Archiv für die ‘Mitarbeiter erzählen’ Kategorie

Ich will Stahlforscherin werden!

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 03. April 2012

„Mathematik hat mich in der Schule immer interessiert, war mir aber allein genommen nicht spannend genug. In Verbindung mit den Naturwissenschaften war mir schnell klar, dass ich Spaß an Technik habe und ich einen Beruf lernen will, der dies zusammenführt“, erklärt Dr. Erdelen-Peppler. Die 43-Jährige ist inzwischen Abteilungsleiterin bei der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH und dort zuständig für die Mechanische Prüfung und Bruchmechanik.

Von der Schlosserin zur Forscherin
Begonnen hat sie nach dem Abitur zunächst mit einer Ausbildung als Schlosserin bei den Mannesmannröhren-Werken. „Von dieser Ausbildung profitiere ich heute noch. Einerseits weiß ich, wie der betriebliche Alltag in der Technik läuft, andererseits haben mir die erlernten Fähigkeiten auch privat sehr geholfen – ich kann vieles an unseren Motorrädern selbst reparieren oder besser beurteilen, was Handwerker empfehlen.“

Sieben Jahre arbeitete sie in der Produktion von nahtlosen Rohren mit. Doch sie war neugierig und wollte noch besser verstehen, wie man unterschiedliche Stahlsorten herstellt und welche Anwendungsmöglichkeiten sich dadurch ergeben.

Also begann sie ein Maschinenbaustudium und ging im Anschluss in die Forschung, genauer in den Bereich der angewandten Ingenieurtechnik. „Die Einsatzfelder von Stahlrohren sind sehr unterschiedlich. Zunächst denkt man sicherlich an Pipelines für Öl und Gas. Aber auch in jedem Auto gibt es Stahlrohre, in den Einspritzanlagen, Airbags, in Bremssystemen oder Abgasanlagen. Im Zusammenspiel mit dem Kunden und den Herstellern erarbeiten wir gemeinsam, was das Produkt können soll und wie dies nachzuweisen ist.“

Stahl – ein faszinierendes Arbeitsumfeld für spannende Berufe
Was fasziniert die 43-Jährige am Stahl: „Er ist ein alter Werkstoff, der immer jung geblieben ist und weiterhin innovativ sein wird. Wir können immer wieder neue Eigenschaften erzielen – durch Umformung, Legieren und Temperaturführung. Diese Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten – das verliert für mich nie den Reiz.“

Und wie lautet der Rat einer vierfachen Mutter für Mädchen in der Phase der Berufswahl? „Ich würde mir sehr genau anschauen, was als ‚Männerberuf‘ gilt und sehen, ob mich das interessiert.“ Viele praktische Gründe sprächen auch für technische Berufe: „Es gibt ein breites Betätigungsfeld, die Bezahlung ist zumeist gut und man ist freier in seinen Entscheidungen.“ Starke Gründe für eine mutige Eroberung der „Männerberufe“.

Kluge Köpfe fordern kluge Entscheidungen für die Region Braunschweig

veröffentlicht von Helge Langheim am 22. März 2012

Am 14. März 2012 stellten 21 wissenschaftliche Einrichtungen und regionale Unternehmen – unter ihnen die Salzgitter AG – Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ihre Initiative “Kluge Köpfe für die Region Braunschweig” in der Aula des Hauses der Wissenschaft in Braunschweig vor. Mit diesem Netzwerk wollen sie die Region zukunftsfähig gestalten und die Region Braunschweig für junge Talente attraktiver machen.

Was fällt Personalern zur Region Braunschweig ein?
Im Rahmen dieser Initiative wurden 120 Personalverantwortliche aus Unternehmen und Institutionen der Region zur Attraktivität und zum Potenzial der Region für junge Fach- und Führungskräfte befragt.

Die Ergebnisse der Befragung der Personalverantwortlichen wurden von Herrn Dr. Michael Kempe vom Institut für Marketing der TU Braunschweig vorgestellt. Dr. Kempe kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Der Region fehlt es nicht an Attraktivität, es fehlt ihr vielmehr an einem positiven Image. 19% der Befragten hatten auf die Frage, „Nennen Sie mir bitte einen Aspekt, in dem sich aus Ihrer Sicht die Region Braunschweig als Standort für junge Fach- und Führungskräfte positiv von anderen Regionen und Städten abhebt.“, keine Antwort. Ähnlich verhielt es sich bei der umgekehrten Frage: „Worin sehen Sie aus Ihrer Perspektive die größte Schwäche der Region als Standort für junge Fach- und Führungskräfte?“ zu der 35 % der Befragten keine Antwort geben konnten. Alleinstellungsmerkmale der Region Braunschweig sind somit vielen befragten Personalverantwortlichen unklar.

