Investor RelationsKapitalmarkt und Kursentwicklung der Salzgitter-Aktie
Quellen: Xetra-Schlusskurse DBAG, Datastream STEELEU
Infolge der unklaren gesamtwirtschaftlichen Lage und der gravierenden Verschuldungsproblematik einiger
Nationalstaaten erwiesen sich die Aktienmärkte über das gesamte erste Halbjahr 2010 als ausgesprochen volatil.
Nach einem kurzen Aufschwung zu Jahresbeginn sorgten noch im Januar Nachrichten über einen möglichen
Staatsbankrott Griechenlands für eine erste Konsolidierungsphase. Der sich darauf anschließenden Erholung
folgte ab Ende April eine zweite Gegenbewegung. Grund hierfür waren die sich abzeichnende dramatische Verteuerung
vieler Rohstoffe sowie erneut aufkommene Sorgen bezüglich der Wirtschaftssituation in der
Eurozone. Für den Rest des Berichtszeitraumes bildete sich wegen der anhaltenden Verunsicherung kein eindeutiger
Trend heraus. Insgesamt notierte der DAX per 30. Juni 2010 gegenüber dem Schlusskurs des Jahres 2009
nahezu unverändert, der MDAX verbesserte sich um knapp 7 %.
Die Kursentwicklung der Salzgitter-Aktie wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 von zwei Themen maßgeblich beeinflusst: der gesamtkonjunkturellen Unsicherheit im Zuge der Griechenlandfrage und der dramatischen Rohstoffpreisverteuerung. Nach einem guten Start erreichte unsere Aktie schon am 11. Januar mit 74,32 € den Jahreshöchstkurs. In den folgenden zwei Monaten bewegte sie sich weitgehend analog zum DAX. Ab Ende März verursachten die drastische Veränderung der Vertragsstrukturen zwischen Rohstoff- und Stahlproduzenten, die damit einhergehende Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Preisentwicklung für Erze und Kohle und deren Kompensationsmöglichkeiten auf der Absatzseite einen starken Druck auf Stahlaktien. Dementsprechend fiel der Kurs der Salzgitter-Aktie bis auf 47,50 € am 9. Juni. Danach bewegte er sich wie der Gesamtmarkt unter hoher Volatilität seitwärts. Mit einer Endnotierung von 48,99 € am 30. Juni verlor die Salzgitter-Aktie im Berichtszeitraum rund 28 % gegenüber dem Jahresschlusskurs 2009. Gegen Ende des Berichtszeitraumes beschloss die Deutsche Börse AG auf der Basis des geltenden Regelwerkes für die Indexzusammensetzung, die HeidelbergCement AG zum 21. Juni 2010 in den DAX aufzunehmen. Im Gegenzug wurde die Salzgitter AG wieder Bestandteil des MDAX. Die durchschnittlichen Tagesumsätze unserer Aktie an deutschen Börsen rangierten im ersten Halbjahr 2010 bei knapp 675.000 Stück. Im Vergleich zur Vorjahresperiode reduzierte sich das Handelsvolumen damit um rund 15 %. Die Salzgitter AG belegte im MDAX-Indexranking der Deutsche Börse AG per 30. Juni 2010 in der Kategorie Börsenumsatz Platz 1 und im Kriterium Free-Float-Marktkapitalisierung mit 1,9 Mrd. € Rang 11. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010 präsentierten wir uns im Rahmen unserer Kapitalmarktkommunikation auf Investorenkonferenzen und Roadshows in New York, Frankfurt und London. Zudem besuchten Analysten und Investoren unsere Standorte in Salzgitter, Peine und Mülheim an der Ruhr. Mitte Mai wurde das Ergebnis des ersten Quartals 2010 in einer Telefonkonferenz vorgestellt und mit dem Kapitalmarkt diskutiert. Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des „Capital Investor Relations Preises 2010“ der Zeitschrift Capital und der DVFA den achten Platz im DAX erreichen konnten und damit in der Einschätzung der Teilnehmer dieses Rankings zum zweiten Mal in Folge zum oberen Drittel aller DAX-Werte in Bezug auf die Qualität unserer Investor-Relations-Arbeit zählen. In der neuesten von uns durchgeführten Analystenbefragung wurde die Salzgitter-Aktie von 24 Bankhäusern mit folgenden Ratings bewertet (Stand 30. Juni 2010): 8 Kaufen/Outperform, 11 Halten/Marketperform, 5 Verkaufen/Underperform. Eigene AktienInformationen für Kapitalanleger
1) Alle Angaben beziehen sich auf Kurse im XETRA-Handel
2) Berechnet auf Basis des jeweiligen Periodenschlusskurses multipliziert mit den zu diesem Zeitpunkt ausstehenden Aktien |
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