Stahl und Sozial – die Mischung macht´s

veröffentlicht von Liesa Venikov am 14. Februar 2012

„Und was machst du dann hier?“ so oder so ähnlich fängt fast jedes Gespräch mit mir hier in der Welt des Stahls an. Eine Sozialarbeiterin in einem großen Stahlkonzern ist selten. Eine Frau vielleicht noch seltener. Für mich war es eine neue Welt. Neu, aber nicht unerwünscht. Neue Kollegen, neue Berufsgruppen, neue Branche, die eine Männerdomäne ist, und alles war sehr viel größer, als ich es mir vorgestellt habe.

Die Betriebliche Sozialarbeit ist ein kleines Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit, das mich schon immer gereizt hat – in der Theorie zumindest. Als ich hier, nach Abschluss meines Studiums, die Möglichkeit bekam, mein Anerkennungsjahr zu machen, stellte sich heraus, dass die Praxis schwieriger, aber auch interessanter ist.

Mein Einsatzort ist die Berufliche Bildung der Salzgitter Service und Technik GmbH.

Mein Auftrag: das Projekt  „Implementierung von Mediation in der Beruflichen Bildung“ auszuarbeiten und umzusetzen. Eine Streitkultur, mit der sich viele identifizieren können und die an Schulen inzwischen gang und gäbe ist. Nebenher durfte ich die Position eines Lehrers einnehmen und Unterricht geben – jetzt weiß ich, dass Handys auch unter dem Tisch auffällig sind und ablenken. 

Nach ein paar Verwechslungen – einige Auszubildende dachten, ich wäre eine Schülerpraktikantin – lernte ich die Auszubildenden und die Ausbildung gut kennen. Durch die sozialpädagogische  Betreuung in den 3,5 Ausbildungsjahren wird den Auszubildenden ein Angebot gegeben, das ich für sehr wichtig halte. Nach dem Motto „Probleme sind dafür da, gelöst zu werden“, gibt es kein Tabuthema, das nicht bearbeitet werden kann. Aus Fragen zu Liebeskummer, Kindergeld, Schulden- und Suchtproblematiken etc. werden Antworten und Lösungswege. Die Salzgitter AG gibt hierdurch ihren Auszubildenden die Möglichkeit, sich vollkommen auf die Ausbildung zu konzentrieren.

Im März wird das Anerkennungsjahr beendet sein. Leider! Aber Erfahrungen, Wissen, Eindrücke und nette Kollegen bleiben mir in Gedanken erhalten. Vielleicht sieht man sich eines Tages wieder.

Kluge Köpfe für die Region Braunschweig

veröffentlicht von Christian Hill am 07. Februar 2012

 

Fotograf: Thomas Knüppel, Braunschweig

Sagt, was sich ändern muss. Nennt, was bleiben soll. Fordert, was zu wenig ist.

Im Haus der Wissenschaft kommen junge Menschen aus der Region Braunschweig zusammen, um in einem einzigartigen Workshop die wirklich wichtigen Fragen zu diskutieren, warum gerade die Region Braunschweig zu den attraktiven Gegenden Deutschlands zählt – oder warum gerade nicht. Ich habe das Glück, als einer von mehr als 15 Moderatoren aktiv dabei sein zu dürfen und euch durch den Nachmittag zu begleiten. Dabei steht im Vordergrund zu erkennen, wo bei euch der Schuh drückt. Und das in jeder Hinsicht. Beschwert euch über verspätete Busse oder setzt ein lobendes Zeichen für die grüne Seite Braunschweigs. Zeigt, dass Wolfsburger, Peiner, Salzgitteraner, Wolfenbütteler, Goslarer und Braunschweiger an einem Strang ziehen, wenn es um unsere Region geht. Und sagt uns und unseren Unternehmen, wie wir es besser machen können.
Der erste Workshop ist rum und es hat richtig viel Spaß gemacht. Heraus kam ein bunter Mix aus Kreativ-Workshop und heiß debattierten Fragen rund um die Region Braunschweig und seine Attraktivität nach außen. Selten gibt es eine solche Chance, so viel Ideen- und Entwicklungsgeist auf den Punkt und in die richtigen Ohren zu bringen. In einem zweigeteilten Nachmittag geht es zum einen um die Gestaltung eines Fortbewegungsmittels, das vollständig aus euren Vorstellungen zur Ist- und Wunsch-Situation bezogen auf die Region Braunschweig besteht, währenddessen beim zweiten Teil die Analytiker ganz auf ihre Kosten kommen. Da werden Dinge auf den Tisch gebracht, die schon lange mal gesagt werden müssen. Und das ist wörtlich zu nehmen. Schreibt es direkt auf den Tisch. Haltet fest, was ihr zu sagen habt und hinterlasst somit eine prägnante Aussage für die Unternehmen der Region, die an diesem Nachmittag ganz genau hinhören werden.

