Archiv für die ‘Personaler erzählen’ Kategorie

And the winner is…Salzgitter Flachstahl in der Kategorie BEST RECRUITER

veröffentlicht von Frank Gießelmann am 09. Mai 2012

Career's best RecruiterZwischen Bewerbern und Unternehmen sollte es kein Machtgefälle geben. Bewerbungen sollten immer zeitnah beantwortet werden. Vorstellungsgespräche sollten fair im beiderseitigen Interesse ablaufen.

Soweit der Anspruch der meisten Unternehmen und der Wunsch der meisten Bewerber. Will man herausfinden, ob man ihm als Personaler gerecht wird, kann man natürlich seine Bewerber fragen – oder sich durch unabhängige Dritte testen lassen.

Letzteren Weg geht die Studie CAREER`S BEST RECRUITER. So wurden 2011/2012 die 500 größten Unternehmen Deutschlands mit anonymen Testbewerbungen auf den Prüfstand gestellt. Ebenso Website, Online-Stellenmarkt, Social Media-Aktivitäten und weitere Maßnahmen, z. B. Bewerbertrainings. Es hat uns sehr gefreut zu erfahren, dass die Salzgitter Flachstahl GmbH unter den Unternehmen der Branche Eisen/ Metall den 1. Rang belegen konnte. Für den 34. Platz von allen 500 (ahnungslosen) Teilnehmern müssen wir uns auch nicht schämen, denken wir.

Eine Eins zu schreiben ist natürlich immer eine Freude, ob in der Schule oder im Leben. Als am 7. Mai 2012 im Literaturhaus zu Frankfurt am Main durch Prof. Dr. Trost und Hr. Gruber die Verleihung stattfand, war darüber hinaus eine wichtige Feststellung zu hören: Jede Auszeichnung ist immer eine Verpflichtung, gut weiterzumachen und dabei besser zu werden (und schon gar nicht schlechter). Das haben wir vor, gemeinsam mit den unentbehrlichen Kollegen der Salzgitter AG und unseren sympathischen Konzernschwestern.

Glück auf!

P.S.: Sie können uns selbstverständlich auch testen – die Jobs dazu gibt es hier.

Papa, was machst Du eigentlich den ganzen Tag bei der Arbeit?

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 15. März 2012

Ich fand´s früher immer toll, wenn ich meinen Vater an seinem Arbeitsplatz besuchen konnte. Das war aber auch einfach, denn das Bürogebäude war gefahrlos und uneingeschränkt zu besuchen. Ganz anders sieht es aus, wenn der Vater im Stahlwerk oder einer anderen großen Fabrik arbeitet. Da muss es meist bei Erzählungen beim Abendbrot bleiben. Mit einer Ausnahme:

Am Girls´ Day (26. April 2012) öffnen deutschlandweit viele Betriebe ihre Türen und bieten unterschiedlichste Aktionen an, um technische, handwerkliche oder IT-Berufe vorzustellen. Bei uns am Standort in Salzgitter waren innerhalb kürzester Zeit bereits alle 100 Plätze ausgebucht. Das freut uns sehr, denn wir haben ein tolles Programm vorbereitet. Morgens um 8 Uhr geht es los. Es werden Filme über den Konzern gezeigt, es gibt kleine Projekte, an denen man Tätigkeiten aus dem Bereich Elektrotechnik oder Metallverarbeitung selbst kennenlernen kann. Gemeinsam besichtigen wir dann das Warmbreitbandwalzwerk und schauen in der Forschung vorbei, welche Experimente und Mitmachstationen dort aufgebaut sind. Und zum Schluss gibt es noch eine Stärkung für alle und ein kleines Paket mit Infos zu Ausbildungsmöglichkeiten.

Ähnlich spannend geht es auch bei anderen Gesellschaften des Salzgitter Konzerns zu. So bietet z. B. die KHS an 3 Standorten (Dortmund, Bad Kreuznach, Kleve) insgesamt 34 Mädchen Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder.