Wie erleben Jugendliche die Region?
Danach stellte Martin Lennartz die Ergebnisse der beiden Event-Workshops vor, bei denen sich jungen Talente kreativ- gestalterisch und in einem World Café Format zu ihrem Bild von der Region, ihren Wünschen und ihren Erwartungen für die Zukunft äußerten. 140 Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger und 15 Co-Moderatoren aus derselben Zielgruppe nahmen an den Event-Workshops teil. 

Drei der Co-Moderatoren stellten einen Teil ihrer Ergebnisse selbst vor: Die Aufgabe bestand darin, die Region Braunschweig als Fahrzeug darzustellen. „Wenn die Region Braunschweig ein Fahrzeug wäre, wie würdet Ihr es euch vorstellen? Welche Eigenschaften hätte es? Wie sähe die Umgebung aus und wie könnte das Fahrzeug in der Zukunft verbessert werden?“ Und so sah das Ergebnis meiner Gruppe aus:

Für was steht dieses Fahrzeug? Kaum eine andere Region in Deutschland ist so eng mit der Automobilindustrie verbunden wie die Region Braunschweig. Da war der Gruppe schnell klar, dass es ein Auto werden musste. Das Auto ist robust und wird angetrieben von einer starken Industrie (Felge in Volkswagen-Design und Antennenschornstein), die Sicherheit und Vortrieb erzeugt. Aber das Auto ist auch etwas bieder und langweilig, die Stoßstange vorne ist kaputt und ein „fachmännisch“ angebrachter Heckspoiler lässt das Auto provinziell erscheinen. Gleichzeitig steht die Region Braunschweig für eine lange, bis ins frühe Mittelalter zurückreichende Geschichte, daher ist die B-Säule, wirklich eine Säule und die hintere Felge ein Kutschrad. So präsentiert sich die Region nach außen industriestark und traditionell.
Aber unter der Motorhaube und im Kofferraum schlummern Forschung und Innovation in Form eines Elektromotors und des Logos der Ostfalia. Auf dem Dach des Fahrzeugs gedeiht ein Gründach, das die vielen Naherholungsmöglichkeiten in der Region symbolisiert. Aber diese positiven Eigenschaften sind nur wenig bekannt und müssten vielmehr in den Mittelpunkt der Kommunikation für die Region gestellt werden. Viel Gutes ist vorhanden, es muss nur nach außen getragen werden.

Daher verstehen die Initiatoren die Veranstaltung vom 14.3.2012 als Startschuss für viele regionale Aktivitäten zur Gewinnung und Bindung von Fach- und Führungskräften. Geplant sind u.a. weitere Projekte unter Beteiligung der Workshopteilnehmer.

Kluge Köpfe für die Region Braunschweig

veröffentlicht von Christian Hill am 07. Februar 2012

 

Fotograf: Thomas Knüppel, Braunschweig

Sagt, was sich ändern muss. Nennt, was bleiben soll. Fordert, was zu wenig ist.