Ziel des Ganzen ist, Arbeitsideen zu finden, wie die Region Braunschweig noch besser, noch attraktiver und noch zukunftsfähiger wird, als sie es jetzt schon ist. Denn das, was dort gesagt wird, bekommen die Lenker der namhaften Unternehmen aus der Region als Hausaufgabe mit auf den Weg. Sie sind nämlich persönlich dabei, wenn es um eure Belange geht.
Interesse geweckt? Dann tragt euch einfach unter www.facebook.com/klugekoepferegionbs oder www.zswebsvc.de/umfrage ein. Wir sehen uns dann am 16.02. im Haus der Wissenschaft.
Ich freu mich auf euch.

Autor: Christian Hill (Betriebsingenieur Anlagentechnik Sinteranlage, Salzgitter Flachstahl GmbH)

Das Besucherzentrum – “Die Visitenkarte des Werkes”

veröffentlicht von Kilian Krügel am 31. Januar 2012

7.45 Uhr – für Brigitte Hölken und Sandra Roubrocks beginnt der Arbeitstag im Besucherzentrum am Tor 1. Von hier aus organisieren sie Veranstaltungen, sorgen für Unterkunft und Transport von Kunden und planen die beliebten Werkführungen. Die Anfrage ist groß – alleine im letzten Jahr kamen 412 Gruppen, das sind 9373 Besucher aus den unterschiedlichsten Regionen.
 
Spannend aufbereitet stellen die Werkführer das Werk, dessen Geschichte und Mitarbeiter vor. „Jede Führung ist eine andere“, so Herr Dufhues. Daher ist der Umgang mit den verschiedenen Besuchergruppen jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Dieser stellen sich, neben ihm, sechs weitere nebenberufliche sowie der hauptamtliche Werkführer Jürgen Simon. Ihre langjährig gesammelten Erfahrungen und Menschenkenntnis in Führungs- oder Ausbildungstätigkeiten helfen ihnen heute dabei, sich auf Kunden ebenso wie auf Studenten oder Behindertengruppen einzustellen. Letztere, erinnert sich Karlz-Heinz Dufhues, sind oftmals so begeistert, dass sie ihn bei der Verabschiedung sogar herzlich umarmten. Auch andere Gruppen haben ihre Eigenheiten – Rentner kommen gerne schon mal zwei Stunden vor Führungsbeginn und fragen sich, warum um 7.00 Uhr noch niemand vor Ort ist, um sie zu empfangen. Flexibilität bewies das Team, als eine andere Besuchergruppe statt mit dem angekündigten Bus, doch mit eigenen PKWs anreiste. Um dem stundenlangen Fußmarsch über das Werkgelände zu entgehen, wurde schnell beim Partner Schmidt-Reisen ein Ersatzbus organisiert.
 
Die Gäste werden im Besucherzentrum empfangen. Nach der Begrüßung soll ein Film sie auf die anschließende Führung einstimmen. Die Sicherheit der Gruppe ist selbstverständlich. Daher werden alle mit Helm und Augenschutz ausgestattet. Anschließend werden die Teilnehmer zum Bus begleitet, um sie zu den Stationen der Führung, dem Hochofen, dem Stahlwerk, der Warmbreitbandstraße und der Feuerverzinkung, zu fahren. Auf dem Weg sehen sie die ersten Brammen, die teilweise noch so heiß sind, dass ihre Wärme beim Vorbeifahren deutlich im Bus spürbar ist. Besucher, die genau hinschauen, erblicken sogar schon das Roheisen, das zum Transport ins Stahlwerk in Torpedopfannen gefüllt wird. Währenddessen informiert der Werkführer über Gebäude und Anlagen.
 
