Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
Ausgehend von einem äußerst problematischen Jahr 2009 unterstellt die Mehrzahl der zu unserem
Konzern gehörenden Gesellschaften im Geschäftsjahr 2010 eine spürbare Verbesserung der wirtschaftlichen
Performance. Nur der Röhrenbereich erwartet aufgrund eines geringeren Erlösniveaus
reduzierte Ergebnisse. Es dürfte allerdings nicht allen Einzelunternehmen gelingen, in die Gewinnzone
zurückzukehren. Wir erwarten für unseren Konzern ein positives Vorsteuerergebnis im zweistelligen
Millionen-Euro-Bereich. Grundsätzlich bestehen nach wie vor erhebliche Risiken: Neben der absehbaren
Verteuerung der Rohstoffkosten ist die Erholung der Stahl- und Maschinenbaumärkte weiterhin
mit Unsicherheiten behaftet.
Für 2011 kann auf heutiger Basis kein verlässlicher quantifizierter Ausblick hinsichtlich Umsatz und Ergebnis des Salzgitter-Konzerns gegeben werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich der Konjunkturaufschwung im Großen und Ganzen fortsetzen dürfte, auch wenn zwischenzeitlich mit temporären Rückschlägen zu rechnen ist. Insbesondere wegen der ungewissen konjunkturellen Zukunftsaussichten erachten wir es weiterhin für wichtig, der finanziellen und bilanziellen Stabilität unseres Unternehmens wie bisher Priorität einzuräumen. Dies limitiert naturgemäß die Möglichkeiten für Großakquisitionen. Projekte kleiner bis mittlerer Größenordnung sind jedoch durchaus denkbar. Unsere Finanzreserven werden zu einem Teil der Finanzierung der in Realisierung befindlichen Großinvestitionen dienen. Die Projekte werden im Laufe der Jahre 2010 und 2011 abgeschlossen, was unsere unternehmerischen Potenziale für in den nächsten Jahren kommende Phasen wirtschaftlicher Prosperität steigern wird. Das auch in Boomzeiten stringent verfolgte Ergebnisverbesserungsprogramm erübrigte bisher hektische Kostensenkungs- und Reorganisationsmaßnahmen. Alle künftig notwendigen Schritte für das langfristige Überleben und den Werterhalt des Konzerns können daher gut durchdacht und in souveräner Weise vorgenommen werden. Eine neue Auflage des Ergebnisverbesserungsprogramms wird in den kommenden Jahren zusätzlich Beiträge zur wirtschaftlichen Performance des Unternehmens leisten.
Zusammenfassend zeigt sich, dass der Salzgitter-Konzern infolge seiner breiten Aufstellung, seiner soliden
finanziellen Fundierung sowie seiner flachen und effizienten Organisation auf herausfordernde
Phasen vergleichsweise gut vorbereitet ist. Wir wollen diesen bewährten Weg fortsetzen.
Die Höhe der Dividende wird sich auch zukünftig an der Gewinnentwicklung orientieren. Die branchenüblichen zyklischen Schwankungen schlagen sich naturgemäß sowohl in den Ergebnissen der Gruppe als auch im Aktienkurs nieder. Maßgeblich für die Ausschüttungsfähigkeit ist der Einzelabschluss der Salzgitter AG. Der Salzgitter-Konzern verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher attraktiver Dividendenzahlungen, die unter der Prämisse tatsächlicher Gewinnerzielung geleistet werden sollen. Dabei muss sich die Zyklizität der Ergebnisentwicklung nicht in vollem Umfang niederschlagen. |
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