Im Haus der Wissenschaft kommen junge Menschen aus der Region Braunschweig zusammen, um in einem einzigartigen Workshop die wirklich wichtigen Fragen zu diskutieren, warum gerade die Region Braunschweig zu den attraktiven Gegenden Deutschlands zählt – oder warum gerade nicht. Ich habe das Glück, als einer von mehr als 15 Moderatoren aktiv dabei sein zu dürfen und euch durch den Nachmittag zu begleiten. Dabei steht im Vordergrund zu erkennen, wo bei euch der Schuh drückt. Und das in jeder Hinsicht. Beschwert euch über verspätete Busse oder setzt ein lobendes Zeichen für die grüne Seite Braunschweigs. Zeigt, dass Wolfsburger, Peiner, Salzgitteraner, Wolfenbütteler, Goslarer und Braunschweiger an einem Strang ziehen, wenn es um unsere Region geht. Und sagt uns und unseren Unternehmen, wie wir es besser machen können.
Der erste Workshop ist rum und es hat richtig viel Spaß gemacht. Heraus kam ein bunter Mix aus Kreativ-Workshop und heiß debattierten Fragen rund um die Region Braunschweig und seine Attraktivität nach außen. Selten gibt es eine solche Chance, so viel Ideen- und Entwicklungsgeist auf den Punkt und in die richtigen Ohren zu bringen. In einem zweigeteilten Nachmittag geht es zum einen um die Gestaltung eines Fortbewegungsmittels, das vollständig aus euren Vorstellungen zur Ist- und Wunsch-Situation bezogen auf die Region Braunschweig besteht, währenddessen beim zweiten Teil die Analytiker ganz auf ihre Kosten kommen. Da werden Dinge auf den Tisch gebracht, die schon lange mal gesagt werden müssen. Und das ist wörtlich zu nehmen. Schreibt es direkt auf den Tisch. Haltet fest, was ihr zu sagen habt und hinterlasst somit eine prägnante Aussage für die Unternehmen der Region, die an diesem Nachmittag ganz genau hinhören werden.

Ziel des Ganzen ist, Arbeitsideen zu finden, wie die Region Braunschweig noch besser, noch attraktiver und noch zukunftsfähiger wird, als sie es jetzt schon ist. Denn das, was dort gesagt wird, bekommen die Lenker der namhaften Unternehmen aus der Region als Hausaufgabe mit auf den Weg. Sie sind nämlich persönlich dabei, wenn es um eure Belange geht.
Interesse geweckt? Dann tragt euch einfach unter www.facebook.com/klugekoepferegionbs oder www.zswebsvc.de/umfrage ein. Wir sehen uns dann am 16.02. im Haus der Wissenschaft.
Ich freu mich auf euch.

Autor: Christian Hill (Betriebsingenieur Anlagentechnik Sinteranlage, Salzgitter Flachstahl GmbH)

Qualität, nicht Quote – weibliche Führungskräfte bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH

veröffentlicht von Ulrich Scholten am 13. Dezember 2011

Während im Rahmen der Bundespolitik heiße Debatten um die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte geführt werden, kann die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) ganz entspannt bleiben. Zu Recht: Denn in Sachen „leitende Stahlarbeiterinnen“ liegt das Unternehmen auch im Konzernvergleich vorn.

Ein Blick in die Vorstandsetagen der 200 größten deutschen Unternehmen lässt keinen Zweifel: Frauen mit Führungsverantwortung sind hier mit einem Anteil von lediglich 2,5 Prozent, so ist in dem vom DIW Berlin – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung herausgegebenen „Führungskräfte-Monitor 2010“ nachzulesen, äußerst selten anzutreffen. Ein Bild, das sich auch in der Salzgitter AG widerspiegelt. Mit einem Frauenanteil von etwa 12 Prozent im Konzern sowie rund 11 Prozent bei den Führungskräften sind Frauen im Salzgitter-Konzern deutlich unterrepräsentiert. Ob kulturelle Barrieren oder traditionelle Denkmuster den Aufstieg von Frauen erschweren; ob es das zurückhaltende Interesse von Frauen an naturwissenschaftlich und technisch geprägten Studiengängen ist oder die Tatsache, dass die Stahlindustrie an sich eher weniger Anziehungskraft auf Frauen ausübt – all das dürfte in unterschiedlicher Ausprägung sicherlich zu den Gründen zählen. Fakt ist, dass Frauen heute häufig bessere Schul- und Studienabschlüsse liefern und beruflich erfolgreich sein wollen. Ein Potenzial, das sich der Salzgitter-Konzern im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter im Rahmen der Generationen-Offensive (GO) erschließen möchte (vgl. Beitrag vom 29.11.2011).