An den einzelnen Stationen wird detailliert auf den Stahlerzeugungsprozess eingegangen. Dabei befindet sich die Gruppe in nächster Nähe zu den Werkmitarbeitern und bekommt Arbeitsabläufe wie das Entnehmen einer Roheisenprobe hautnah mit. Bei Fragen kann der Werkführer weit ausholen, erklärt historische Hintergründe sowie technische Details. Das ist wichtig, auch hier präsentiert sich die Salzgitter AG nach außen. Das Besucherzentrum ist die „Visitenkarte des Werkes“ und schließlich ist „Qualität, wenn nicht das Produkt zurück kommt, sondern der Kunde“.
 
Autor: Kilian Krügel (Praktikant in der Abteilung Marketing)

Wenn Sie gern selbst unser Werk besichtigen möchten, können Sie sich bei der Touristeninformation der Stadt Salzgitter anmelden.

Bewerben kann so einfach sein!

veröffentlicht von Martina Krawycinski am 24. Januar 2012

Wer möchte sich denn nicht schnell und vor allem kostenfrei bei einem Unternehmen für einen Praktikumsplatz bewerben? Unser neues Online-Portal macht es möglich!

Seit Herbst letzten Jahres arbeiten wir, die SZST Salzgitter Service und Technik GmbH (Bereich Berufliche Bildung), mit dem neuen Bewerbungsportal. Für den Konzern betreuen wir am Standort Salzgitter fast alle Praktikanten. Daher bekommen wir eine Menge an Bewerbungen, die wir nun mit dem neuen Onlineportal bearbeiten können. Sowohl für die Bewerber als auch für uns als erste Leser bietet das System eine große Arbeitserleichterung.

Als Bewerber kann man sich ganz bequem ohne Stress von zu Hause aus bewerben – und das in nur wenigen Minuten! Hier mal eine kurze Beschreibung der notwendigen Schritte.

  1. Klar, zuerst sollte man sich ein spannendes Thema von der Homepage aussuchen. Und für den Fall, dass gar nichts dabei ist, kann man sich am Ende der Liste auch initiativ bewerben.
  2. Mit dem passenden Link (am Ende der jeweiligen Ausschreibung) kommt man dann zur Registierung im System, trägt da seine Kontaktdaten ein (siehe Bild) und stimmt der Nutzungsvereinbarung zu.
  3. Wenn man dann im System drin ist, klickt man noch in einer Maske an, was man gerade so macht (z.B. wo man studiert) und schreibt in die nächste Maske, ab wann und wie lange man das ausgewählte Thema bearbeiten möchte. 
  4. Dann noch schnell die vorbereiteten Dokumente hochgeladen (mind. Anschreiben, Lebenslauf und aktuelles Zeugnis) und fertig ist die Bewerbung!

Wir, das Bewerbermanagement Team, können Ihre Bewerbung mit dem neuen System nun schneller und individueller bearbeiten und in die zuständigen Fachbereiche weiterleiten.

Ich persönlich bin froh, dass wir auf das neue System umgestiegen sind, da es für die Bewerber einfach zu bedienen ist und mir die Arbeit erleichtert.

Schreiben Sie uns gern Ihre Eindrücke vom neuen System aus Sicht eines/r Bewerbers/in, entweder hier als Kommentar oder als E-Mail.

Bei Nacht und Regen durch Braunschweig – aus dem Tagebuch eines Stadtführers

veröffentlicht von Thomas Martin Peters am 17. Januar 2012

Donnerstagabend 17:40 Uhr: Schon wieder zu spät vom Schreibtisch weg. Und das gerade, wo es um einen so wichtigen Termin heute Abend geht. Es ist wie immer, die Arbeit fesselt – den Geist und an den Schreibtisch. Aachener Studenten kommen. Ankunft 18:30 h im Franzis, einem gemütlich rustikalem Restaurant in der Braunschweiger Innenstadt, mitten in der Fußgängerzone. Das heißt Parkplatzsuche plus Fußmarsch – das wird eng.

18:00 Uhr letzte Vorbereitungen:
Was für ein Glück, ein Parkplatz direkt vor der Komödie! Kein Parkschein nötig und nicht mal 5 Minuten Fußweg zu „Franzis Wirtshaus“. Wind kommt auf und Kälte. Na hoffentlich bleibt’s trocken, sonst fällt die Stadtführung buchstäblich ins Wasser. Das Lokal ist warm und freundlich, ebenso wie die Bedienung. Das Essen auf dem Buffet steht bereit. Der Sitzbereich ist genügend groß für 25 Personen und ein wenig separat von den anderen Gästen.

