Zwischenbericht 9 Monate 2009

Erläuterungen zur Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns verringerte sich zum 30. September 2009 gegenüber dem 31. Dezember 2008 um 7 %. Der Abbau der Vorräte (-1.016 Mio. €) sowie der Lieferforderungen (-395 Mio. €) führte bei einem gleichzeitigen Anstieg der liquiden Mittel zu einem Abbau der kurzfristigen Vermögenswerte um 972 Mio. €. Im Vergleich der Finanzmittel, deren Saldo zum Ende des Berichtszeitraumes rund 1,66 Mrd. € betrugen, enthielten die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte am Vorjahresstichtag 500 Mio. € Geldanlagen, die nunmehr aufgrund einer geänderten Anlageform unter dieser Position ausgewiesen werden.

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt um 346 Mio. € zu. Dies ist hauptsächlich auf die Investitionen in Sachanlagen – insbesondere im Stahlbereich – zurückzuführen. Die assoziierten Unternehmen erhöhten sich im Wesentlichen durch den Ergebnisbeitrag der Aurubis AG (NAAG).

Auf der Passivseite führte der Konzernfehlbetrag nach Steuern (232,1 Mio. €) sowie die Dividendenausschüttung zu einer entsprechenden Eigenkapitalreduzierung auf 4,06 Mrd. €. Die langfristigen Schulden sanken um 95 Mio. €, während die kurzfristigen Schulden – vor allem wegen geringerer Lieferverbindlichkeiten – merklich stärker abnahmen (-248 Mio. €). Die Eigenkapitalquote blieb bei soliden 50 %.

Die Erweiterung des Konsolidierungskreises zum 1. Januar 2009 um die tschechische Lagerhandelsgesellschaft Salzgitter Mannesmann Stahlhandel s.r.o, Prag (SMCZ), die amerikanische Spiralrohrgesellschaft Berg Spiral Pipe Corporation (BSPM – quotenkonsolidiert) sowie die Salzgitter Hydroforming GmbH & Co. KG (SZHF) hatte keine gravierenden Auswirkungen auf den Quartalsabschluss.

Erfreulich zu erwähnen ist, dass der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in der Berichtsperiode trotz der schwierigen Geschäftssituation im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 787,8 Mio. € auf 1.176,9 Mio. € zunahm, was sich in erster Linie aus dem erheblichen Abbau von Vorräten ergab.

Das Nettoguthaben inklusive Geldanlagen, die nicht unter den Finanzmitteln ausgewiesen werden, erhöhte sich zum Ende des Berichtszeitraumes auf 1,6 Mrd. € (31. Dezember 2008: 1,0 Mrd. €).


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