Unser Ziel bei der ganzen Aktion ist es, den Mädchen zu zeigen, aus welchen tollen Ausbildungsberufen sie wählen können. Leider ist es nämlich immer noch so, dass unter den 10 beliebtesten Ausbildungsberufen junger Frauen kein einziger technischer oder naturwissenschaftlicher Beruf ist. Und das wollen wir gern ändern, auch im Hinblick auf technische Studiengänge. Damit es in Zukunft öfter heißt: Mama, was machst Du eigentlich den ganzen Tag bei Deiner Arbeit im Stahlwerk?

PS: Wir haben in Salzgitter ebenfalls Anmeldungen von Jungen angenommen. Schließlich ist am 26.4. auch Boys´Day.

Welcher Job liegt mir? Wir helfen weiter.

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 01. März 2012

Die nächsten Wochen stehen bei uns ganz im Zeichen der Berufsorientierung und der Arbeitsplatzwahl. In direktem Kontakt beantworten wir Fragen und geben Einblicke in die Arbeitswelt unseres Konzerns.

Kommende Woche findet z. B. die BONA SZ Ausbildungsmesse statt. Alle Schülerinnen und Schüler der Region und insbesondere die Schülerinnen und Schüler der 9. bis 11. Klasse aus Salzgitter haben dabei die Möglichkeit, mit Ausbildungsverantwortlichen aus rund 50 Betrieben und öffentlichen Einrichtungen ins Gespräch zu kommen.  Hier erfährt man also, was man konkret während der Ausbildung lernt, wie später der jeweilige Berufsalltag aussieht und was man an Voraussetzungen mitbringen muss.

“Wird mir das dann auch Spaß machen?” Diese Frage muss natürlich jeder selber für sich klären; wir können aber bei der Entscheidung helfen, indem wir den Berufsalltag hautnah erlebbar machen. Und wo geht das am besten? Direkt in einem Werk. Bei BONA machen fünf Arbeitgeber aus Salzgitter mit (Salzgitter AG, Volkswagen AG, Alstom Transport Deutschland GmbH, MAN Truck & Bus AG, Robert Bosch Elektronik GmbH). Dieses Jahr finden die gemeinsamen Vorführungen aus den Berufsbildern Elektro, Mechanik und Mechatronik bei der MAN Truck & Bus AG statt.

Eine Woche später stehen wir Rede und Antwort an der TU Bergakademie Freiberg. Dort treffen sich Studierende der Metallurgie aus der ganzen Welt (also immerhin von Kanada über Schweden bis Polen) vorrangig zum wissenschaftlichen Austausch. Wenn aber so viele zukünftige Fachkräfte an einem Punkt versammlt sind, dann sind natürlich auch potenzielle Arbeitgeber nicht weit, um über die Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen zu berichten. Wir werden zusätzlich zum Werbestand auch einen wissenschaftlichen Vortrag halten, den Einblick in den Alltag eines Forschers inklusive.

Und falls Ihnen diese Termine oder Themenschwerpunkte nicht passend erscheinen, gibt es im Lauf des Jahres noch viele andere Gelegenheiten, um mit uns über den Arbeitgeber Salzgitter AG zu sprechen. Im April bietet sich hierzu die Hannover Messe an, die vom 23. bis 27. April stattfindet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Qualifizierung zum Inbetriebnahmetechniker erfolgreich abgeschlossen

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 23. Februar 2012

Feierliche Übergabe

Mit der feierlichen Übergabe des Zertifikates endete am 02. Februar 2012 für Tobias Hell und Christoph Janßen das 12-monatige Nachwuchsprogramm zum Inbetriebnahmetechniker für den Produktbereich der Verpackungstechnik am KHS Standort Kleve . Die stolzen Absolventen haben dieses Programm vorbildlich genutzt, um sich auf die vielseitige und interessante Tätigkeit als Inbetriebnahmetechniker vorzubereiten. Zuvor absolvierten beide erfolgreich ihre Berufsausbildung zum Mechatroniker (w/m) am Standort Kleve.