18:15 Uhr Ankunft der Gäste:
Gerade habe ich die Karten der aktuellen Stahl-Imagekampagne zur Information auf die Tische gelegt und mir selbst einen vermeintlich strategisch guten Platz gesucht, als 24 Studenten und ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter „die Bühne“ betreten. Sofort finden die Mitglieder der Gruppe einen Platz, fühlen sich offenbar schnell heimisch. Überall unterhält man sich, neugierige Blick kreuzen den Raum, die Getränkekarte wird studiert.
Zwei Kollegen aus der Forschung, Herr Dr. Lesch und Herr Dr. Luther, kommen hinzu und werden von den Studenten schnell im Kreise aufgenommen. Wortfetzen von Studienschwerpunkten, Promotionsthesen, Namen von Professoren dringen an mein Ohr. Erfahrungen werden weitergegeben, Interessen abgefragt.
Ich komme kaum dazu, die Gruppe im Namen des Vorstandes zu begrüßen und das Buffet zu eröffnen. Viel zu sehr bin ich schon in interessierten Nachfragen und neugierigen Blicken „gefangen“.

Aufbruchstimmung:
Auch wenn nach einhelligem Bekunden das Essen und die Getränke ausgezeichnet und ausreichend war, so kommt langsam aber stetig die Lust auf Bewegung auf. 20:15 Uhr: wie die Zeit vergeht! Liegt wohl an den abwechslungsreichen und spannenden Gesprächen. Wann beginne ich mit der Stadtführung? Haben alle gegessen? Meine Aufforderung, auch die Reste zu „vertilgen“, verhallt ohne Reaktion. Ein letztes Bier, eine letzte Cola bevor es losgeht.

20:30 Uhr ein paar Infos zum Einstieg:
es ist windig, aber trocken. Eine kurze Einführung zu Braunschweig und seiner Universität vor dem Lokal. Ein mehr oder weniger dezentes „Schmunzeln“ umfährt die Mundwinkel der Aachener Studenten, als ich ein paar facts & figures zur TU Braunschweig erzähle. In Sachen Größe liegt wohl die RWTH Aachen deutlich vorn. Bei einem anderen Vergleich schneidet aber Braunschweig besser ab, nämlich mit einem guten 12. Platz im aktuellen Städteranking (50 Großstädte bundesweit im Vergleich). Schon am Dom fängt es an zu nieseln. Schade.

20:50 Uhr wir machen Strecke:
Regen setzt ein, und Wind! Unangenehm! Ich bin froh, gut instruiert worden zu sein, die Stadtführung durchführen zu können. Die Anekdoten und die überraschenden geschichtlichen Tatsachen (oder wussten Sie, dass ein Braunschweiger München gegründet hat?) kamen gut an. Ebenso traf die Vielfältigkeit und das breite Angebot Braunschweigs auf staunendes Interesse.
21:00 Uhr: vorbei an Konsumtempeln und Renaissancegiebeln, Fachwerk und dem Charme der Architektur der 60er Jahre und wir nähern uns schon wieder dem Ende der Führung. Schnell  noch die Geschichte von der Braunschweiger Elle (57,07 cm) = „das Mass der Dinge“, den Handels- und Stadtrechten und dem Ende der Hanse erzählt, bevor das schlechter werdende Wetter jeden Spaß verderben würde.

21:15 Uhr zurück am Bus:
Immer noch neugierige Gesichter. Offen und ehrlich, ja es hat mir Spaß gemacht, diesen Abend mit der Gruppe zu verbringen. Vielen Dank dafür. Und nun ab in den Bus! Denn schon früh am nächsten Morgen beginnt noch eine Hüttenbesichtigung und nachmittags ein anspruchsvoller Vorlesungsbesuch.

21:25 Uhr Abschied:
Alle sind im Bus, keiner ging verloren. Noch einmal Dank für die Unterstützung an die Herrn Lesch und Luther von der Forschung für den fachlichen Input und das persönliche Engagement! Und nun auch selber ab nach Hause, gelassen und mit einem guten Gefühl, etwas dazugelernt zu haben und es gerne wieder einmal machen zu wollen.

Arbeiten und Leben in der Region Braunschweig – was wollen kluge Köpfe wirklich?