Salzgitter Mannesmann Grobblech gilt hierbei im positiven Sinne als Ausreißer. Von den insgesamt 47 Frauen, die im Werk arbeiten, stehen im technischen Bereich mit Dr. Heike Meuser, Leiterin Qualitätswesen und Planung, und Rohrbiegewerks-Chefin Elke Muthmann gleich zwei Frauen als Betriebschefinnen in der neunköpfigen MGB-Führungsriege direkt unterhalb der Geschäftsführung – das macht allein auf dieser Ebene 22 Prozent. In leitenden Positionen folgen mit Dr. Christine Beltrami, Betriebsleiterin Walzbetrieb, Stefanie Huber, Betriebsleiterin Mechanische Instandhaltung, sowie Anja Budde, Abteilungsleiterin Blechwalzwerk Planung, drei weitere weibliche Führungskräfte. Ein Anteil, der insbesondere im technischen Bereich der männerdominierten Stahlbranche absolut untypisch ist.

Erfahren Sie mehr zu den Hintergründen und den ganz persönlichen Erfahrungen der weiblichen Führungskräfte.

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Als Ingenieurin in der Welt des Stahls – Studentinnen-Tag bei der Salzgitter AG

veröffentlicht von Andrea Looschen am 29. November 2011

Die Stahlindustrie gilt meist als klassische Männerdomäne, in der Frauen für gewöhnlich in der Verwaltung und nicht in den Werkshallen arbeiten. Dass diese Vorstellung nicht mehr ganz der Realität entspricht, davon konnten sich 20 Studentinnen technischer Studiengänge beim ersten Studentinnen-Tag der Salzgitter AG überzeugen.

Berichte aus der Praxis
Dr.-Ing. Pamela Wolf, Projektingenieurin bei der Salzgitter Flachstahl, Dr.-Ing. Marion Calcagnotto, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Salzgitter Mannesmann Forschung, und Diplom-Logistikerin Karin Rabe, Industrial Engineer bei der KHS, berichteten über ihren Berufseinstieg und gaben spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag in der „Stahlwelt“. Insgesamt, so die Ingenieurinnen, tut die Salzgitter AG sehr viel dafür, dass sich Nachwuchskräfte im Unternehmen zurechtfinden und ihren Weg machen. Neben einer intensiven Einarbeitungsphase unterstützen kontinuierliche Personalentwicklung und herausfordernde Aufgaben die persönliche Weiterentwicklung.

Pamela Wolf beispielsweise startete bei der Salzgitter Flachstahl zunächst in der Instandhaltung, wo sie für die Wartung und Reparatur von Produktionsanlagen zuständig war. Inzwischen ist sie im Anlagenneubau tätig und verantwortet Bauprojekte mit mehreren Millionen Euro Investitionssumme.

Kommunikationsfähigkeit und Offenheit im Umgang mit verschiedensten Menschen sind weiterhin wichtig, um Projekte erfolgreich durchzuführen und eigene Ideen voranzutreiben. So schildert Marion Calcagnotto, dass die Entwicklung neuer Werkstoffe nur in enger Kommunikation mit den verschiedenen Beteiligten funktioniert – vom Kunden, der eine Anforderung definiert, bis zum Meister im Betrieb, der Versuche an seiner Anlage durchführen muss.

Wie aber gelingt der Berufseinstieg am besten? Über ein schnelles Studium oder doch eher über Praktika? Hier waren sich die Ingenieurinnen einig, dass das Sammeln von Praxiserfahrung wesentlich wichtiger als das Einhalten der Regelstudienzeit ist. Praktika, Studien- oder Abschlussarbeiten sind gute Gelegenheiten, frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. Ein gutes Beispiel dafür ist Karin Rabe. Sie hat 2008 ihre Diplomarbeit bei der KHS geschrieben und wurde im Anschluss direkt als Projektingenieurin übernommen. Seit Juli dieses Jahres ist sie nun Gruppenleiterin im Industrial Engineering und entwickelt mit ihrem vierköpfigen Team u.a. Konzepte zur Verbesserung von Produktions- und Montageabläufen. 

Werden Frauen anders behandelt?
Nachteile als Frau in einem technisch geprägten Unternehmen konnte keine der Ingenieurinnen erkennen, im Gegenteil, „als Frau wird man viel mehr wahrgenommen und bleibt besser in Erinnerung“. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in einem technischen Umfeld möglich.

Zum Abschluss der Veranstaltung ging es für die Studentinnen noch in das Werk Salzgitter, wo sie die Stahlherstellung live verfolgen konnten. Nach einem langen Tag waren sich die Teilnehmerinnen dann einig: die Welt des Stahls bietet vielfältige Chancen und Perspektiven – nicht nur für Männer.