Werksleiter Karl-Friedrich Böhle lobte die Leistung der neuen Fachkräfte und dankte dem ganzen Projektteam für ihr persönliches und aufgabenübergreifendes Engagement vor und während des Qualifizierungsjahres und für die gemeinsame zukünftige Zusammenarbeit. „Die Prüfungsergebnisse haben bestätigt, dass das Ziel einer qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten Weiterqualifizierung erreicht wurde“, ergänzte Karl-Friedrich Böhle.

Vielseitiges Nachwuchsprogramm, vielseitiger Beruf
Das Einsatzgebiet des Inbetriebnahmetechnikers umfasst im Wesentlichen die Aufstellung und Inbetriebnahme von Verpackungsanlagen sowohl in der KHS-internen Produktion als auch extern (vor Ort) bei unseren Kunden. Diese wichtigen Inhalte zur Erhaltung der Kundenzufriedenheit bieten verantwortungsvolle und interessante Tätigkeiten aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher internationaler Einsatzorte sowie –situationen und einer sich ständig weiterentwickelnden Technik.

Anfang 2011 fiel der Startschuss für das KHS-weite interne Nachwuchsprogramm zum Inbetriebnahmetechniker. Damit erhält der qualifizierte und motivierte Nachwuchs zielgerichtet direkt im Anschluss an die Berufsausbildung die Möglichkeit einer passgenauen und unternehmensnahen Weiterbildung.
Im Vordergrund des 12-monatigen intensiven Programmes für den Produktbereich der Verpackungstechnik steht der praxisorientierte Einsatz in der Inbetriebnahme des Standortes Kleve. Das Programm vermittelt Kenntnisse und Verhaltensregeln, um die zukünftigen Aufgaben als Inbetriebnahmetechniker durchführen zu können. Der zugrunde liegende Rahmenplan ist mittels eines 10-Stufen-Modells sachlich und zeitlich gegliedert. Ergänzt wird die Qualifizierung durch begleitende KHS-spezifische interne Trainings und externe Schulungsbausteine zur Vermittlung von Zusatzqualifikationen, und ist somit eine gelungene Kombination aus Theorie und Praxis.
Die Befähigung zum Inbetriebnahmetechniker ist in einer 2-tägigen Abschlussprüfung nachzuweisen. Die Prüfung wird unternehmensintern durch die Trainingsabteilung nach einem strukturiertem und umfangreichen Prüfungsplan in enger Zusammenarbeit mit der Fachabteilung durchgeführt.

KHS stellt in seinem Nachwuchsprogramm hohe Ansprüche an die angehenden Techniker – und an das eigene Engagement. Im Januar 2011 wurden speziell in Kleve 2 Plätze für dieses Programm geschaffen. In diesem Jahr starteten erneut zum Ausbildungsende 2 Nachwuchskräfte, denen wir mithilfe dieses Programmes weiterhin viel Erfolg bei der Gestaltung ihrer Zukunft mit der KHS wünschen.

„Als international agierender Technologieführer brauchen wir auch morgen die besten Mitarbeiter. Dafür müssen wir unseren Nachwuchskräften heute die beste Unterstützung geben“, fasste Karl-Friedrich Böhle im Namen aller beteiligten Teammitglieder zusammen.

Bei Nacht und Regen durch Braunschweig – aus dem Tagebuch eines Stadtführers

veröffentlicht von Thomas Martin Peters am 17. Januar 2012

Donnerstagabend 17:40 Uhr: Schon wieder zu spät vom Schreibtisch weg. Und das gerade, wo es um einen so wichtigen Termin heute Abend geht. Es ist wie immer, die Arbeit fesselt – den Geist und an den Schreibtisch. Aachener Studenten kommen. Ankunft 18:30 h im Franzis, einem gemütlich rustikalem Restaurant in der Braunschweiger Innenstadt, mitten in der Fußgängerzone. Das heißt Parkplatzsuche plus Fußmarsch – das wird eng.

