Archiv für Februar, 2012

Qualifizierung zum Inbetriebnahmetechniker erfolgreich abgeschlossen

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 23. Februar 2012

Feierliche Übergabe

Mit der feierlichen Übergabe des Zertifikates endete am 02. Februar 2012 für Tobias Hell und Christoph Janßen das 12-monatige Nachwuchsprogramm zum Inbetriebnahmetechniker für den Produktbereich der Verpackungstechnik am KHS Standort Kleve . Die stolzen Absolventen haben dieses Programm vorbildlich genutzt, um sich auf die vielseitige und interessante Tätigkeit als Inbetriebnahmetechniker vorzubereiten. Zuvor absolvierten beide erfolgreich ihre Berufsausbildung zum Mechatroniker (w/m) am Standort Kleve.

Werksleiter Karl-Friedrich Böhle lobte die Leistung der neuen Fachkräfte und dankte dem ganzen Projektteam für ihr persönliches und aufgabenübergreifendes Engagement vor und während des Qualifizierungsjahres und für die gemeinsame zukünftige Zusammenarbeit. „Die Prüfungsergebnisse haben bestätigt, dass das Ziel einer qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten Weiterqualifizierung erreicht wurde“, ergänzte Karl-Friedrich Böhle.

Vielseitiges Nachwuchsprogramm, vielseitiger Beruf
Das Einsatzgebiet des Inbetriebnahmetechnikers umfasst im Wesentlichen die Aufstellung und Inbetriebnahme von Verpackungsanlagen sowohl in der KHS-internen Produktion als auch extern (vor Ort) bei unseren Kunden. Diese wichtigen Inhalte zur Erhaltung der Kundenzufriedenheit bieten verantwortungsvolle und interessante Tätigkeiten aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher internationaler Einsatzorte sowie –situationen und einer sich ständig weiterentwickelnden Technik.

Anfang 2011 fiel der Startschuss für das KHS-weite interne Nachwuchsprogramm zum Inbetriebnahmetechniker. Damit erhält der qualifizierte und motivierte Nachwuchs zielgerichtet direkt im Anschluss an die Berufsausbildung die Möglichkeit einer passgenauen und unternehmensnahen Weiterbildung.
Im Vordergrund des 12-monatigen intensiven Programmes für den Produktbereich der Verpackungstechnik steht der praxisorientierte Einsatz in der Inbetriebnahme des Standortes Kleve. Das Programm vermittelt Kenntnisse und Verhaltensregeln, um die zukünftigen Aufgaben als Inbetriebnahmetechniker durchführen zu können. Der zugrunde liegende Rahmenplan ist mittels eines 10-Stufen-Modells sachlich und zeitlich gegliedert. Ergänzt wird die Qualifizierung durch begleitende KHS-spezifische interne Trainings und externe Schulungsbausteine zur Vermittlung von Zusatzqualifikationen, und ist somit eine gelungene Kombination aus Theorie und Praxis.
Die Befähigung zum Inbetriebnahmetechniker ist in einer 2-tägigen Abschlussprüfung nachzuweisen. Die Prüfung wird unternehmensintern durch die Trainingsabteilung nach einem strukturiertem und umfangreichen Prüfungsplan in enger Zusammenarbeit mit der Fachabteilung durchgeführt.

KHS stellt in seinem Nachwuchsprogramm hohe Ansprüche an die angehenden Techniker – und an das eigene Engagement. Im Januar 2011 wurden speziell in Kleve 2 Plätze für dieses Programm geschaffen. In diesem Jahr starteten erneut zum Ausbildungsende 2 Nachwuchskräfte, denen wir mithilfe dieses Programmes weiterhin viel Erfolg bei der Gestaltung ihrer Zukunft mit der KHS wünschen.

„Als international agierender Technologieführer brauchen wir auch morgen die besten Mitarbeiter. Dafür müssen wir unseren Nachwuchskräften heute die beste Unterstützung geben“, fasste Karl-Friedrich Böhle im Namen aller beteiligten Teammitglieder zusammen.

Stahl und Sozial – die Mischung macht´s

veröffentlicht von Liesa Venikov am 14. Februar 2012

„Und was machst du dann hier?“ so oder so ähnlich fängt fast jedes Gespräch mit mir hier in der Welt des Stahls an. Eine Sozialarbeiterin in einem großen Stahlkonzern ist selten. Eine Frau vielleicht noch seltener. Für mich war es eine neue Welt. Neu, aber nicht unerwünscht. Neue Kollegen, neue Berufsgruppen, neue Branche, die eine Männerdomäne ist, und alles war sehr viel größer, als ich es mir vorgestellt habe.

Die Betriebliche Sozialarbeit ist ein kleines Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit, das mich schon immer gereizt hat – in der Theorie zumindest. Als ich hier, nach Abschluss meines Studiums, die Möglichkeit bekam, mein Anerkennungsjahr zu machen, stellte sich heraus, dass die Praxis schwieriger, aber auch interessanter ist.

