Ausrichtung des Konzerns

Unsere Konzernstrategie zielt auf den Erhalt der Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum ab und soll eine nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens gewährleisten. Diese grundsätzliche Geschäftspolitik werden wir auch in den nächsten Jahren beibehalten. Dabei genießt eine organische Weiterentwicklung vor allem der erwiesenermaßen leistungsfähigen und profitablen Strukturen zurzeit einen höheren Stellenwert als externes Wachstum mittels Akquisitionen.

Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise sind Entscheidungen über große finanzielle Engagements wegen der Unsicherheiten bezüglich des potenziellen ökonomischen Nutzens besonders kritisch, da eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit nicht zweifelsfrei sichergestellt werden kann. Für uns hat die bilanzielle sowie finanzielle Stabilität unseres Konzerns gerade in einer solchen Phase oberste Priorität.

Die geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaften in den verschiedenen Unternehmensbereichen werden sich grundsätzlich auf die etablierten Absatzmärkte fokussieren. Hierbei kann jedoch eine regionale oder sektorale Schwerpunktverschiebung eintreten. Die Ausprägung hängt letztendlich von den Marktentwicklungen, der Aufstellung der Gesellschaften und der kurzfristigen Reagibilität ab. Sich bietende Chancen in bisher nicht betreuten Märkten werden geprüft und bei wirtschaftlicher sowie technischer Möglichkeit genutzt.

Wesentliche Erfolgsfaktoren im Vergleich zu anderen Stahl- und Industrieunternehmen sind – neben der für einen Konzern unserer Größenordnung charakteristischen Kundennähe – die flexible Organisation sowie eine ausgewogene Kunden- und Branchenstruktur.

Um ihre Marktposition als Hersteller hochwertiger Walzstahl- und Stahlrohrprodukte auszubauen, planen beziehungsweise realisieren Gesellschaften der Unternehmensbereiche Stahl und Röhren Investitionen zur Modernisierung verschiedener Fertigungsstufen. Die Zielrichtung ist dabei neben der Kostensenkung hauptsächlich die Produktqualifizierung und Qualitätssteigerung. Dies gilt gleichermaßen für den Technologiebereich. Insofern dürfte das Portfolio der Salzgitter-Gruppe in den folgenden zwei Jahren zahlreiche „neue” Produkte umfassen, die durch Weiterentwicklungen einen qualitativen Fortschritt und zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten bieten. Zusätzlich wird das Serviceangebot für unsere Kunden in vielen Bereichen kontinuierlich ausgebaut. Dazu verweisen wir auch auf die Ausführungen in den Kapiteln „Forschung und Entwicklung” ab Seite 68 sowie „Investitionen” ab Seite 64.

Die systematische Erfassung und Kontrolle von Projekten und Maßnahmen zur Kostensenkung, Produktivitätsverbesserung, Produktqualifizierung und Qualitätssicherung hat für uns in Anbetracht der schwierigen Wirtschaftslage besonderen Stellenwert. Dafür werden wir auch weiterhin konsequent das konzernweite Ergebnisverbesserungsprogramm einsetzen.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass der Salzgitter-Konzern weitere Beteiligungen in industriellen oder stahlnahen Bereichen erwirbt oder bestehenden Anteilsbesitz ausbaut. Ziel solcher Maßnahmen ist eine breitere Aufstellung der Salzgitter-Gruppe im Sinne der Konzernstrategie.
Manager Login