18:00 Uhr letzte Vorbereitungen:
Was für ein Glück, ein Parkplatz direkt vor der Komödie! Kein Parkschein nötig und nicht mal 5 Minuten Fußweg zu „Franzis Wirtshaus“. Wind kommt auf und Kälte. Na hoffentlich bleibt’s trocken, sonst fällt die Stadtführung buchstäblich ins Wasser. Das Lokal ist warm und freundlich, ebenso wie die Bedienung. Das Essen auf dem Buffet steht bereit. Der Sitzbereich ist genügend groß für 25 Personen und ein wenig separat von den anderen Gästen.

18:15 Uhr Ankunft der Gäste:
Gerade habe ich die Karten der aktuellen Stahl-Imagekampagne zur Information auf die Tische gelegt und mir selbst einen vermeintlich strategisch guten Platz gesucht, als 24 Studenten und ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter „die Bühne“ betreten. Sofort finden die Mitglieder der Gruppe einen Platz, fühlen sich offenbar schnell heimisch. Überall unterhält man sich, neugierige Blick kreuzen den Raum, die Getränkekarte wird studiert.
Zwei Kollegen aus der Forschung, Herr Dr. Lesch und Herr Dr. Luther, kommen hinzu und werden von den Studenten schnell im Kreise aufgenommen. Wortfetzen von Studienschwerpunkten, Promotionsthesen, Namen von Professoren dringen an mein Ohr. Erfahrungen werden weitergegeben, Interessen abgefragt.
Ich komme kaum dazu, die Gruppe im Namen des Vorstandes zu begrüßen und das Buffet zu eröffnen. Viel zu sehr bin ich schon in interessierten Nachfragen und neugierigen Blicken „gefangen“.

Aufbruchstimmung:
Auch wenn nach einhelligem Bekunden das Essen und die Getränke ausgezeichnet und ausreichend war, so kommt langsam aber stetig die Lust auf Bewegung auf. 20:15 Uhr: wie die Zeit vergeht! Liegt wohl an den abwechslungsreichen und spannenden Gesprächen. Wann beginne ich mit der Stadtführung? Haben alle gegessen? Meine Aufforderung, auch die Reste zu „vertilgen“, verhallt ohne Reaktion. Ein letztes Bier, eine letzte Cola bevor es losgeht.

20:30 Uhr ein paar Infos zum Einstieg:
es ist windig, aber trocken. Eine kurze Einführung zu Braunschweig und seiner Universität vor dem Lokal. Ein mehr oder weniger dezentes „Schmunzeln“ umfährt die Mundwinkel der Aachener Studenten, als ich ein paar facts & figures zur TU Braunschweig erzähle. In Sachen Größe liegt wohl die RWTH Aachen deutlich vorn. Bei einem anderen Vergleich schneidet aber Braunschweig besser ab, nämlich mit einem guten 12. Platz im aktuellen Städteranking (50 Großstädte bundesweit im Vergleich). Schon am Dom fängt es an zu nieseln. Schade.

20:50 Uhr wir machen Strecke:
Regen setzt ein, und Wind! Unangenehm! Ich bin froh, gut instruiert worden zu sein, die Stadtführung durchführen zu können. Die Anekdoten und die überraschenden geschichtlichen Tatsachen (oder wussten Sie, dass ein Braunschweiger München gegründet hat?) kamen gut an. Ebenso traf die Vielfältigkeit und das breite Angebot Braunschweigs auf staunendes Interesse.
21:00 Uhr: vorbei an Konsumtempeln und Renaissancegiebeln, Fachwerk und dem Charme der Architektur der 60er Jahre und wir nähern uns schon wieder dem Ende der Führung. Schnell  noch die Geschichte von der Braunschweiger Elle (57,07 cm) = „das Mass der Dinge“, den Handels- und Stadtrechten und dem Ende der Hanse erzählt, bevor das schlechter werdende Wetter jeden Spaß verderben würde.

21:15 Uhr zurück am Bus:
Immer noch neugierige Gesichter. Offen und ehrlich, ja es hat mir Spaß gemacht, diesen Abend mit der Gruppe zu verbringen. Vielen Dank dafür. Und nun ab in den Bus! Denn schon früh am nächsten Morgen beginnt noch eine Hüttenbesichtigung und nachmittags ein anspruchsvoller Vorlesungsbesuch.