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 11. Januar 2012

Keine Frage, die Region Braunschweig inkl. Salzgitter bietet sowohl zum Thema Arbeiten als auch zum Thema Leben eine Menge an. Ich denke dabei zum einen an die vielen bekannten Arbeitgeber der Region wie MAN oder VW, zum anderen aber auch an die Hidden Champions, die mit pfiffigen Ideen und Produkten spannende Arbeitgeber sind. Die Salzgitter AG kann man dabei in der Region sicherlich unter die Gruppe der bekannten und großen Arbeitgeber einsortieren. Aus der bundesweiten Brille betrachtet sind wir als Arbeitgeber aber bei vielen Arbeitnehmern auch noch ein “Geheimtipp” und Hidden Champion.

Zum zweiten Thema, nämlich Leben in attraktiven Regionen, verweise ich zur ersten Einstimmung auf die Internetseiten der jeweiligen Städte z. B. von Salzgitter oder Braunschweig.

All das spiegelt den aktuellen Stand der Dinge wieder. Die Frage ist aber, was macht Arbeitgeber und Regionen in Zukunft attraktiv? Was erwartet der Nachwuchs, die “Klugen Köpfe” von morgen? Welche Argumente, welche harten Fakten, welche Merkmale machen eine Region auch in Zukunf lebens- und liebenswert? Was sind bereits jetzt die Trümpfe der Region Braunschweig, was können wir noch ausbauen?

Regionale Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen haben sich dazu erste Gedanken gemacht. Im nächsten Schritt sollen nun 140 Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger ab 17 Jahren an einem von zwei Event-Workshops am 19. Januar oder 16. Februar 2012 befragt werden. Wer also Lust hat, gemeinsam mit Gleichgesinnten in die Zukunft zu schauen und seine Meiung zu sagen, der ist herzlich eingeladen, sich jetzt über die Facebook-Seite zu einem der Workshops anzumelden. Seien Sie dabei, gestalten Sie die Zukunft der Region Braunschweig mit!

Weihnachtsgrüße und einen guten Rutsch!

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 19. Dezember 2011

Karten für Weihnachten und den JahreswechselNun sind bald alle Türchen des Adventskalenders geöffnet. Aber haben Sie auch schon hinter das Salzgitter Türchen geblickt? Bei unseren Weihnachtskarten gibt es nämlich ein Motiv, welches sich erst zeigt, wenn Sie einen virtuellen Eiskratzer über das Bild bewegen. Neugierig geworden? Dann schauen Sie mal bei unseren E-Cards nach.

Dort finden Sie natürlich neben dem Eiskratzer auch noch einige andere schicke Weihnachts- und Wintermotive. Eine Karte zum Jahreswechsel ist ebenfalls mit dabei.

Aus dem Bereich Personalmarketing wünschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, und Ihren Freunden und Verwandten alles Gute, eine wunderbare Zeit und kommen Sie gut ins nächste Jahr.

Ab der 2. Kalenderwoche werden wir Sie wieder mit Beiträgen rund um das Thema Salzgitter AG als Arbeitgeber informieren.

Qualität, nicht Quote – weibliche Führungskräfte bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH

veröffentlicht von Ulrich Scholten am 13. Dezember 2011

Während im Rahmen der Bundespolitik heiße Debatten um die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte geführt werden, kann die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) ganz entspannt bleiben. Zu Recht: Denn in Sachen „leitende Stahlarbeiterinnen“ liegt das Unternehmen auch im Konzernvergleich vorn.

Ein Blick in die Vorstandsetagen der 200 größten deutschen Unternehmen lässt keinen Zweifel: Frauen mit Führungsverantwortung sind hier mit einem Anteil von lediglich 2,5 Prozent, so ist in dem vom DIW Berlin – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung herausgegebenen „Führungskräfte-Monitor 2010“ nachzulesen, äußerst selten anzutreffen. Ein Bild, das sich auch in der Salzgitter AG widerspiegelt. Mit einem Frauenanteil von etwa 12 Prozent im Konzern sowie rund 11 Prozent bei den Führungskräften sind Frauen im Salzgitter-Konzern deutlich unterrepräsentiert. Ob kulturelle Barrieren oder traditionelle Denkmuster den Aufstieg von Frauen erschweren; ob es das zurückhaltende Interesse von Frauen an naturwissenschaftlich und technisch geprägten Studiengängen ist oder die Tatsache, dass die Stahlindustrie an sich eher weniger Anziehungskraft auf Frauen ausübt – all das dürfte in unterschiedlicher Ausprägung sicherlich zu den Gründen zählen. Fakt ist, dass Frauen heute häufig bessere Schul- und Studienabschlüsse liefern und beruflich erfolgreich sein wollen. Ein Potenzial, das sich der Salzgitter-Konzern im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter im Rahmen der Generationen-Offensive (GO) erschließen möchte (vgl. Beitrag vom 29.11.2011).

