Firmenwert wird unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen (im Vorjahr saldierter Ausweis der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge unter den immateriellen Vermögenswerten). Ab 2005 wird der aktive Unterschiedsbetrag nicht mehr planmäßig aufgelöst, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen untersucht („Impairment Test”). Der am 31. Dezember 2004 bestehende Restbuchwert der passiven Unterschiedsbeträge wurde gemäß IFRS 3 zum 1. Januar 2005 erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen umgebucht. Die Entwicklung der Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierung stellt sich wie folgt dar:
Nach den Vorschriften des IASB wird beim aktiven Unterschiedsbetrag nur noch der Restbuchwert ausgewiesen. Die kumulierten Wertberichtigungen des Vorjahres sind deshalb mit den kumulierten Anschaffungskosten verrechnet worden und als Abgang ausgewiesen. Der Buchwert von 1,2 Mio. € betrifft ein französisches Gemeinschaftsunternehmen. Im Berichtsjahr wurde für diese Gesellschaft kein Wertminderungsaufwand festgestellt und gebucht. (16) Sonstige immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Zum 31. Dezember 2005 beträgt der Buchwert der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte − diese betreffen ausschließlich EDV-Software − insgesamt 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €). Es erfolgte, wie bereits im Vorjahr, keine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 57,5 Mio. € (Vorjahr 57,4 Mio. €). Wesentliche Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. (17) SachanlagenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der Sachanlagen zu Buchwerten:
Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden:
Der Betrag der erfassten Wertminderungsaufwendungen ist unter Ziffer (6) dargestellt. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen betragen zum Bilanzstichtag 31,1 Mio. € (Vorjahr 35,8 Mio. €). Die historischen Anschaffungskosten des vollständig abgeschriebenen, aber noch genutzten Sachanlagevermögens betragen 2.545,4 Mio. € (Vorjahr 2.423,5 Mio. €). (18) Finanzielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der finanziellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte:
Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen beruht auf der Wertberichtigung des Finanzanlagewertes einer Gesellschaft des Dienstleistungsbereiches. Die Zunahme der Wertpapiere des Anlagevermögens resultiert aus der Anlage liquider Mittel aus dem Veräußerungserlös von Anteilen an der Vallourec & Mannesmann Tubes S.A., Boulogne-Billancourt. Die sonstigen Ausleihungen entfallen fast ausschließlich auf verzinsliche Wohnungsbaudarlehen an Mitarbeiter. (19) Assoziierte Unternehmen
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen at equity hat sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 294,8 Mio. € vermindert. Hauptursachen hierfür sind der Verkauf der Anteile an der Vallourec & Mannesmann Tubes S.A., Boulogne-Billancourt, sowie die Reduzierung von Anteilen an der Vallourec S.A., Boulogne-Billancourt. Gegenläufig wirken sich die Jahresergebnisse der assoziierten Unternehmen, die Zugänge durch die Kapitalerhöhung bei Vallourec S.A. in Höhe von 28 Mio. €, der Erwerb weiterer Anteile an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, in Höhe von 22 Mio. € sowie die Veränderung der Währungsdifferenzen aus. Die Anteile des Konzerns an seinen wesentlichen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Anteile an der börsennotierten Vallourec S.A. repräsentieren zum Stichtag eine anteilige Börsenkapitalisierung von 846,5 Mio. €. (20) Latente ErtragsteueransprücheSofern die Realisierung von Steuervorteilen als wahrscheinlich gilt, besteht eine Aktivierungspflicht. Eine Verrechnung ist nur möglich, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Im Geschäftsjahr 2005 werden latente Steueransprüche im Umfang von 239,0 Mio. € (Vorjahr 163,6 Mio. €) saldiert.