21:25 Uhr Abschied:
Alle sind im Bus, keiner ging verloren. Noch einmal Dank für die Unterstützung an die Herrn Lesch und Luther von der Forschung für den fachlichen Input und das persönliche Engagement! Und nun auch selber ab nach Hause, gelassen und mit einem guten Gefühl, etwas dazugelernt zu haben und es gerne wieder einmal machen zu wollen.

Arbeiten und Leben in der Region Braunschweig – was wollen kluge Köpfe wirklich?

veröffentlicht von Markus Rottwinkel am 11. Januar 2012

Keine Frage, die Region Braunschweig inkl. Salzgitter bietet sowohl zum Thema Arbeiten als auch zum Thema Leben eine Menge an. Ich denke dabei zum einen an die vielen bekannten Arbeitgeber der Region wie MAN oder VW, zum anderen aber auch an die Hidden Champions, die mit pfiffigen Ideen und Produkten spannende Arbeitgeber sind. Die Salzgitter AG kann man dabei in der Region sicherlich unter die Gruppe der bekannten und großen Arbeitgeber einsortieren. Aus der bundesweiten Brille betrachtet sind wir als Arbeitgeber aber bei vielen Arbeitnehmern auch noch ein “Geheimtipp” und Hidden Champion.

Zum zweiten Thema, nämlich Leben in attraktiven Regionen, verweise ich zur ersten Einstimmung auf die Internetseiten der jeweiligen Städte z. B. von Salzgitter oder Braunschweig.

All das spiegelt den aktuellen Stand der Dinge wieder. Die Frage ist aber, was macht Arbeitgeber und Regionen in Zukunft attraktiv? Was erwartet der Nachwuchs, die “Klugen Köpfe” von morgen? Welche Argumente, welche harten Fakten, welche Merkmale machen eine Region auch in Zukunf lebens- und liebenswert? Was sind bereits jetzt die Trümpfe der Region Braunschweig, was können wir noch ausbauen?

Regionale Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen haben sich dazu erste Gedanken gemacht. Im nächsten Schritt sollen nun 140 Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger ab 17 Jahren an einem von zwei Event-Workshops am 19. Januar oder 16. Februar 2012 befragt werden. Wer also Lust hat, gemeinsam mit Gleichgesinnten in die Zukunft zu schauen und seine Meiung zu sagen, der ist herzlich eingeladen, sich jetzt über die Facebook-Seite zu einem der Workshops anzumelden. Seien Sie dabei, gestalten Sie die Zukunft der Region Braunschweig mit!

Qualität, nicht Quote – weibliche Führungskräfte bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH

veröffentlicht von Ulrich Scholten am 13. Dezember 2011

Während im Rahmen der Bundespolitik heiße Debatten um die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte geführt werden, kann die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) ganz entspannt bleiben. Zu Recht: Denn in Sachen „leitende Stahlarbeiterinnen“ liegt das Unternehmen auch im Konzernvergleich vorn.

Ein Blick in die Vorstandsetagen der 200 größten deutschen Unternehmen lässt keinen Zweifel: Frauen mit Führungsverantwortung sind hier mit einem Anteil von lediglich 2,5 Prozent, so ist in dem vom DIW Berlin – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung herausgegebenen „Führungskräfte-Monitor 2010“ nachzulesen, äußerst selten anzutreffen. Ein Bild, das sich auch in der Salzgitter AG widerspiegelt. Mit einem Frauenanteil von etwa 12 Prozent im Konzern sowie rund 11 Prozent bei den Führungskräften sind Frauen im Salzgitter-Konzern deutlich unterrepräsentiert. Ob kulturelle Barrieren oder traditionelle Denkmuster den Aufstieg von Frauen erschweren; ob es das zurückhaltende Interesse von Frauen an naturwissenschaftlich und technisch geprägten Studiengängen ist oder die Tatsache, dass die Stahlindustrie an sich eher weniger Anziehungskraft auf Frauen ausübt – all das dürfte in unterschiedlicher Ausprägung sicherlich zu den Gründen zählen. Fakt ist, dass Frauen heute häufig bessere Schul- und Studienabschlüsse liefern und beruflich erfolgreich sein wollen. Ein Potenzial, das sich der Salzgitter-Konzern im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter im Rahmen der Generationen-Offensive (GO) erschließen möchte (vgl. Beitrag vom 29.11.2011).