Salzgitter Mannesmann Grobblech gilt hierbei im positiven Sinne als Ausreißer. Von den insgesamt 47 Frauen, die im Werk arbeiten, stehen im technischen Bereich mit Dr. Heike Meuser, Leiterin Qualitätswesen und Planung, und Rohrbiegewerks-Chefin Elke Muthmann gleich zwei Frauen als Betriebschefinnen in der neunköpfigen MGB-Führungsriege direkt unterhalb der Geschäftsführung – das macht allein auf dieser Ebene 22 Prozent. In leitenden Positionen folgen mit Dr. Christine Beltrami, Betriebsleiterin Walzbetrieb, Stefanie Huber, Betriebsleiterin Mechanische Instandhaltung, sowie Anja Budde, Abteilungsleiterin Blechwalzwerk Planung, drei weitere weibliche Führungskräfte. Ein Anteil, der insbesondere im technischen Bereich der männerdominierten Stahlbranche absolut untypisch ist.

Erfahren Sie mehr zu den Hintergründen und den ganz persönlichen Erfahrungen der weiblichen Führungskräfte.

weiterlesen »

Das Vorstellungsgespräch: ein Mythos wird entschlüsselt

veröffentlicht von Frank Gießelmann am 07. Dezember 2011

Für Berufseinsteiger (beiderlei Geschlechts) ist das Bewerbungsverfahren, und dabei insbesondere das Vorstellungsgespräch, immer ein Thema von allergrößtem Interesse. Wie kommen meine Bewerbungsunterlagen durch die blitzschnelle Sichtung des Personalers? Was trage ich zum Vorstellungsgespräch, wenn ich tatsächlich eingeladen bin? Kann ich zum Termin auch zu früh kommen? Und das Allerwichtigste: was genau wird in diesem Termin von mir erwartet?

Mein Kollege Markus Rottwinkel und ich waren am 6. Dezember auf Einladung des Career Service an der TU Braunschweig zu Gast, um in einem knapp vierstündigen Workshop an diesen Fragen zu arbeiten. 20 Studierende der unterschiedlichsten Fachrichtungen waren erschienen und beteiligten sich sehr engagiert an der Diskussion. Es war deutlich zu spüren, wie ernst das Thema genommen wurde. Neben einigen theoretischen Inhalten stand natürlich auch Interaktion auf dem Programm. Die Erwartungen der verschiedenen Gesprächsteilnehmer (Bewerber, Fachvorgesetzter, Personaler) wurden im Plenum erarbeitet, was zum einen oder anderen Aha-Effekt führte. Will der Personaler mich am Ende gar nicht dauerhaft unter Stress setzen? Richtig, denn in solch einem Kennenlerngespräch haben letztendlich alle Beteiligten dasselbe Ziel:  auf einer parternschaftlichen Ebene eine möglichst fundierte Entscheidung zu treffen. Da gehörte ein stressiger Interviewteil mit dazu, aber genauso auch ein herzliches Warm-up oder ein offener fachlicher Dialog. Idealerweise heißt es am Ende: passender Bewerber gefunden, Job erledigt!

Interaktion hieß an diesem Abend auch, Theorie sofort in die Praxis umzusetzen. Die klassische Methode im Gespräch ist es, sich Stärken und Entwicklungsfelder des Bewerbers mit Hilfe von konkreten Beispielen beschreiben zu lassen. Wir wollen Sie als Person verstehen und dazu fragen wir beharrlich nach. Zwei „Freiwillige“ aus der Gruppe gingen als Bewerber und Interviewer ins Plenum, um diese Technik auszuprobieren. Und siehe: konkrete Situationen sind Trumpf, allgemein gehaltene Aussagen wie „Einen schlechten Tag hat ja jeder mal“ oder „Analysefähigkeit brauchen wir doch alle jeden Tag“ liefern dagegen kein klares Bild von Ihnen als Person. Der Tipp: erzählen Sie also von sich selbst, berichten Sie von konkreten Situationen, die Sie erlebt haben, und werden Sie damit als Mensch greifbar. 

Am Ende stand neben vielen Erkenntnissen vor allem das Gefühl, dass es nützlich und sinnvoll war, dabei gewesen zu sein. Spaß gemacht hat es außerdem, und wenn wir dürfen, kommen wir gern wieder.