Kooperationspartner
Der Studentinnen-Tag fand in Kooperation mit dem Projekt fiMINT – Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – statt. fiMINT ist an der Niedersächsischen Technischen Hochschule, einer Allianz der TU Braunschweig, der TU Clausthal und der Leibniz Universität Hannover, angesiedelt und hat das Ziel, Studentinnen und Absolventinnen aus MINT-Studiengängen bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg zu unterstützen. fiMINT bietet überfachliche Qualifizierung, Coaching, Beratung sowie Veranstaltungen in Kooperation mit Unternehmen. Exkursionsbericht von fiMINT.

Faszination Stahl wird erlebbar auf der IdeenExpo

veröffentlicht von Stefan Dolder am 22. August 2011

Faszination Stahl
Morgens halb acht in Salzgitter. Schon von weitem kündigt sich ein rötlicher Schimmer am Horizont an. Wasserdampf steigt auf, Lokomotiven, die einige hundert Tonnen Stahl ziehen, kreuzen den Weg. Es ist jeden Morgen etwas Besonderes, zur Arbeit zu fahren. Ein wenig von diesem Besonderen, ein kleines Stück der Faszination Stahl, wollen wir vom 27. August bis 04. September nach Hannover auf die IdeenExpo bringen.

Botschafter
Wir – das sind Yvonne Weidner, Anne Petersen und Steffen Dolder. Seit 2 beziehungsweise 3 Jahren sind wir StuPraxler/innen bei der Salzgitter Flachstahl. Das heißt, wir sind eigentlich ganz normale Studenten, die das Studium mit einer Ausbildung kombinieren und die „Hütte“ bei Praxiseinsätzen auch von innen kennenlernen. Auf der IdeenExpo werden wir neun Tage als Botschafter des Salzgitter-Konzerns auftreten und versuchen, Euch ein paar Einblicke in Studium und Ausbildung bei der Salzgitter AG zu geben. Es werden mit Sicherheit ein paar spannende Tage für alle Beteiligten.
Messeerfahrung? Nein, die hat keiner von uns Dreien. Entsprechend spannend verliefen auch die letzten Wochen für uns. Präsentationen, Pressetermine, organisatorische Meetings. Es ist viel Neues, was da in den letzten Wochen um uns herum geschehen ist. Und je näher die IdeenExpo nun rückt, desto größer wird auch unsere Neugierde.

Was gibt´s zu sehen?
Besonders freuen wir uns auf den Workshop, in dem eine Rose aus Stahl hergestellt werden kann, die wir selbst schon in der Ausbildung bauen konnten. Ein weiteres Highlight sind sicherlich der original DTM-Tourenwagen und die beiden Fahrsimulatoren. Wir sind aber auch gespannt auf das Rahmenprogramm mit dem Finale des Science Slam am 02.09. oder auf Auftritte von Culcha Candela und Jan Delay.

Kommt also vorbei und lasst Euch faszinieren!

IHK-Abschlussprüfung geschafft – und gleich geht´s weiter für die Studenten im Praxisverbund

veröffentlicht von Frank Gießelmann am 04. August 2011

Salzgitter, Hotel am See: Anfang Juli wurden hier 33 Auszubildende verabschiedet und vier Studenten im Praxisverbund (StuPrax) zum erfolgreichen Abschluss ihrer IHK-Prüfung gratuliert. Die StuPraxler haben ihre IHK-Abschlussprüfung als Industriekauffrau oder als Elektroniker für Automatisierungstechnik gut bestanden.  „Wir sind besonders stolz auf unsere Absolventen der Welfenakademie, die ihre Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen haben. Natürlich gibt es eine Bonifikation für ihren außergewöhnlichen Einsatz und als Anreiz für weitere Leistungen“ so Martina Neuhäuser, Leiterin Führungskräfte und Personalentwicklung.

Nun beginnt für sie das Hauptstudium, das mit dem Bachelor of Arts bzw. dem Bachelor of Engineering abschließt. Julia Rönneke (StuPrax der Betriebswirtschaft) bemerkt: „Die Salzgitter Flachstahl GmbH unterstützt uns durch zahlreiche Angebote während unserer Ausbildung. Wir können Eindrücke aus Theorie und Praxis miteinander verbinden und bereiten uns dadurch optimal auf die Bachelorarbeit vor.“ „Ich sammle während der Praxisphasen schon vielfältige Anregungen für das Thema meiner Abschlussarbeit an der Welfenakademie und bin schon jetzt gespannt darauf, diese Erfahrungen in meinen späteren Arbeitsalltag zu integrieren“, ergänzt Ann-Kathrin Müller (ebenfalls StuPrax der Betriebswirtschaft).

Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis werden die StuPraxler optimal auf das Berufsleben bei der Salzgitter Flachstahl GmbH vorbereitet. Die StuPraxler der technischen Fachrichtung, Francois Bickel und Patrick Burgdorf, lernen in ihrem nächsten Einsatz die Prozesse im Stahlwerk sowie im Hochofenwerk kennen. Hier werden sie von ihren Paten eng begleitet und unterstützt, so dass sie gut vorbereitet in die Abschlussprüfungen des Bachelor of Engeneering an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel gehen.

Stationen einer Ausbildung: vom Student zum Fachingenieur

veröffentlicht von Tobias Schreiber am 30. Mai 2011

Logo des Projektes Energieeffizienz Im Frühjahr 2009 war es soweit – ein weiteres Etappenziel auf meinem beruflichen Weg war erreicht: Nach rund 4,5 Jahren hatte ich mein STUdium im PRAXisverbund (STUPRAX) bei der Salzgitter Flachstahl GmbH mit dem Erhalt des Dipl.-Ing. (FH) beendet. Bereits 2 Jahre zuvor hatte ich im Rahmen von STUPRAX meine Industriemechanikerprüfung erfolgreich abgelegt.

Aufgrund der engen Verzahnung von Theorie und Praxis stellte das duale Ausbildungssystem für mich die optimale Lösung zum Erhalt einer qualifizierten Ausbildung dar. Im Verlauf der STUPRAX-Ausbildung lernte ich unterschiedliche Bereiche der Salzgitter Flachstahl GmbH kennen. Durch das von der Salzgitter Flachstahl GmbH entwickelte Patensystem wurde ich stets von kompetenten Fachkräften unterstützt. Die Unterstützung begann mit der ersten Praxisphase und endete mit der Diplomarbeit. Durch die unternehmensnahe und berufsorientierte Ingenieursausbildung habe ich also eine perfekte Vorbereitung für mein Berufsleben erhalten.

Nachdem ich im Januar 2009 meine Diplomarbeit fertig gestellt hatte, folgte im Februar 2009 der Einstieg als Fachingenieur in der Energiewirtschaft (TZE). Um für die energiewirtschaftlichen Aufgabenstellungen optimal gerüstet zu sein, habe ich über zwei Semester berufsbegleitend weitere einschlägige Vorlesungen an der Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel besucht und mit Prüfungen erfolgreich abgeschlossen.

Innerhalb der Energiewirtschaft bin ich nun mitverantwortlich für die Optimierung des Energieeinsatzes und der effizienteren Gestaltung von Prozessen bei der Salzgitter Flachstahl GmbH (Projekt EnergieEffizienz, Logo siehe oben). Das bedeutet, dass wir versuchen, mit möglichst wenig Energie eine sichere Versorgung des ganzen Werkes sicherzustellen. Das gelingt uns dann am Besten, wenn wir z.B. die Gase, die bei uns in den Prozessen der Kokerei, im Hochofen oder Stahlwerk entstehen, so zur Erzeugung von Prozesswärme einsetzen, dass wir damit die interne Nachfrage nach Erdgas komplett befriedigen können. Richtig rund läuft es, wenn wir durch gezielte energieeffiziente Maßnahmen Energie einsparen können und diese zur zusätzlichen Stromerzeugung nutzen können. Dahinter steckt jede Menge Planung und Prozessüberwachung.