Mein Einsatzort ist die Berufliche Bildung der Salzgitter Service und Technik GmbH.

Mein Auftrag: das Projekt  „Implementierung von Mediation in der Beruflichen Bildung“ auszuarbeiten und umzusetzen. Eine Streitkultur, mit der sich viele identifizieren können und die an Schulen inzwischen gang und gäbe ist. Nebenher durfte ich die Position eines Lehrers einnehmen und Unterricht geben – jetzt weiß ich, dass Handys auch unter dem Tisch auffällig sind und ablenken. 

Nach ein paar Verwechslungen – einige Auszubildende dachten, ich wäre eine Schülerpraktikantin – lernte ich die Auszubildenden und die Ausbildung gut kennen. Durch die sozialpädagogische  Betreuung in den 3,5 Ausbildungsjahren wird den Auszubildenden ein Angebot gegeben, das ich für sehr wichtig halte. Nach dem Motto „Probleme sind dafür da, gelöst zu werden“, gibt es kein Tabuthema, das nicht bearbeitet werden kann. Aus Fragen zu Liebeskummer, Kindergeld, Schulden- und Suchtproblematiken etc. werden Antworten und Lösungswege. Die Salzgitter AG gibt hierdurch ihren Auszubildenden die Möglichkeit, sich vollkommen auf die Ausbildung zu konzentrieren.

Im März wird das Anerkennungsjahr beendet sein. Leider! Aber Erfahrungen, Wissen, Eindrücke und nette Kollegen bleiben mir in Gedanken erhalten. Vielleicht sieht man sich eines Tages wieder.

Kluge Köpfe für die Region Braunschweig

veröffentlicht von Christian Hill am 07. Februar 2012

 

Fotograf: Thomas Knüppel, Braunschweig

Sagt, was sich ändern muss. Nennt, was bleiben soll. Fordert, was zu wenig ist.

Im Haus der Wissenschaft kommen junge Menschen aus der Region Braunschweig zusammen, um in einem einzigartigen Workshop die wirklich wichtigen Fragen zu diskutieren, warum gerade die Region Braunschweig zu den attraktiven Gegenden Deutschlands zählt – oder warum gerade nicht. Ich habe das Glück, als einer von mehr als 15 Moderatoren aktiv dabei sein zu dürfen und euch durch den Nachmittag zu begleiten. Dabei steht im Vordergrund zu erkennen, wo bei euch der Schuh drückt. Und das in jeder Hinsicht. Beschwert euch über verspätete Busse oder setzt ein lobendes Zeichen für die grüne Seite Braunschweigs. Zeigt, dass Wolfsburger, Peiner, Salzgitteraner, Wolfenbütteler, Goslarer und Braunschweiger an einem Strang ziehen, wenn es um unsere Region geht. Und sagt uns und unseren Unternehmen, wie wir es besser machen können.
Der erste Workshop ist rum und es hat richtig viel Spaß gemacht. Heraus kam ein bunter Mix aus Kreativ-Workshop und heiß debattierten Fragen rund um die Region Braunschweig und seine Attraktivität nach außen. Selten gibt es eine solche Chance, so viel Ideen- und Entwicklungsgeist auf den Punkt und in die richtigen Ohren zu bringen. In einem zweigeteilten Nachmittag geht es zum einen um die Gestaltung eines Fortbewegungsmittels, das vollständig aus euren Vorstellungen zur Ist- und Wunsch-Situation bezogen auf die Region Braunschweig besteht, währenddessen beim zweiten Teil die Analytiker ganz auf ihre Kosten kommen. Da werden Dinge auf den Tisch gebracht, die schon lange mal gesagt werden müssen. Und das ist wörtlich zu nehmen. Schreibt es direkt auf den Tisch. Haltet fest, was ihr zu sagen habt und hinterlasst somit eine prägnante Aussage für die Unternehmen der Region, die an diesem Nachmittag ganz genau hinhören werden.

Ziel des Ganzen ist, Arbeitsideen zu finden, wie die Region Braunschweig noch besser, noch attraktiver und noch zukunftsfähiger wird, als sie es jetzt schon ist. Denn das, was dort gesagt wird, bekommen die Lenker der namhaften Unternehmen aus der Region als Hausaufgabe mit auf den Weg. Sie sind nämlich persönlich dabei, wenn es um eure Belange geht.
Interesse geweckt? Dann tragt euch einfach unter www.facebook.com/klugekoepferegionbs oder www.zswebsvc.de/umfrage ein. Wir sehen uns dann am 16.02. im Haus der Wissenschaft.
Ich freu mich auf euch.

Autor: Christian Hill (Betriebsingenieur Anlagentechnik Sinteranlage, Salzgitter Flachstahl GmbH)