Glückauf!

Markus Rottwinkel und Frank Gießelmann

Als Ingenieurin in der Welt des Stahls – Studentinnen-Tag bei der Salzgitter AG

veröffentlicht von Andrea Looschen am 29. November 2011

Die Stahlindustrie gilt meist als klassische Männerdomäne, in der Frauen für gewöhnlich in der Verwaltung und nicht in den Werkshallen arbeiten. Dass diese Vorstellung nicht mehr ganz der Realität entspricht, davon konnten sich 20 Studentinnen technischer Studiengänge beim ersten Studentinnen-Tag der Salzgitter AG überzeugen.

Berichte aus der Praxis
Dr.-Ing. Pamela Wolf, Projektingenieurin bei der Salzgitter Flachstahl, Dr.-Ing. Marion Calcagnotto, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Salzgitter Mannesmann Forschung, und Diplom-Logistikerin Karin Rabe, Industrial Engineer bei der KHS, berichteten über ihren Berufseinstieg und gaben spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag in der „Stahlwelt“. Insgesamt, so die Ingenieurinnen, tut die Salzgitter AG sehr viel dafür, dass sich Nachwuchskräfte im Unternehmen zurechtfinden und ihren Weg machen. Neben einer intensiven Einarbeitungsphase unterstützen kontinuierliche Personalentwicklung und herausfordernde Aufgaben die persönliche Weiterentwicklung.

Pamela Wolf beispielsweise startete bei der Salzgitter Flachstahl zunächst in der Instandhaltung, wo sie für die Wartung und Reparatur von Produktionsanlagen zuständig war. Inzwischen ist sie im Anlagenneubau tätig und verantwortet Bauprojekte mit mehreren Millionen Euro Investitionssumme.

Kommunikationsfähigkeit und Offenheit im Umgang mit verschiedensten Menschen sind weiterhin wichtig, um Projekte erfolgreich durchzuführen und eigene Ideen voranzutreiben. So schildert Marion Calcagnotto, dass die Entwicklung neuer Werkstoffe nur in enger Kommunikation mit den verschiedenen Beteiligten funktioniert – vom Kunden, der eine Anforderung definiert, bis zum Meister im Betrieb, der Versuche an seiner Anlage durchführen muss.

Wie aber gelingt der Berufseinstieg am besten? Über ein schnelles Studium oder doch eher über Praktika? Hier waren sich die Ingenieurinnen einig, dass das Sammeln von Praxiserfahrung wesentlich wichtiger als das Einhalten der Regelstudienzeit ist. Praktika, Studien- oder Abschlussarbeiten sind gute Gelegenheiten, frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. Ein gutes Beispiel dafür ist Karin Rabe. Sie hat 2008 ihre Diplomarbeit bei der KHS geschrieben und wurde im Anschluss direkt als Projektingenieurin übernommen. Seit Juli dieses Jahres ist sie nun Gruppenleiterin im Industrial Engineering und entwickelt mit ihrem vierköpfigen Team u.a. Konzepte zur Verbesserung von Produktions- und Montageabläufen. 

Werden Frauen anders behandelt?
Nachteile als Frau in einem technisch geprägten Unternehmen konnte keine der Ingenieurinnen erkennen, im Gegenteil, „als Frau wird man viel mehr wahrgenommen und bleibt besser in Erinnerung“. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in einem technischen Umfeld möglich.

Zum Abschluss der Veranstaltung ging es für die Studentinnen noch in das Werk Salzgitter, wo sie die Stahlherstellung live verfolgen konnten. Nach einem langen Tag waren sich die Teilnehmerinnen dann einig: die Welt des Stahls bietet vielfältige Chancen und Perspektiven – nicht nur für Männer.

Kooperationspartner
Der Studentinnen-Tag fand in Kooperation mit dem Projekt fiMINT – Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – statt. fiMINT ist an der Niedersächsischen Technischen Hochschule, einer Allianz der TU Braunschweig, der TU Clausthal und der Leibniz Universität Hannover, angesiedelt und hat das Ziel, Studentinnen und Absolventinnen aus MINT-Studiengängen bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg zu unterstützen. fiMINT bietet überfachliche Qualifizierung, Coaching, Beratung sowie Veranstaltungen in Kooperation mit Unternehmen. Exkursionsbericht von fiMINT.