Salzgitter Mannesmann Grobblech gilt hierbei im positiven Sinne als Ausreißer. Von den insgesamt 47 Frauen, die im Werk arbeiten, stehen im technischen Bereich mit Dr. Heike Meuser, Leiterin Qualitätswesen und Planung, und Rohrbiegewerks-Chefin Elke Muthmann gleich zwei Frauen als Betriebschefinnen in der neunköpfigen MGB-Führungsriege direkt unterhalb der Geschäftsführung – das macht allein auf dieser Ebene 22 Prozent. In leitenden Positionen folgen mit Dr. Christine Beltrami, Betriebsleiterin Walzbetrieb, Stefanie Huber, Betriebsleiterin Mechanische Instandhaltung, sowie Anja Budde, Abteilungsleiterin Blechwalzwerk Planung, drei weitere weibliche Führungskräfte. Ein Anteil, der insbesondere im technischen Bereich der männerdominierten Stahlbranche absolut untypisch ist.

Erfahren Sie mehr zu den Hintergründen und den ganz persönlichen Erfahrungen der weiblichen Führungskräfte.

(weiterlesen …)

Das Vorstellungsgespräch: ein Mythos wird entschlüsselt

veröffentlicht von Frank Gießelmann am 07. Dezember 2011

Für Berufseinsteiger (beiderlei Geschlechts) ist das Bewerbungsverfahren, und dabei insbesondere das Vorstellungsgespräch, immer ein Thema von allergrößtem Interesse. Wie kommen meine Bewerbungsunterlagen durch die blitzschnelle Sichtung des Personalers? Was trage ich zum Vorstellungsgespräch, wenn ich tatsächlich eingeladen bin? Kann ich zum Termin auch zu früh kommen? Und das Allerwichtigste: was genau wird in diesem Termin von mir erwartet?

Mein Kollege Markus Rottwinkel und ich waren am 6. Dezember auf Einladung des Career Service an der TU Braunschweig zu Gast, um in einem knapp vierstündigen Workshop an diesen Fragen zu arbeiten. 20 Studierende der unterschiedlichsten Fachrichtungen waren erschienen und beteiligten sich sehr engagiert an der Diskussion. Es war deutlich zu spüren, wie ernst das Thema genommen wurde. Neben einigen theoretischen Inhalten stand natürlich auch Interaktion auf dem Programm. Die Erwartungen der verschiedenen Gesprächsteilnehmer (Bewerber, Fachvorgesetzter, Personaler) wurden im Plenum erarbeitet, was zum einen oder anderen Aha-Effekt führte. Will der Personaler mich am Ende gar nicht dauerhaft unter Stress setzen? Richtig, denn in solch einem Kennenlerngespräch haben letztendlich alle Beteiligten dasselbe Ziel:  auf einer parternschaftlichen Ebene eine möglichst fundierte Entscheidung zu treffen. Da gehörte ein stressiger Interviewteil mit dazu, aber genauso auch ein herzliches Warm-up oder ein offener fachlicher Dialog. Idealerweise heißt es am Ende: passender Bewerber gefunden, Job erledigt!