(21) Sonstige Forderungen und VermögenswerteDie langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich wie folgt zusammensetzen:
In dieser Position werden die Geschäfte aus dem Finanzierungsleasing von Telekommunikationsanlagen bei zwei Tochtergesellschaften aus dem Unternehmensbereich Dienstleistungen ausgewiesen. Alle Geschäfte haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Kurzfristige Vermögenswerte(22) Vorräte
Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus ihrem Verkauf oder ihrer Verwendung voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungserlöse werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Dies führte im Berichtszeitraum zu einer Zuschreibung von 0,5 Mio. € (Vorjahr 7,0 Mio. €). Vorräte werden dem geänderten IAS 2 entsprechend einzeln bewertet, oder es wird die Durchschnittsmethode angewandt (im Vorjahr wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Segment Stahl und die Waren im Segment Handel noch nach der Lifo-Methode bewertet). Die Anpassung wurde zum 1.1.2005 erfolgsneutral gegen das Eigenkapital in Höhe von 35,4 Mio. € vorgenommen. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr 357,0 Mio. € (Vorjahr 214,1 Mio. €). Wertminderungen von Vorräten wurden in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €) als Aufwand erfasst. Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr 10,5 Mio. €). (23) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Angemessene Wertabschläge wurden für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte gestützte Kreditrisiko und für besondere Länderrisiken vorgenommen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 126,7 Mio. € (Vorjahr 173,2 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Diese entfallen vollständig (Vorjahr 165,8 Mio. €) auf die Forfaitierung von Forderungen und Asset-Backed-Securitization-Programmen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (37) „Sonstige Verbindlichkeiten”. (24) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 7,7 Mio. € (Vorjahr 9,8 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht. Die Anlage liquider Mittel aus dem Veräußerungserlös der Anteile an der Vallourec & Mannesmann Tubes S.A. erfolgte unter anderem in Form von festverzinslichen Schuldscheindarlehen, die nicht börsennotiert sind. Die Verzinsung dieses Investments liegt zwischen 2,4 und 4,0%. Die Laufzeit endet am 29. Juni 2006. Bei einem Straddle handelt es sich um eine strukturierte Geldanlage, deren Erträge der Anrechnung eines fiktiven Quellensteuerabzuges am jeweiligen Sitz des Emittenten unterliegen. Die Anlageformen sind mit dem EUR-USD-Derivat ausgestattet, welches in Abhängigkeit der Kursentwicklung EUR-USD während der Laufzeit der Geldanlage zur Zahlung eines Zusatzkupons führt. Die gegenläufige Ausstattung der Papiere verhindert asymmetrische Risiken und ermöglicht eine Optimierung der Nachsteuerrendite dieser Anlageform. Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen:
Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. (25) ErtragsteuererstattungsansprücheDie zum 31. Dezember 2005 bestehenden Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von 82,4 Mio. € (Vorjahr 8,2 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Ertragsteuerüberzahlungen einer inländischen Konzerngesellschaft. Dem stehen langfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 68,2 Mio. € (Vorjahr 26,9 Mio. €) sowie kurzfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 98,9 Mio. € (Vorjahr 27,3 Mio. €) gegenüber. Erstattungsansprüche werden mit Steuerschulden saldiert, wenn ein einklagbares Recht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, besteht und ein Ausgleich auf Netto-Basis herbeigeführt werden soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Steuererstattungsanspruch und Steuerschuld gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Steuerbehörde eine Verrechnung gestattet. (26) Finanzmittel
Unter den kurzfristigen Geldanlagen sind geldmarktnahe Fonds erfasst. Daneben erfolgte die Anlage liquider Mittel aus dem Veräußerungserlös der Anteile an der Vallourec & Mannesmann Tubes S.A. in Form von Wertpapierleihegeschäften. Für weitere Ausführungen wird auf Ziffer (40) verwiesen. (27) Gezeichnetes KapitalIm Geschäftsjahr 2005 erhöhte sich das gezeichnete Kapital (Grundkapital) auf 161.615.273,32 € durch die Ausgabe von 280.000 Aktien aus dem bedingten Kapital zur Bedienung des Salzgitter-Aktienoptionsplans. Für die insgesamt 63.218.400 Stückaktien ergibt sich ein rechnerischer Nennwert von je 2,56 €. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 1998 wurde für die Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen ein bedingtes Kapital von bis zu 5,1 Mio. € geschaffen. Diese Optionsschuldverschreibungen bestanden aus einer mit 5% zu verzinsenden Anleihe der Salzgitter AG (Laufzeit 1998 bis 2005) sowie Optionsrechten, die bei Eintritt definierter Bedingungen zum Bezug von Aktien der Salzgitter AG berechtigen. Im Geschäftsjahr 2005 waren die Kriterien an verschiedenen Tagen erfüllt, und es wurden Optionsrechte zum Bezug von 280.000 Aktien von dem Kreis der Berechtigten ausgenutzt. Die bis zum 30. September 2005 mögliche Ausübung führte zu einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals um 715.808,64 € sowie der Kapitalrücklage um 2.672.829,53 € bei gleichzeitiger vollständiger Rückführung der Anleihe um 715.808,69 €. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 wurde das Grundkapital um bis zu 15.952.306,69 € durch Ausgabe von bis zu 6.240.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Options- bzw. Wandlungsrechten nach Maßgabe der Options- und Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 26. Mai 2004 ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung gibt dem Vorstand die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2009 einmalig oder mehrmals verzinsliche, auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 90.000.000 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und den Inhabern der jeweiligen unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf neue Aktien der Salzgitter AG in einer Gesamtzahl von bis zu 6.240.000 Stück (entspricht 10% des Grundkapitals vor Kapitalerhöhung) zu gewähren. Daneben wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Mai 2009 um bis zu nominal 55.833.073,42 € (= 35% des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 21.840.000 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien gegen Geld- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2004). (28) KapitalrücklageVon der Kapitalrücklage (295,3 Mio. €) entfallen 115,2 Mio. € auf ein anlässlich einer Kapitalerhöhung am 1. Oktober 1970 eingebrachtes Agio. Weitere Beträge von zusammen 111,2 Mio. € betreffen aus der Zeit vor der Fusion der Ilseder Hütte mit der Salzgitter Hüttenwerke AG vorhandene und in die ehemalige Preussag Stahl AG eingebrachte Rücklagen sowie eine sonstige Zuzahlung des damaligen Hauptaktionärs aus 1971/72. Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Ausübung von Optionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm führte zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 7,8 Mio. €. (29) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre und Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, denen insbesondere Verrechnungen aktiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Tochterunternehmen gegenüberstehen. Daneben enthalten die Gewinnrücklagen weitere Bestandteile, die direkt im Eigenkapital gemäß den Vorschriften des IASB erfasst wurden. Bei der Salzgitter AG bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen. In den Gewinnrücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von −19,6 Mio. € (Vorjahr −144,4 Mio. €) enthalten. Der Rückgang um 124,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr betrifft im Wesentlichen den Verkauf der V&M-Anteile im Geschäftsjahr 2005. Gemäß den Neuregelungen des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer” werden sämtliche Pensionsverpflichtungen bilanziert und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Bilanzstichtag sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 251,2 Mio. € nach Abzug latenter Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (einschließlich der versicherungsmathematischen Verluste assoziierter Unternehmen, die nicht in den Pensionsrückstellungen gezeigt werden). Die Salzgitter AG hält 6.321.528 (Vorjahr 1.129.497) eigene Stückaktien im rechnerischen Gesamtnennwert von 16.160.729,72 € = 9,9995% des gezeichneten Kapitals (Vorjahr 2.887.513,23 € = 1,79 %). Im Berichtsjahr wurden 5.379.337 Aktien im rechnerischen Gesamtnennwert von 13.752.056,68 € (= 8,51% des gezeichneten Kapitals) in den Monaten Juni (797.638 Aktien; durchschnittlich 21,43 €/ Aktie), Juli (2.252.319 Aktien; durchschnittlich 23,88 €/Aktie), August (846.556 Aktien; durchschnittlich 28,88 €/Aktie), September (997.672 Aktien; durchschnittlich 37,67 €/Aktie) sowie Oktober (485.152 Aktien; durchschnittlich 40,21€/Aktie) zu Anschaffungskosten von 152.410.118,99 € (durchschnittlich 28,33 € je Aktie) für künftige Akquisitionen erworben. Von den 6.321.528 Aktien, die auf den Erwerb gemäß § 71Abs. 1 Nr. 8 AktG entfallen, sind 325.825 Aktien der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. März 1999, 462.924 Aktien der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. Juni 2002, 153.442 Aktien der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2003 sowie 5.379.337 Aktien der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Mai 2004 zuzuordnen. Von den zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen 513.112 eigenen Aktien, die aufgrund der Ermächtigung vom 16. März 1999 erworben wurden, hat die Gesellschaft 2.551 Aktien im rechnerischen Gesamtnennwert von 6.521,53 € zu einem Durchschnittskurs von 20,84 € an Dritte veräußert. Die Veräußerung der Aktien, die als Zahlungsmitteläquivalent eingesetzt wurden, diente der Gewinnung zusätzlicher Aktionäre. Als Erfolgsbeteiligung wurden 184.736 Aktien im rechnerischen Gesamtnennwert von 472.270,18 € sowie zur Prämierung von Verbesserungsvorschlägen 19 Aktien im rechnerischen Gesamtnennwert von 48,57 € (Ermächtigung vom 28. Mai 2003) an Mitarbeiter und Konzernangehörige kostenlos abgegeben. Die eigenen Aktien werden − zum Bilanzstichtag in Höhe von 160,3 Mio. € (Vorjahr 9,5 Mio. €) − direkt vom Eigenkapital abgezogen. (30) BilanzgewinnFür Ausschüttungen an die Aktionäre der Salzgitter AG ist gemäß deutschem Handelsrecht das Ergebnis des deutschen handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Salzgitter AG maßgeblich. Im Salzgitter-Konzernjahresabschluss wird der Bilanzgewinn in gleicher Höhe wie im Abschluss der Salzgitter AG ausgewiesen. Die Überleitung vom Konzernjahresüberschuss zum Bilanzgewinn der Salzgitter AG ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2005 eine Dividende von 0,50 € je Aktie sowie eine Bonusdividende von 0,50 € je Aktie (= 63,2 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 161,6 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 30. Dezember 2005 von 45,61 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 2,2% (Vorjahr 2,8%). Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind. (31) Anteile fremder Gesellschafter am EigenkapitalDer Posten enthält die Anteile fremder Gesellschafter am gezeichneten Kapital, an den offenen Rücklagen sowie an den Gewinnen und Verlusten der einbezogenen Konzernunternehmen. Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf:
In der Gewinn- und Verlustrechnung ist anteilsmäßig das Ergebnis unter der Position „Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss” ausgewiesen. Langfristige Schulden(32) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Daneben besteht im Salzgitter-Konzern eine betriebliche Altersversorgung auf Basis leistungsorientierter Versorgungszusagen, die durch Rückstellungen gedeckt sind. Es bestehen unwesentliche fondsfinanzierte Pensionszusagen. Die Pensionsrückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Versorgungszusagen deutscher Gesellschaften und umfassen den gesamten Anwartschaftsbarwert. Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen:
Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Überbrückungszahlungen in Sterbefällen. Die versicherungsmathematischen Gewinne (−) und Verluste (+) haben sich wie folgt entwickelt:
Die Unterschiede zwischen erwartetem und tatsächlichem Verlauf (experience adjustment) betragen im Berichtsjahr 4,2 Mio. €. Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz ermittelt sich wie folgt:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich wie folgt entwickelt:
(33) Sonstige RückstellungenIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen und der sonstigen langfristigen Rückstellungen dargestellt.
Für das Vorjahr ergeben sich folgende Vergleichszahlen:
Der bei der Bewertung der im Personalbereich ausgewiesenen Rückstellungen zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß beträgt 4,25% p.a. (Vorjahr 5,0% p.a.). Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 7,7 Mio. € (Vorjahr 9,8 Mio. €) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere gebildet für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen. Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Prozessrisiken, Gewährleistungen, Umweltrisiken und Risiken aus schwebenden Geschäften. Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen:
(34) Langfristige Finanzschulden
Die unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen:
Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen. Kurzfristige Schulden(35) Kurzfristige Finanzschulden
Die unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle:
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. (36) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(37) Sonstige Verbindlichkeiten
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 153,7 Mio. € (Vorjahr 229,3 Mio. €) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 126,7 Mio. € (Vorjahr 165,8 Mio. €) Schulden, die im Rahmen von Forfaitierungs- und Asset-Backed-Securitization-Programmen entstanden sind. Die Salzgitter Stahlhandel GmbH, Düsseldorf, und die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, verkaufen revolvierend aufgrund eines Asset-Backed-Securitization-Vertrages kurzfristige Inlandsforderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Forderungsverkauf ist auf einen Betrag (Kaufpreis) von 80,0 Mio. € begrenzt. Der Kaufpreis ergibt sich aus dem Nominalwert der Forderungen abzüglich eines Delkredereabschlages bezogen auf die Ausfallrate der letzten zwölf Monate, eines Veritätsabschlages und eines Abschlages für Refinanzierungs-, Versicherungs- und Verwaltungskosten. Da die Salzgitter Stahlhandel GmbH, Düsseldorf, und die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, wirtschaftlich betrachtet die Risiken aus den Forderungen tragen, bilanzieren sie die verkauften Forderungen zutreffend wie eigene Forderungen und weisen die erhaltenen Mittel als Verbindlichkeiten aus Forderungsverkäufen aus. Mit Unterstützung der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, weitere konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen. Dazu hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, per 31. Dezember 2005 Forderungen von umgerechnet 12,0 Mio. € (Vorjahr 40,9 Mio. €) verkauft. Nach den Rahmenverträgen verkauft die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, revolvierend bestimmte, gegen Ausfall versicherte Exportforderungen bis zu Höchstbeträgen von 75,0 Mio. €. Darüber hinaus hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, − bei Höchstbeträgen von 20,0 Mio. US-$ − durch Bankgarantien gesicherte Exportforderungen von umgerechnet 5,4 Mio. € (Vorjahr 9,3 Mio. €) verkauft. Weiterhin hat die Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston, per 31. Dezember 2005 Forderungen in Höhe von umgerechnet 30,0 Mio. € (Vorjahr 35,4 Mio. €) verkauft und die erhaltenen Mittel als Verbindlichkeiten ausgewiesen. |
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