Zum Glück haben wir noch viele Ideen, wie die Prozesse weiter optimiert werden können. Es bleibt also weiter spannend für mich als neuen Diensthabenden für die Energiezentrale, diese Verantwortung mit zu übernehmen. (Autor: Tobias Schreiber, Salzgitter Flachstahl GmbH)

Vom Lehrling zum Geschäftsführer – eine Karriere im Stahlhandel

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 24. Februar 2011

Richter_Goetz_teaser[1] Von der Pieke auf den Beruf gelernt – das hat Götz Richter. Er ist Stahlhändler im Salzgitter Konzern und hat es vom Lehrling (Groß- und Außenhandelskaufmann) bis zum Geschäftsführer einer internationalen Tochtergesellschaft der Salzgitter AG gebracht: die Universal Eisen und Stahl GmbH handelt mit Grobblechen, bearbeitet das Material nach Kundenwunsch (Anarbeitung) und beschäftigt 320 Mitarbeiter in Deutschland und in mehreren Tochtergesellschaften in Europa und den USA.

Schon früh im Berufsleben hatte er dabei für sich erkannt: Erfolge im Vertrieb kann man nur erzielen, wenn man kontaktfreudig ist. Er sagt: “Man muss als Verkäufer den Kontakt zu Menschen mögen, sonst funktioniert es nicht”.

Auf seinem beruflichen Weg hat Herr Richter natürlich das Thema der kontinuierlichen Weiterentwicklung nicht außer Acht gelassen. Er besuchte das Management Kolleg und die Salzgitter-Werkstatt. Beides sind Angebote aus dem konzernweiten Personalentwicklungsprogramm. In den Veranstaltungen konnte er viele Ideen und Anregungen für seine Aufgaben als Führungskraft kennenlernen und sofort praktisch ausprobieren. Wichtig war ihm dabei auch der zwischenmenschliche Kontakt, in diesem Fall zu den Kollegen aus den anderen Bereichen des Konzerns.

Den ganzen Bericht können Sie direkt auf unserer Homepage nachlesen. (Autor: Markus Rottwinkel)

Vom Azubi zum Entwicklungsingenieur – Weltreise inklusive

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 03. Februar 2011

Preisverleihung Wenn einer nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung aufbricht zur Weltumseglung, dann wird er bestimmt von besorgten Freunden oder Verwandten hören: "Wo soll das denn hinführen, wo wird das enden?" Lesen Sie im folgenden Beitrag, über welche Stationen der Weg eines ehemaligen Azubis der KHS seit 2001 geführt hat.

Wichtige Station in 2010
Das Jahr 2010 war ein voller Erfolg für Sebastian Pieters. Seine Abschlussarbeit wurde von NIRO (Netzwerk Industrie RuhrOst e. V.) zur besten Abschlussarbeit des Jahres gekürt. Er beschäftigte sich im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit intensiv mit der Fragestellung, welches Verfahren sich zur Entfernung von PS-Labeln (Polystyrol-Etiketten) auf Mehrwegflaschen eignet. Für sein Ergebnis wurde er mit der Auszeichnung „Beste Abschlussarbeit 2010“ prämiert. Den mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchspreis erhielt er als Anerkennung für die beispielhafte Zusammenarbeit mit einem Unternehmen der Region.

Bei der Preisverleihung lobte Herr Pieters „besonders die gute und praxisbezogene Zusammenarbeit mit der KHS GmbH“. Auch Prof. E. h. Dr.-Ing. Johann Grabenweger, Vorstandsmitglied der KHS, der die Urkunde zusammen mit NIRO-Geschäftsführer Pascal Lampe überreichte, war von dem Nachwuchstalent begeistert: „Die Ergebnisse, die Herr Pieters erarbeitet hat, geben uns einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.“ Seine ehemaligen Betreuer bei KHS, Bernd Molitor und Thorsten Slowak, lobten die konstruktive Zusammenarbeit mit Herrn Pieters als einen Vorstoß zur möglichen Entwicklung eines neuen Produktes. Eine Patentanmeldung ist aus seiner Arbeit bereits hervorgegangen.

3 Jahre auf den Weltmeeren
Was Herr Pieters in den Jahren bis 2010 erlebte, das können Sie direkt auf den Seiten der KHS nachlesen.

2011: Back to the roots
In Kürze wird Herr Pieters sein Masterstudium an der technischen Fachhochschule Georg Agricola in Bochum abgeschließen. Und ab April dürfen wir ihn wieder im Konzern begrüßen, dann als Entwicklungsingenieur bei KHS in Kleve. Die Kollegen und das Werk werden ihm dabei sicher vertraut vorkommen. Denn dort hat er 2001 erfolgreich seine dreijährige Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker abgeschlossen.
(Autor: Markus Rottwinkel)