Interaktion hieß an diesem Abend auch, Theorie sofort in die Praxis umzusetzen. Die klassische Methode im Gespräch ist es, sich Stärken und Entwicklungsfelder des Bewerbers mit Hilfe von konkreten Beispielen beschreiben zu lassen. Wir wollen Sie als Person verstehen und dazu fragen wir beharrlich nach. Zwei „Freiwillige“ aus der Gruppe gingen als Bewerber und Interviewer ins Plenum, um diese Technik auszuprobieren. Und siehe: konkrete Situationen sind Trumpf, allgemein gehaltene Aussagen wie „Einen schlechten Tag hat ja jeder mal“ oder „Analysefähigkeit brauchen wir doch alle jeden Tag“ liefern dagegen kein klares Bild von Ihnen als Person. Der Tipp: erzählen Sie also von sich selbst, berichten Sie von konkreten Situationen, die Sie erlebt haben, und werden Sie damit als Mensch greifbar. 

Am Ende stand neben vielen Erkenntnissen vor allem das Gefühl, dass es nützlich und sinnvoll war, dabei gewesen zu sein. Spaß gemacht hat es außerdem, und wenn wir dürfen, kommen wir gern wieder.

Glückauf!

Markus Rottwinkel und Frank Gießelmann

Als Ingenieurin in der Welt des Stahls – Studentinnen-Tag bei der Salzgitter AG

veröffentlicht von Andrea Looschen am 29. November 2011

Die Stahlindustrie gilt meist als klassische Männerdomäne, in der Frauen für gewöhnlich in der Verwaltung und nicht in den Werkshallen arbeiten. Dass diese Vorstellung nicht mehr ganz der Realität entspricht, davon konnten sich 20 Studentinnen technischer Studiengänge beim ersten Studentinnen-Tag der Salzgitter AG überzeugen.

Berichte aus der Praxis
Dr.-Ing. Pamela Wolf, Projektingenieurin bei der Salzgitter Flachstahl, Dr.-Ing. Marion Calcagnotto, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Salzgitter Mannesmann Forschung, und Diplom-Logistikerin Karin Rabe, Industrial Engineer bei der KHS, berichteten über ihren Berufseinstieg und gaben spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag in der „Stahlwelt“. Insgesamt, so die Ingenieurinnen, tut die Salzgitter AG sehr viel dafür, dass sich Nachwuchskräfte im Unternehmen zurechtfinden und ihren Weg machen. Neben einer intensiven Einarbeitungsphase unterstützen kontinuierliche Personalentwicklung und herausfordernde Aufgaben die persönliche Weiterentwicklung.

Pamela Wolf beispielsweise startete bei der Salzgitter Flachstahl zunächst in der Instandhaltung, wo sie für die Wartung und Reparatur von Produktionsanlagen zuständig war. Inzwischen ist sie im Anlagenneubau tätig und verantwortet Bauprojekte mit mehreren Millionen Euro Investitionssumme.

Kommunikationsfähigkeit und Offenheit im Umgang mit verschiedensten Menschen sind weiterhin wichtig, um Projekte erfolgreich durchzuführen und eigene Ideen voranzutreiben. So schildert Marion Calcagnotto, dass die Entwicklung neuer Werkstoffe nur in enger Kommunikation mit den verschiedenen Beteiligten funktioniert – vom Kunden, der eine Anforderung definiert, bis zum Meister im Betrieb, der Versuche an seiner Anlage durchführen muss.

Wie aber gelingt der Berufseinstieg am besten? Über ein schnelles Studium oder doch eher über Praktika? Hier waren sich die Ingenieurinnen einig, dass das Sammeln von Praxiserfahrung wesentlich wichtiger als das Einhalten der Regelstudienzeit ist. Praktika, Studien- oder Abschlussarbeiten sind gute Gelegenheiten, frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. Ein gutes Beispiel dafür ist Karin Rabe. Sie hat 2008 ihre Diplomarbeit bei der KHS geschrieben und wurde im Anschluss direkt als Projektingenieurin übernommen. Seit Juli dieses Jahres ist sie nun Gruppenleiterin im Industrial Engineering und entwickelt mit ihrem vierköpfigen Team u.a. Konzepte zur Verbesserung von Produktions- und Montageabläufen. 

Werden Frauen anders behandelt?
Nachteile als Frau in einem technisch geprägten Unternehmen konnte keine der Ingenieurinnen erkennen, im Gegenteil, „als Frau wird man viel mehr wahrgenommen und bleibt besser in Erinnerung“. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in einem technischen Umfeld möglich.

Zum Abschluss der Veranstaltung ging es für die Studentinnen noch in das Werk Salzgitter, wo sie die Stahlherstellung live verfolgen konnten. Nach einem langen Tag waren sich die Teilnehmerinnen dann einig: die Welt des Stahls bietet vielfältige Chancen und Perspektiven – nicht nur für Männer.

Kooperationspartner
Der Studentinnen-Tag fand in Kooperation mit dem Projekt fiMINT – Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – statt. fiMINT ist an der Niedersächsischen Technischen Hochschule, einer Allianz der TU Braunschweig, der TU Clausthal und der Leibniz Universität Hannover, angesiedelt und hat das Ziel, Studentinnen und Absolventinnen aus MINT-Studiengängen bei der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg zu unterstützen. fiMINT bietet überfachliche Qualifizierung, Coaching, Beratung sowie Veranstaltungen in Kooperation mit Unternehmen. Exkursionsbericht von fiMINT.

Bleiben Sie authentisch. Wir tun es auch.

veröffentlicht von Frank Gießelmann am 14. November 2011

Career Service, Leibniz Universität Hannover an einem späten Freitag Nachmittag im November. Ungefähr 25 Studierende sind in diese Außenstelle der Uni geströmt, um mehr über ein Thema zu erfahren, welches die Gemüter bewegt: Was muss ich wissen über die Eintrittskarte zum Job, dem Vorstellungsgespräch.

Die Theorie – vom Warming-up bis zur Abschlussvereinbarung – wurde bereits von den Dozenten des Career Service nahe gebracht, jetzt darf der eingeladene Personaler von der Salzgitter Flachstahl Rede und Antwort stehen. Nach einer kurzen Einleitung lassen die drängenden Fragen nicht lange auf sich warten. Mancher hat bereits erste Erfahrungen mit grimmigen Gesprächspartnern gemacht und fürchtet gar eine Verhöratmosphäre im Stile der James-Bond-Filme der 60er Jahre (“Läuft da so ein angespanntes Frage-und-Antwort-Spiel?”). Eine Studentin möchte gerne wissen, ob Allgemeinwissen abgefragt wird (“Nennen Sie mir die 16 deutschen Bundesländer!”), und wieder andere stellen die beliebte Gretchenfrage “Was muss ich antworten, wenn ich dies oder jenes gefragt werde?”.

Grundsätzlich kann vor dem Berufsstart jedem nur geraten werden, erste (vielleicht auch wilde) Ideen bei einer solchen Veranstaltung mit der Praxis abzugleichen. Viele Befürchtungen werden sich schnell relativieren. Es stärkt definitiv die Rolle im Gespräch, sich einmal mit den Erwartungen seiner Gesprächspartner auseinanderzusetzen. Die allermeisten wollen nämlich weder ein Stressgespräch führen, glatt gebügelte Antworten aus Pseudo-Ratgebern hören oder Sie schlecht dastehen lassen. Der gut informierte, zielorientierte und neugierige Bewerber (w/m) kann immer punkten – eine Musterlösung zum Erfolg wird man im Internet auch unter den beinah 3.000.000 Treffern zum Begriff “Vorstellungsgespräch” nicht finden.  Nützliche Tipps und ehrliche Antworten dazu konnten wir an diesem Abend dagegen sehr wohl herausarbeiten: Nein, wir wollen Gespräche führen und keine Verhöre. Wir gehen davon aus, dass Sie die Bundesländer kennen, machen aber ungern Geographietests. Antworten sollten am besten die Wahrheit sein, und Sie legen den Schwerpunkt auf das, was Ihnen wichtig ist. Es spricht nichts gegen Entwicklungsfelder, spannend ist allerdings, was sie tun, um darin besser zu werden.

Auf dieser Basis werden wir sicher zusammenfinden auf der Suche nach dem richtigen Job für den richtigen Bewerber (w/m). Bleiben Sie authentisch. Wir tun es auch. Glück auf!